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* Hipolit Erle aus Traunstein 1605.<ref>[[Gerhard Walterskirchen|Walterskirchen, Gerhard]]: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Beiträge zu 700 Jahren Orgelbau in der Stadt Salzburg, Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 15.</ref>
 
* Hipolit Erle aus Traunstein 1605.<ref>[[Gerhard Walterskirchen|Walterskirchen, Gerhard]]: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Beiträge zu 700 Jahren Orgelbau in der Stadt Salzburg, Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 15.</ref>
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== Hoforgelmacher ==
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[[Datei:Rochus Egedacher Haus 004.JPG|thumb|Orgelmacherhaus 1753 - 1788]]
 
[[1587]] kam in Salzburg ein Regent an die Macht, der die Stadt Salzburg umgestaltete und das [[Erzstift Salzburg]] neu organisierte: [[Wolf Dietrich von Raitenau]], bis 1612 [[Fürsterzbischof]] von Salzburg. Er beschloss auch die Neuordnung der Dommusik, die am [[1. März]] [[1597]] in Kraft trat.<ref>Hintermaier, Ernst: ''»Es gehe confuse in verrichtung des Gottesdienstes zue, vnnd wolle demnach denn Chorum in ein bessere und richtigere Ordnung bringen.«'' Liturgie-Reform, Kirchenmusik und höfisches Musikleben unter den Erzbischöfen Wolf Dietrich von Raitenau (1587 – 1612) und Markus Sittikus von Hohenems (1612 – 1619). In: ''Salzburger Musikgeschichte''. Vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert, hrsg. von Jürg Stenzl, Ernst Hintermaier, Gerhard Walterskirchen, Salzburg 2005, S. 125</ref>
 
[[1587]] kam in Salzburg ein Regent an die Macht, der die Stadt Salzburg umgestaltete und das [[Erzstift Salzburg]] neu organisierte: [[Wolf Dietrich von Raitenau]], bis 1612 [[Fürsterzbischof]] von Salzburg. Er beschloss auch die Neuordnung der Dommusik, die am [[1. März]] [[1597]] in Kraft trat.<ref>Hintermaier, Ernst: ''»Es gehe confuse in verrichtung des Gottesdienstes zue, vnnd wolle demnach denn Chorum in ein bessere und richtigere Ordnung bringen.«'' Liturgie-Reform, Kirchenmusik und höfisches Musikleben unter den Erzbischöfen Wolf Dietrich von Raitenau (1587 – 1612) und Markus Sittikus von Hohenems (1612 – 1619). In: ''Salzburger Musikgeschichte''. Vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert, hrsg. von Jürg Stenzl, Ernst Hintermaier, Gerhard Walterskirchen, Salzburg 2005, S. 125</ref>
    
Gemäß dieser führte die fürsterzbischöfliche Verwaltung in Salzburg das Amt des Hoforgelmachers ein.
 
Gemäß dieser führte die fürsterzbischöfliche Verwaltung in Salzburg das Amt des Hoforgelmachers ein.
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== Hoforgelmacher ==
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[[Datei:Rochus Egedacher Haus 004.JPG|thumb|Orgelmacherhaus 1753 - 1788]]
   
Im Laufe der Zeit übten acht Hoforgelbauer, ab 1700 auch Landorgelmacher genannt, dieses Amt aus:
 
Im Laufe der Zeit übten acht Hoforgelbauer, ab 1700 auch Landorgelmacher genannt, dieses Amt aus:
 
* [[Leopold Rotenburger]] 1598–1653
 
* [[Leopold Rotenburger]] 1598–1653
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* [[Johann Evangelist Schmidt]] 1785–1804.
 
* [[Johann Evangelist Schmidt]] 1785–1804.
 
Hoforgelmacher gehörten zu den besonders etablierten Orgelbauern, die die Instrumente bei Hof für eine monatliche Entlohnung gestimmt und gewartet halten mussten. Außerdem konnten sie bevorzugt mit Aufträgen zur Errichtung, Vergrößerung oder Reparatur von Orgeln im Stiftsgebiet rechnen.  
 
Hoforgelmacher gehörten zu den besonders etablierten Orgelbauern, die die Instrumente bei Hof für eine monatliche Entlohnung gestimmt und gewartet halten mussten. Außerdem konnten sie bevorzugt mit Aufträgen zur Errichtung, Vergrößerung oder Reparatur von Orgeln im Stiftsgebiet rechnen.  
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== Orgelbauer nach 1804 ==
    
Im Gefolge des Ersten [[Napoleon]]ischen Kriegs und des Friedensvertrags von Lunéville kam es 1803 zur [[Säkularisation]] des Erzstiftes Salzburg. Der damit einhergehende Umbruch in der Verwaltung führte zu einer neuen Gewerbeordnung. Diese betraf auch das Handwerk der Orgelbauer, für die das Gewerbe des ''Bürgerlichen Orgelmacher''s geschaffen wurde, das Amt des ''Hoforgelmacher''s war mit dem Tode Johann Ev. Schmidts 1804 erloschen. ''Joseph Konradt'' (* um [[1773]] in Würzburg; † [[9. September]] [[1838]] in [[Salzburg]]) war der erste bürgerliche Orgelmacher in Salzburg.<ref>Walterskirchen, Gerhard: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Beiträge zu 700 Jahren Orgelbau in der Stadt Salzburg, Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 14.</ref>
 
Im Gefolge des Ersten [[Napoleon]]ischen Kriegs und des Friedensvertrags von Lunéville kam es 1803 zur [[Säkularisation]] des Erzstiftes Salzburg. Der damit einhergehende Umbruch in der Verwaltung führte zu einer neuen Gewerbeordnung. Diese betraf auch das Handwerk der Orgelbauer, für die das Gewerbe des ''Bürgerlichen Orgelmacher''s geschaffen wurde, das Amt des ''Hoforgelmacher''s war mit dem Tode Johann Ev. Schmidts 1804 erloschen. ''Joseph Konradt'' (* um [[1773]] in Würzburg; † [[9. September]] [[1838]] in [[Salzburg]]) war der erste bürgerliche Orgelmacher in Salzburg.<ref>Walterskirchen, Gerhard: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Beiträge zu 700 Jahren Orgelbau in der Stadt Salzburg, Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 14.</ref>
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== Orgelbauer nach 1804 ==
   
Neben „auswärtigen“ Orgelbauern, die in Stadt und Land Salzburg Aufträge erhielten, hatte eine ganze Reihe, zumindest zeitweise, eine Orgelbau-Werkstätte in Salzburg. Im Gewerbeschematismus von [[1866]] sind in Salzburg sechs Orgelbauer eingetragen, nämlich ''Georg Barfuß'' (im [[Fünfhaus]]), ''Johann Dummel'' ([[Badergässchen|Badergäßchen]] 340), ''Heinrich Katholnigg'', ''Johann Mauracher'' (''Lehen 2''), ''Mathias Mauracher'' (''Stein 42'') und ''Ludwig Moser'' ([[Froschheim]] 12 = [[Villa Haimerle]]).<ref>''Handels- und Gewerbe-Schematismus für das Herzogthum Salzburg'', Salzburg: Verlag Ludwig Taube 1866, S. 23.</ref> Eine der bekanntesten Orgelbau-Dynastien sind die [[Mauracher]]s, eine [[Zillertal]]er Orgelbauerfamilie, die vom Ende des [[18. Jahrhundert]]s bis in die Mitte des [[20. Jahrhundert]]s durch viele Generationen in allen Ländern Österreichs wirkte. 1861 verlegten zwei Maurachers ihre Werkstätten nach Salzburg, nämlich [[Johann Nepomuk Carl Mauracher|Nepomuk]] und  [[Matthäus Mauracher I.|Mattäus I.]].<br/>Nach 1804 sind folgende Werkstätten in Salzburg vertreten:
 
Neben „auswärtigen“ Orgelbauern, die in Stadt und Land Salzburg Aufträge erhielten, hatte eine ganze Reihe, zumindest zeitweise, eine Orgelbau-Werkstätte in Salzburg. Im Gewerbeschematismus von [[1866]] sind in Salzburg sechs Orgelbauer eingetragen, nämlich ''Georg Barfuß'' (im [[Fünfhaus]]), ''Johann Dummel'' ([[Badergässchen|Badergäßchen]] 340), ''Heinrich Katholnigg'', ''Johann Mauracher'' (''Lehen 2''), ''Mathias Mauracher'' (''Stein 42'') und ''Ludwig Moser'' ([[Froschheim]] 12 = [[Villa Haimerle]]).<ref>''Handels- und Gewerbe-Schematismus für das Herzogthum Salzburg'', Salzburg: Verlag Ludwig Taube 1866, S. 23.</ref> Eine der bekanntesten Orgelbau-Dynastien sind die [[Mauracher]]s, eine [[Zillertal]]er Orgelbauerfamilie, die vom Ende des [[18. Jahrhundert]]s bis in die Mitte des [[20. Jahrhundert]]s durch viele Generationen in allen Ländern Österreichs wirkte. 1861 verlegten zwei Maurachers ihre Werkstätten nach Salzburg, nämlich [[Johann Nepomuk Carl Mauracher|Nepomuk]] und  [[Matthäus Mauracher I.|Mattäus I.]].<br/>Nach 1804 sind folgende Werkstätten in Salzburg vertreten: