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Erst in jüngster Zeit fand der Salzburger Historiker Gerhard Ammerer heraus, dass Wolf Dietrich ein prunkvolles Hofleben führte, die Verwaltung vergrößerte, aber sie zu ökonomisieren versuchte, und als absoluter Herrscher regierte. Er rechercherierte in Besoldungslisten, die auf einen großen Hofstaat schließen lassen, wie er zu dieser Zeit im europäischen Bereich üblich war. Tanz- und Fechtmeister kamen aus Frankreich, Musiker und Sänger aus Italien. Die Livreen der Bediensteten entsprachen der neuesten Mode und wurde von Frankreich beeinflusst. Auch das Hofzeremoniell war streng geregelt. So war etwa festgelegt, wer wohin gehen durfte, wer sitzen durfte und auf welchem Polstermöbel.
 
Erst in jüngster Zeit fand der Salzburger Historiker Gerhard Ammerer heraus, dass Wolf Dietrich ein prunkvolles Hofleben führte, die Verwaltung vergrößerte, aber sie zu ökonomisieren versuchte, und als absoluter Herrscher regierte. Er rechercherierte in Besoldungslisten, die auf einen großen Hofstaat schließen lassen, wie er zu dieser Zeit im europäischen Bereich üblich war. Tanz- und Fechtmeister kamen aus Frankreich, Musiker und Sänger aus Italien. Die Livreen der Bediensteten entsprachen der neuesten Mode und wurde von Frankreich beeinflusst. Auch das Hofzeremoniell war streng geregelt. So war etwa festgelegt, wer wohin gehen durfte, wer sitzen durfte und auf welchem Polstermöbel.
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Er hatte wegen seines herrischen Auftretens viele Konflikte, wurde wegen des [[Salzbergbau]]s in eine bewaffnete Auseinandersetzung mit Bayern ([[Salzkrieg]], [[1611]]) verwickelt. Trotz eines wohl ausgebildeten Heeres verließ den Erzbischof in letzten Minute der Mut und er floh nach Kärnten. Bereits auf Kärntner Boden wurde er von den bayerischen Truppen jedoch gefangen genommen und resignierte am [[7. März]] [[1612]]. Sein Nachfolger, Markus Sittikus von Hohenems, hielt ihn bis zu seinem Tod auf der [[Festung Hohensalzburg|Hohensalzburg]] gefangen. Er hatte sich zu Lebzeiten schon sein eigenes Mausoleum, die ''Gabrielskapelle'' ([[1597]] - [[1603]]) in dem von ihm [[1595]] - [[1600]] errichteten Sebastiansfriedhof gebaut.
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Er hatte wegen seines unnachgiebigen Auftretens viele Konflikte, wurde wegen des [[Salzbergbau]]s in eine bewaffnete Auseinandersetzung mit Bayern ([[Salzkrieg]], [[1611]]) verwickelt. Trotz eines wohl ausgebildeten Heeres verließ den Erzbischof in letzten Minute der Mut und er floh nach Kärnten. Bereits auf Kärntner Boden wurde er von den bayerischen Truppen jedoch gefangen genommen und resignierte am [[7. März]] [[1612]]. Sein Nachfolger, Markus Sittikus von Hohenems, hielt ihn bis zu seinem Tod auf der [[Festung Hohensalzburg|Hohensalzburg]] gefangen. Er hatte sich zu Lebzeiten schon sein eigenes Mausoleum, die ''Gabrielskapelle'' ([[1597]] - [[1603]]) in dem von ihm [[1595]] - [[1600]] errichteten Sebastiansfriedhof gebaut.
    
==Seine Bauwerke==
 
==Seine Bauwerke==
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