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| | Maxglan war im frühen Mittelalter ein Bauerndorf, das sich um die Kirche St. Maximilian herum entwickelte. Ein hier gefundener und in der Südwand eingebauter Radlstein, Teil eines verloren gegangenen antik-römischen Reliefs belegt die alte Geschichte. Im nächsten Nahbereich finden sich aber auch bronzezeitliche und eisenzeitliche Funde. | | Maxglan war im frühen Mittelalter ein Bauerndorf, das sich um die Kirche St. Maximilian herum entwickelte. Ein hier gefundener und in der Südwand eingebauter Radlstein, Teil eines verloren gegangenen antik-römischen Reliefs belegt die alte Geschichte. Im nächsten Nahbereich finden sich aber auch bronzezeitliche und eisenzeitliche Funde. |
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| − | * '''Dr.-Franz-Rehrl-Siedlung''' Diese Siedlung ist nach dem Salzburger Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl benannt. Diese Siedlung wurde mit in den Jahren um 1935 errichtet. Benannt sind die Straßen nach Orte im heute bayrischen Rupertigau, die bis 1803 in Salzburger Besitz waren (Mühldorf, Ampfing bei Mühldorf). Die Chiemgaustraße erinnert an die früheren Salzburger Besitzungen in diesem Bezirk. Sie ist gemeinsam mit der Ullreich-Siedlung (Sam), der Dollfuß-Siedlung (Kendlersiedlung) und der Neustädter-Stürmer-Siedlung (Gneis-Moos) eines der damals größeren Wohnbauprojekte.
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| | === Burgfried === | | === Burgfried === |
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| | Neumaxglan ist ein Stadtteil, der wesentlich noch in der Gemeinde Maxglan zu Zeiten der Monarchie zwischen 1860 und 1914 entstand. Er liegt zwischen Maxglaner Mühlbach und dem Müllner Arm des Almkanales. Hier liegen die Sonderschule und die Hauptschule von Maxglan. Auch die große Stieglbrauerei siedelte sich hier 1863 an. Vor 1850 bestand hier neben dem an der Glan gelegenen Rochusmeierhof nur ein Bauerngehöft, das Zillnergut. Der Zeit gemäß wurde diese Verbauung plangemäß und rasterartig als weitgehend dreigeschossiger Einzelhausbau vorgenommen. Durch den Aufschwung Neumaxglans stieg die Maxglaner Bevölkerungszahl rasch an. Das aufstrebende Neumaxglan und das behäbige Altmaxglan war lange gegensätzlich. | | Neumaxglan ist ein Stadtteil, der wesentlich noch in der Gemeinde Maxglan zu Zeiten der Monarchie zwischen 1860 und 1914 entstand. Er liegt zwischen Maxglaner Mühlbach und dem Müllner Arm des Almkanales. Hier liegen die Sonderschule und die Hauptschule von Maxglan. Auch die große Stieglbrauerei siedelte sich hier 1863 an. Vor 1850 bestand hier neben dem an der Glan gelegenen Rochusmeierhof nur ein Bauerngehöft, das Zillnergut. Der Zeit gemäß wurde diese Verbauung plangemäß und rasterartig als weitgehend dreigeschossiger Einzelhausbau vorgenommen. Durch den Aufschwung Neumaxglans stieg die Maxglaner Bevölkerungszahl rasch an. Das aufstrebende Neumaxglan und das behäbige Altmaxglan war lange gegensätzlich. |
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| − | * '''Aiglhofsiedlung''' Die Aiglhofsiedlung entstand am Rand zum Stadtteil Mülln auf den wesentlich zu Maxglan gehörigen Aiglhoffeldern. Der Name leitet sich von dem sich bereits in Mülln befindlichen Aiglhof - auch Lindhof genannt - ab. Westlich des Aiglhofes beginnt der Stadtteil Lehen, nördlich liegt Mülln, östlich der Stadtteil Riedenburg. Innerhalb Maxglans grenzt das Gebiet an Burgfried und Neumaxglan.
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| − | Die Verbauung der Aiglhoffelder wurde bereits 1927 in der damals noch eigenständigen Gemeinde Maxglan konkret geplant. Die Straßen im Aiglhof wurden großteils nach verdienten Generälen und Admirälen der Österreichischen Monarchie, wie z.B. Franz Conrad von Hötzendorf, Wilhelm von Tegetthoff, Eduard von Böhm-Ermolli und Viktor Graf Dankl von Krasnik benannt.
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| | === Maxglan-Riedenburg === | | === Maxglan-Riedenburg === |
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| | * '''Der Rochushof und die Stieglbrauerei''' | | * '''Der Rochushof und die Stieglbrauerei''' |
| | Der Brauereibetrieb war ursprünglich dort, wo derzeit noch das Gesundheitsamt der Stadt Salzburg untergebracht ist. Der Gasthof und die Brauerei lagen zuerst damit an der dortigen Stieglgasse, die ihrerseits an eine frühere Stiege zum dortigen Almkanal erinnert. Die Brauerei ist 1482 erstmals urkundlich erwähnt. 1863 übersiedelte diese Stiegelbrauerei nach Maxglan-Riedenburg. Der Name des landwirtschaftlichen Betriebes der Stieglbrauerei, der Rochushof, erinnert an den Pestpatron, den Heiligen Rochus und das dortige Pesthaus (Lazareth zum Heiligen Rochus) samt Pestfriedhof, das Fürsterzbischof Paris Lodron 1636 hier errichten ließ. Sigismund Graf Schrattenbach baute das nicht mehr benötigte Pestspital zu einem Arbeitshaus um, von dem der lateinische Spruch "Abstine aut autine" "Meide (die Straftat) oder leide (die Folgen)" über dem dortigen Portal angebracht heute noch berichtet. | | Der Brauereibetrieb war ursprünglich dort, wo derzeit noch das Gesundheitsamt der Stadt Salzburg untergebracht ist. Der Gasthof und die Brauerei lagen zuerst damit an der dortigen Stieglgasse, die ihrerseits an eine frühere Stiege zum dortigen Almkanal erinnert. Die Brauerei ist 1482 erstmals urkundlich erwähnt. 1863 übersiedelte diese Stiegelbrauerei nach Maxglan-Riedenburg. Der Name des landwirtschaftlichen Betriebes der Stieglbrauerei, der Rochushof, erinnert an den Pestpatron, den Heiligen Rochus und das dortige Pesthaus (Lazareth zum Heiligen Rochus) samt Pestfriedhof, das Fürsterzbischof Paris Lodron 1636 hier errichten ließ. Sigismund Graf Schrattenbach baute das nicht mehr benötigte Pestspital zu einem Arbeitshaus um, von dem der lateinische Spruch "Abstine aut autine" "Meide (die Straftat) oder leide (die Folgen)" über dem dortigen Portal angebracht heute noch berichtet. |
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| − | * '''Torschauersiedlung'''
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| − | Umgeben von Wiesenresten am Nordrand der Landebahn des Flughafens entwickelte sich der kleine Siedlungsraum wesetlich nach 1953. Der Name Torschauersiedlung erinnert an den ehemals deutsche Ort Torschau in der Mittel-Batschka (Serbien), aus dem etwa 300 vertriebene Volksdeutsche hier 1953 eine neue Heimat fanden.
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| | === Glanhofen === | | === Glanhofen === |