Das Heckentheater wurde vermutlich 1691 und den Folgejahren von Fischer von Erlach angelegt und unter Matthias Diesel (um 1720) oder unter Anton Danreiter (um 1730) gestaltlich leicht verändert. Während die Heckentheater wie andere Bühnen meist dem Typ eines Guckkastentheaters folgen, findet sich hier eine sehr eigenständige und dem Wesen nach einzigartige architektonische Anlage, die aber aber auch - ebenso wie das älteste barocke Heckentheater Europas in Herrenhausen-Hannover (erbaut 1787-1783) am - nicht mehr erhaltenen Pariser Tuillerie-Garten orientiert - und dieses weiter entwickelt. Hier findet sich ein dreiteiliger Theateraufbau, der zwischen dem eigentlichen kleinen Zuschauerraum ganz im Süden mit dem mittigen Platz für den Fürsterzbischof ein vielfältig nutzbares Parkett als Mittelteil anschließen lässt. Seitlich besaß der geschwungen angelegte ovale Rand des Parkettes Sitzstufen. In der Regel wurden die Darbietungen in fürsterzbischöflicher Zeit aber stehend verfolgt. Der Orchesterraum dürfte ursprünglich zum Parkett hin nicht abesenkt gewesen sein. Die Musiker saßen vor dem über Stufen erreichbaren erhöhten Bühnenraum. Das Parkett besaß vermutlich eine leichte gleichmäßige Steigung nach Süden hin. | Das Heckentheater wurde vermutlich 1691 und den Folgejahren von Fischer von Erlach angelegt und unter Matthias Diesel (um 1720) oder unter Anton Danreiter (um 1730) gestaltlich leicht verändert. Während die Heckentheater wie andere Bühnen meist dem Typ eines Guckkastentheaters folgen, findet sich hier eine sehr eigenständige und dem Wesen nach einzigartige architektonische Anlage, die aber aber auch - ebenso wie das älteste barocke Heckentheater Europas in Herrenhausen-Hannover (erbaut 1787-1783) am - nicht mehr erhaltenen Pariser Tuillerie-Garten orientiert - und dieses weiter entwickelt. Hier findet sich ein dreiteiliger Theateraufbau, der zwischen dem eigentlichen kleinen Zuschauerraum ganz im Süden mit dem mittigen Platz für den Fürsterzbischof ein vielfältig nutzbares Parkett als Mittelteil anschließen lässt. Seitlich besaß der geschwungen angelegte ovale Rand des Parkettes Sitzstufen. In der Regel wurden die Darbietungen in fürsterzbischöflicher Zeit aber stehend verfolgt. Der Orchesterraum dürfte ursprünglich zum Parkett hin nicht abesenkt gewesen sein. Die Musiker saßen vor dem über Stufen erreichbaren erhöhten Bühnenraum. Das Parkett besaß vermutlich eine leichte gleichmäßige Steigung nach Süden hin. |