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{{historischer Salzburgbezug}}
[[File:Seehaus-2.jpg|thumb|Schloss Seehaus]]
[[Datei:Wandbild mit Fischer neben dem Schloss Seehaus in Petting.jpg|thumb|left|Wandbild mit Fischer neben dem Schloss Seehaus in Petting]]
[[Datei:Panoramabild Schloss Seehaus.JPG|thumb|Schloss Seehaus am Weidsee]]
[[Datei:Schloss Seehaus, Detail.jpg|thumb|Schloss Seehaus, Detail]]
'''Schloss Seehaus''' ist ein historisches Gebäude am Weidsee in de [[Bayern|bayerischen]] Gemeinde [[Petting]] im [[Oberbayern|oberbayerischen]] [[Landkreis Traunstein]].

== Geschichte ==
Die [[Erzbischöfe]] von Salzburg begannen im [[13. Jahrhundert]] mit dem Bau eines Jagdschlosses in Seehaus. Das Schloss Seehaus am Weidsee wurde [[1448]] erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich war Seehaus im [[Mittelalter]] eine Burg, die sich im Besitz der Grafen von Thann befand, die um das Jahr [[1280]] dem Erzbischof [[Rudolf I. von Hohenegg]] übereignet wurde. Für das [[Erzstift Salzburg]] war die Burg, als Wachposten an der mittelalterlichen ''Unteren Salzstraße'', die über [[Waging am See|Waging]] und Altenmarkt nach [[Wasserburg am Inn|Wasserburg]] und weiter nach München ging, von großer Bedeutung. Von Seehaus aus konnte die Durchfuhr des [[Saline Reichenhall|Reichenhaller]] und [[Saline Berchtesgaden|Berchtesgadener]] [[Salz]]es gut überwacht und mit Mautgebühren, die für das Erzstift von großer Wichtigkeit waren, belegt werden.

Der Salzburger [[Dompropst]] [[Christoph Ebran von Wildenberg]] ließ [[1483]]/84 am Weidsee diesen Bau aufführen. Vermutlich wollte er mit dem festungsähnlichen Bau einen Fluchtort errichten, da er Gegenspieler des [[Johann III. Beckenschlager|Johann Beckenschlager]] war und sich auf eine kriegerische Auseinandersetzung mit diesem vorbereiten musste. Der Bau dürfte damals fast ganz von Wasser eingeschlossen gewesen sein.

Schloss Seehaus war Verwaltungssitz des [[Salzburger Domkapitel]]s für die Ämter Freidling, Petting, Pietling, [[Saaldorf-Surheim|Saaldorf]] und [[Thundorf]]. Der südwestliche Teil des Schlosses wurde damals errichtet, man hat es im [[15. Jahrhundert|15.]] und im [[17. Jahrhundert]] erweitert.

Im Jahre [[1479]] wurde das Kostenamt und Patronalgericht von Petting nach Seehaus verlegt, letzteres hob man [[1804]] auf. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts hat man die Burg zu einem kleinen Schlösschen umgebaut, welches für die Salzburger Erzbischöfe zu einer beliebten Sommerresidenz wurde.

Später im Jahre [[1600]] erneuerte der damals regierende Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] den Hauptbau und übereignete Schloss Seehaus seiner heimlichen Gemahlin [[Salome Alt]]. Das Schlösschen ging nach [[1614]] wieder in den Besitz des Salzburger Domkapitels über. Fürsterzbischof [[Paris Lodron]] schenkte [[1653]] nach dem Tod von Alfons Freiherr von Lamberg die um Seehaus gelegenen Lamberg’schen Güter dem Domkapitel, das im Gegenzug einer [[Lodronsche Primogenitur|Lodronschen Primo]]- und [[Sekundogeniturpalast|Sekundogenitur]] zustimmte. Nach der Zusammenlegung aller Ämter unterstanden ca. 600 Güter der Grundverwaltung Seehaus.

Durch die [[Säkularisation]] fiel [[1806]] Seehaus an Österreich (1805/06–1809), dann unter französische Administration (1809/10) und schließlich unter bayerische Herrschaft (1810–1816). Nach dem Wiener Kongress wurden die [[Saalach]] und die [[Salzach]] zur Westgrenze Bayern und die früheren salzburgischen [[Pfleggericht]]e [[Pfleggericht Teisendorf|Teisendorf]], [[Pfleggericht Waging|Waging]], [[Pfleggericht Tittmoning|Tittmoning]] und [[Pfleggericht Laufen|Laufen]] wurden endgültig von Salzburg abgetrennt.

Heute befindet sich das Schloss in Privatbesitz und ist deshalb nicht zu besichtigen. Zusammen mit dem See bietet es aber eine wunderbare Ansicht.

== Quelle ==
* {{wikipedia-de}}

{{SORTIERUNG: Seehaus, Schloss}}
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:historische Gebäude]]
[[Kategorie:Schloss]]
[[Kategorie:Deutschland]]
[[Kategorie:Bayern]]
[[Kategorie:Rupertiwinkel]]

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