Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
2.508 Bytes hinzugefügt ,  16:46, 15. Jul. 2018
Linkfix, aktualisiert
Zeile 1: Zeile 1: −
[[Datei:Dachstein, Ansicht von der Postalmstraße.jpg|thumb|[[Dachstein]], Ansicht von der [[Postalmstraße]]]]
+
[[Datei:Dachstein, Ansicht von der Postalmstraße.jpg|thumb|Dachsteinmassiv, Ansicht von der [[Postalmstraße]]]]
[[Datei:2012-04-01 307.jpg|thumb|Ausblick vom [[Frauenkopf]] zum [[Dachstein]] (Zoomaufnahme)]]
+
[[Datei:2012-04-01 307.jpg|thumb|Ausblick vom [[Frauenkopf]] zum Dachsteinmassiv (Zoomaufnahme)]]
[[Bild:Dachstein.jpg|thumb|Dachstein mit Gosaugletscher]]
+
[[Bild:Dachstein.jpg|thumb|Dachsteinmassiv mit Gosaugletscher]]
[[Bild:Dachstein_Zwieselalm.jpg|thumb|Die Zwieselalm am nördlichen Ende des [[Gosaukamm]]s in 1 436 [[m ü. A.]] mit Blick auf das Dachsteinmassiv, im winterlichen Kleid. Die Aufnahme stammt von Heli Grünauer aus [[Rußbach am Paß Gschütt]]]]  
+
[[Bild:Dachstein_Zwieselalm.jpg|thumb|Die [[Zwieselalm]] am nördlichen Ende des [[Gosaukamm]]s in 1 436 [[m ü. A.]] mit Blick auf das Dachsteinmassiv, im winterlichen Kleid.]]  
[[Datei:RIMG0001 Kopie.jpg|thumb|Dachstein und [[Bischofsmütze]] mit umgebenden Bergen vom [[Trattberg]] aus fotografiert]]  
+
[[Datei:RIMG0001 Kopie.jpg|thumb|Dachsteinmassiv und [[Bischofsmütze]] mit umgebenden Bergen vom [[Trattberg]] aus fotografiert]]  
[[Datei:Dachsteinblick von der Ettenbergstraße in Markt  Schellenberg.jpg|thumb|Blick zum [[Dachstein]] von der Ettenbergstraße in [[Marktschellenberg]]]]
+
[[Datei:Dachsteinblick von der Ettenbergstraße in Markt  Schellenberg.jpg|thumb|Blick zum Dachsteinmassiv von der Ettenbergstraße in [[Marktschellenberg]] im [[Berchtesgadener Land]]]]
 
[[Datei:Dachstein blick vom Loser 100.jpg|thumb|Dachsteinansicht vom Loser]]
 
[[Datei:Dachstein blick vom Loser 100.jpg|thumb|Dachsteinansicht vom Loser]]
 
[[Datei:Dachsteinpano von der Planai aus.JPG|thumb|das Dachsteinmassiv, südliche Ansicht von der Planai in Schladming aus]]  
 
[[Datei:Dachsteinpano von der Planai aus.JPG|thumb|das Dachsteinmassiv, südliche Ansicht von der Planai in Schladming aus]]  
[[Datei:Roßbrand 180° Gipfel-Nordpanorama.JPG|thumb|[[Roßbrand]] 180° Gipfel-Nordpanorama in Richtung [[Bischofsmütze]] und [[Dachsteinmassiv]]]]
+
[[Datei:Roßbrand 180° Gipfel-Nordpanorama.JPG|thumb|[[Roßbrand]] 180° Gipfel-Nordpanorama in Richtung [[Bischofsmütze]] und Dachsteinmassiv]]
 
+
Das '''Dachsteinmassiv''' gilt als eine der berühmtesten und am besten erforschten Gebirgsstock des gesamten [[Alpen]]raumes. Es ist der westlichste Teil des <span style="color:green">Dachsteingebirges</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Dachsteingebirge]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref>.
Das '''Dachsteinmassiv''' gilt als eine der berühmtesten und am besten erforschten Gebirgsgruppen des gesamten [[Alpen]]raumes. Es ist Teil des Dachsteingebirges.
      
==Allgemeines==
 
==Allgemeines==
Als mächtiger Grenzwall stellt das Dachsteinmassiv gleichsam die Verbindungslinie zwischen den Bundesländern [[Bundesland Salzburg|Salzburg]], [[Oberösterreich]] und [[Steiermark]] dar. Vom gesamten Dachsteinmassiv entfällt jedoch nur ein kleiner Teil auf das Bundesland Salzburg. Der weitaus größere Teil befindet sich auf [[Oberösterreich|oberösterreichischem]] bzw. [[Steiermark|steirischem]] Territorium. Der höchste Berg dieses Massivs ist der [[Hoher Dachstein|Hohe Dachstein]] mit 2&nbsp;995 [[m ü. A.]], der sich genau auf der Grenze Oberösterreichs - Steiermark befindet und somit auch gleich der höchste Berg beider Bundesländer ist.
+
Als mächtiger Grenzwall stellt das Dachsteinmassiv gleichsam die Verbindung zwischen den Bundesländern [[Bundesland Salzburg|Salzburg]], [[Oberösterreich]] und [[Steiermark]] dar. Vom Dachsteinmassiv entfällt jedoch nur ein kleiner Teil auf das Bundesland Salzburg. Der weitaus größere Teil befindet sich auf [[oberösterreich]]ischem und ein weiterer Teil auf [[Steiermark|steirischem]] Territorium. Der Gipfel des höchsten Berges dieses Massivs ist der [[Hoher Dachstein|Hohe Dachstein]] mit 2&nbsp;995 [[m ü. A.]], der sich nach neuesten Vermessungen knapp an der Grenze Oberösterreichs - Steiermark auf oberösterreichischem Gebiet.<ref>Abfrage [[Österreichische Karte]] (AMAp)</ref>
    
== Charakteristik und Geographie ==
 
== Charakteristik und Geographie ==
Geographisch wird das mächtige Massiv des Dachstein noch dem [[Salzkammergut]] zugerechnet. Seine Ausdehnung ist eine durchaus beträchtliche und reicht im Westen vom [[Fritztal]] bis weit östlich in das Tal der oberen [[Enns]] hinein, welche den Gebirgsstock im Süden und Südosten umgrenzt. Im nordöstlichen Teil schließt sich das Ausseer Land und im Norden die Hallstätter Gegend an. Beide Regionen umfassen eine Anzahl von Alpenseen, worunter die im Nordwesten des Gebietes gelegenen [[Gosauseen]] sowie der [[Hallstätter See]] am Nordabfall des Gebirges nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen Postkartenmotive die bekanntesten sind. Die Dachsteingruppe besitzt im ''Hohen Dachstein'' den zweithöchsten Gipfel der [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] und bildet ein riesiges Plateau, das mehrere [[Gletscher]] trägt. Das Gebirge erreicht im berühmten „Dreigestirn“ Torstein]] (2&nbsp;948 m ü. A.), Mitterspitz]] (2&nbsp;925 m ü. A.) und ''Hoher Dachstein'' (2&nbsp;995 m ü. A.) seine Kulminationspunkte. Weiter östlich davon türmt sich der Großer Koppenkarstein|enns:Große Koppenkarstein]] (2&nbsp;863 m ü. A.) noch einmal zu einem isolierten Kulminationspunkt empor. Weitere bekannte Gipfel der Dachsteingruppe sind der Hoher Gjaidstein|enns:Hohe Gjaidstein]] (2&nbsp;794 m ü. A.) und das Hohes Kreuz|enns:Hohes Kreuz]] (2&nbsp;837 m ü. A.), welche mit ihren Gratausläufern die Gletschermulden voneinander trennen. Im westlichen Teil läuft das Gebirge im wild zerklüfteten [[Gosaukamm]] mit der [[Bischofsmütze|Großen Bischofsmütze]] (2&nbsp;459 m ü. A.) aus. Der östliche Teil bildet ein ausgedehntes Karstplateau mit dem passenden Namen Auf dem Stein]].
+
Geografisch wird der mächtige Stock des Dachstein noch dem [[Salzkammergut]] zugerechnet. Seine Ausdehnung ist eine durchaus beträchtliche und reicht im Westen vom [[Fritztal]] bis weit östlich in das Tal der oberen [[Enns]] hinein, welche den Gebirgsstock im Süden und Südosten umgrenzt. Im nordöstlichen Teil schließt sich das <span style="color:green">Ausseerland</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Ausseerland]]</ref> und im Norden die [[Hallstatt|Hallstätter]] Gegend an. Beide Regionen umfassen eine Anzahl von Alpenseen, worunter die im Nordwesten des Gebietes gelegenen [[Gosauseen]] sowie der [[Hallstätter See]] am Nordabfall des Gebirges nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen Postkartenmotive die bekanntesten sind. Das Dachsteinmassiv besitzt im ''Hohen Dachstein'' den zweithöchsten Gipfel der [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] und bildet ein riesiges Plateau, das mehrere [[Gletscher]] trägt. Der Gebirgsstock erreicht im berühmten „Dreigestirn“ <span style="color:green">Torstein</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Torstein]]</ref> (2&nbsp;948 m ü. A.), <span style="color:green">Mitterspitz</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Mitterspitz]]</ref> (2&nbsp;925 m ü. A.) und ''Hoher Dachstein'' (2&nbsp;995 m ü. A.) seine Kulminationspunkte. Weiter östlich davon türmt sich der <span style="color:green">Großer Koppenkarstein</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Große Koppenkarstein]]</ref> (2&nbsp;863 m ü. A.) noch einmal zu einem isolierten Kulminationspunkt empor. Weitere bekannte Gipfel des Dachsteinmassivs sind der <span style="color:green">Hoher Gjaidstein</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Hohe Gjaidstein]]</ref> (2&nbsp;794 m ü. A.) und das <span style="color:green">Hohe Kreuz</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Hohes Kreuz]]</ref>  (2&nbsp;837 m ü. A.), welche mit ihren Gratausläufern die Gletschermulden voneinander trennen. Im westlichen Teil läuft das Gebirge im wild zerklüfteten [[Gosaukamm]] mit der [[Bischofsmütze|Großen Bischofsmütze]] (2&nbsp;459 m ü. A.) aus. Der östliche Teil bildet ein ausgedehntes Karstplateau mit dem passenden Namen <span style="color:green">Auf dem Stein</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Auf dem Stein]]</ref>.
    
== Geognosie ==
 
== Geognosie ==
Das Dachsteingebirge besteht zur Gänze aus Karbonatgesteinen und führt seine Genese auf das Erdmittelalter zurück (vgl. [[Hagengebirge]]). Die charakteristische Kalkart des Dachsteingebirges wirkte namengebend auf die gesamte Region der [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] ([[Dachsteinkalk]]). Die äußeren Schichten des Dachsteinkalkes, die namentlich in den steil abfallenden Wandpartien zutage treten, bezeichnen wir als ''Dachsteinriffkalk'', während der Kern des Gebirges aus härterem Gesteinsmaterial, dem so genannten [[Dolomit|Ramsaudolomit]], besteht. Der Grad der Verkarstung erreicht im Dachsteinmassiv seine wohl größte Ausprägung.
+
Das Dachsteinmassiv besteht zur Gänze aus Karbonatgesteinen und führt seine Genese auf das Erdmittelalter zurück (vgl. [[Hagengebirge]]). Die charakteristische Kalkart des Dachsteingmassivs wirkte namengebend auf die gesamte Region der [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] ([[Dachsteinkalk]]). Die äußeren Schichten des Dachsteinkalkes, die namentlich in den steil abfallenden Wandpartien zutage treten, bezeichnen wir als ''Dachsteinriffkalk'', während der Kern des Gebirges aus härterem Gesteinsmaterial, dem so genannten [[Dolomit|Ramsaudolomit]], besteht. Der Grad der Verkarstung erreicht im Dachsteinmassiv seine wohl größte Ausprägung.
    
===Gletscher===
 
===Gletscher===
In der Dachsteingruppe befinden sich die bei weitem größten Gletscher der Nördlichen Kalkalpen, die Dachsteingletscher]]. Die äußere Morphologie des Gebirges zusammen mit seiner geographischen Lage als Wetterscheide, die häufige Niederschläge begünstigt, sind als die Hauptursachen zu nennen, weshalb sich hier im Gegensatze zu anderen Regionen der Nördlichen Kalkalpen ausgedehntere Gletschergebiete zu bilden und zu erhalten vermochten.  
+
In der Dachsteingruppe befinden sich die bei weitem größten Gletscher der Nördlichen Kalkalpen, die <span style="color:green">Dachsteingletscher</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Dachsteingletscher]]</ref>. Die äußere Morphologie des Gebirges zusammen mit seiner geografischen Lage als Wetterscheide, die häufige Niederschläge begünstigt, sind als die Hauptursachen zu nennen, weshalb sich hier im Gegensatze zu anderen Regionen der Nördlichen Kalkalpen ausgedehntere Gletschergebiete zu bilden und zu erhalten vermochten.  
    
Die größten Gletscher des Dachsteines sind der Reihe nach:  
 
Die größten Gletscher des Dachsteines sind der Reihe nach:  
* Der, der mit einer Fläche von über drei Quadratkilometer zugleich auch der größte Gletscher der Nördlichen Kalkalpen ist. Seine Mächtigkeit ist mit etwa 90 Metern im zentralen Teil noch durchaus beachtlich.
+
* Der <span style="color:green">Hallstätter Gletscher</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Hallstätter Gletscher]]</ref>, der mit einer Fläche von über drei Quadratkilometer zugleich auch der größte Gletscher der Nördlichen Kalkalpen ist. Seine Mächtigkeit ist mit etwa 90 Metern im zentralen Teil noch durchaus beachtlich.
* Der Großer Gosaugletscher|enns:Große Gosaugletscher]] mit einer Fläche von 1,2 km² und einer Mächtigkeit von etwa 80 Meter im zentralen Teil  
+
* Der <span style="color:green">Große Gosaugletscher</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Großer Gosaugletscher]]</ref> mit einer Fläche von 1,2 km² und einer Mächtigkeit von etwa 80 Meter im zentralen Teil  
* Der Schladminger Gletscher (95 ha) sowie der kleinere ''Schneelochgletscher'' (22 ha), der deutlich niedriger im Schatten der Wände des ''Hohen Kreuzes'' gelegen ist und hauptsächlich von Lawinen ernährt wird.  
+
* Der <span style="color:green">Schladminger Gletscher</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Schladminger Gletscher]]</ref> (95 ha) sowie der kleinere <span style="color:green">Schneelochgletscher</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Schneelochgletscher]]</ref> (22 ha), der deutlich niedriger im Schatten der Wände des ''Hohen Kreuzes'' gelegen ist und hauptsächlich von [[Lawine]]n ernährt wird.
 +
 
 +
Darüber hinaus existieren am Dachstein noch kleinere Eisfelder, die allerdings die Bezeichnung „Gletscher“ kaum verdienen; so etwa der ''Kleine Gosaugletscher'', der <span style="color:green">Nördliche Torsteingletscher</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Nördlicher Torsteingletscher]]</ref> und <span style="color:green">Südliche Torsteingletscher</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Südlicher Torsteingletscher]]</ref> und der einzige Gletscher  auf steirischem Gebiet, der kleine <span style="color:green">Edelgrießgletscher</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Edelgrießgletscher]]</ref>, wobei der Erstgenannte sowohl aufgrund seiner Größe wie durch seine äußere Gliederung in Nährgebiet, mit Spaltenbildung im mittleren Bereich und kleiner Zunge im Ablationsbereich noch am ehesten die Kriterien eines wahren Gletschers erfüllt.  
   −
Darüber hinaus existieren am Dachstein noch kleinere Eisfelder, die allerdings die Bezeichnung „Gletscher“ kaum verdienen; so etwa der ''Kleine Gosaugletscher'', der ''Nördliche'' und ''Südliche Torsteingletscher'' und der einzige „Gletscher“ auf steirischem Gebiet, der kleine ''Edelgrießgletscher'', wobei der Erstgenannte sowohl aufgrund seiner Größe wie durch seine äußere Gliederung in Nährgebiet, mit Spaltenbildung im mittleren Bereich und kleiner Zunge im Ablationsbereich noch am ehesten die Kriterien eines wahren Gletschers erfüllt. Der Hallstädter Gletscher wird zuweilen auch als ''Karls Eisfeld'' bezeichnet; er verdankt dieses Cognomen einem Besuch des abenteuerlustigen Erzherzogs Karl von Österreich, der im Jahre [[1812]] bis zum damals noch weit hinabreichenden Gletscherrand vordrang.
+
Der Hallstätter Gletscher wird zuweilen auch als ''Karls Eisfeld'' bezeichnet; er verdankt diesen Beinamen einem Besuch des abenteuerlustigen Erzherzogs Karl von Österreich, der im Jahre [[1812]] bis zum damals noch weit hinabreichenden Gletscherrand vordrang.
    
===Höhlen===
 
===Höhlen===
Neben den Gletschern verdienen noch die zahlreichen Höhlen des Dachsteingebirges näherer Erwähnung, deren berühmteste die ''Mammuthöhle'' und die ''Rieseneishöhle'' nahe dem ''Krippenstein'' sind.
+
Neben den Gletschern verdienen noch die zahlreichen Höhlen des Dachsteingebirges, nördlich des Dachsteinmassivs, Erwähnung, deren berühmteste die ''Mammuthöhle'' und die ''Rieseneishöhle'' nahe dem ''Krippenstein'' sind.
    
== Tier- und Pflanzenwelt ==
 
== Tier- und Pflanzenwelt ==
Zeile 41: Zeile 42:  
Wir wissen heute, dass es bereits während der [[Bronzezeit]] temporäre Siedlungen auf der Hochfläche des Dachsteinsgebirges gab. Jene Form der Almwirtschaft, wie wir sie heute kennen, entstand allerdings erst während des [[12. Jahrhundert|12.]] und [[13. Jahrhundert]]s. Die darauf folgende Klimaverschlechterung, die unter Wissenschaftlern als ''Kleine Eiszeit'' oder ''Neoglazial'' bekannt ist und etwa bis [[1850]] andauerte, führte zu einem Rückgang der Almwirtschaft sowie zu einem signifikanten Vorstoß der Gletscher. In jene Zeit um die Mitte des [[19. Jahrhundert]]s fallen auch die Anfänge des modernen [[Alpinismus]] und die damit verbundene Erschließertätigkeit in den Alpen.  
 
Wir wissen heute, dass es bereits während der [[Bronzezeit]] temporäre Siedlungen auf der Hochfläche des Dachsteinsgebirges gab. Jene Form der Almwirtschaft, wie wir sie heute kennen, entstand allerdings erst während des [[12. Jahrhundert|12.]] und [[13. Jahrhundert]]s. Die darauf folgende Klimaverschlechterung, die unter Wissenschaftlern als ''Kleine Eiszeit'' oder ''Neoglazial'' bekannt ist und etwa bis [[1850]] andauerte, führte zu einem Rückgang der Almwirtschaft sowie zu einem signifikanten Vorstoß der Gletscher. In jene Zeit um die Mitte des [[19. Jahrhundert]]s fallen auch die Anfänge des modernen [[Alpinismus]] und die damit verbundene Erschließertätigkeit in den Alpen.  
   −
Lange Zeit glaubte man, die Erstbesteigung des ''Hohen Dachsteins'' sei [[1835]] durch den Alpinisten und Theologieprofessor [[Peter Karl Thurwieser]] erfolgt. Jüngste Forschungsergebnisse beweisen aber, dass die Erstbesteigung des Hohen Dachsteins]] schon im August [[1819]] durch den Salzburger Waldjäger [[Jakob Buchsteiner]] im Auftrag [[Erzherzog Johann]]s erfolgt war. Die eigentliche Erforschung des Dachsteingebirges ist fast ausschließlich das Verdienst eines einzelnen Mannes: des großen Gelehrten und Naturforschers Friedrich Simony]] (* [[1813]]; † [[1896]]). Dem Dachstein weihte er sein Leben, und Großes hat er im Dienste der Wissenschaft um die Erforschung und Erschließung des Berges geleistet. Wir begegnen seinem Namen auf nahezu allen Wegen der Erschließungsgeschichte, und mit völligem Rechte werden wir durch viele Orte am Dachstein, mit denen sein Name verknüpft ist, an diesen vortrefflichen Mann erinnert.
+
Die Erstbesteigung des ''Hohen Dachsteins'' erfolgte [[1835]] durch den Alpinisten und Theologieprofessor [[Peter Karl Thurwieser]] erfolgt. Jüngste Forschungsergebnisse besagen, dass der danebenliegende, etwas niedrige Torstein schon im August [[1819]] durch den Salzburger Waldjäger [[Jakob Buchsteiner]] im Auftrag Erzherzogs [[Johann von Österreich|Johann]] erfolgt war. Lange Zeit meinte man mit dem Torstein den Hohen Dachstein erklommen zu haben. Die eigentliche Erforschung des Dachsteinmassivs und des Dachsteingebirges ist fast ausschließlich das Verdienst eines einzelnen Mannes: des großen Gelehrten und Naturforschers <span style="color:green">Friedrich Simony</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Friedrich Simony]]</ref>  (* [[1813]]; † [[1896]]). Dem Dachstein weihte er sein Leben, und Großes hat er im Dienste der Wissenschaft um die Erforschung und Erschließung des Berges geleistet. Wir begegnen seinem Namen auf nahezu allen Wegen der Erschließungsgeschichte, und mit völligem Rechte werden wir durch viele Orte rund um das Dachsteinmassiv und -gebirge, mit denen sein Name verknüpft ist, an diesen vortrefflichen Mann erinnert.
   −
Heute hat sich der Dachstein unter den Alpinisten als Wander- und Kletterberg gleichermaßen einen vorzüglichen Ruf erworben. Besonders die berühmt-berüchtigte, 800 Meter hohe Dachstein Südwand]] des Berges gilt unter Kletterern nach wie vor als bedeutende alpinistische Herausforderung.
+
Heute hat sich das Dachsteinmassiv unter den Alpinisten als Wander- und Kletterberg gleichermaßen einen vorzüglichen Ruf erworben. Besonders die berühmt-berüchtigte, 800 Meter hohe <span style="color:green">Dachstein Südwand</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Dachstein Südwand]]</ref> des Berges gilt unter Kletterern nach wie vor als bedeutende alpinistische Herausforderung.
    
== Wege und Unterkünfte ==
 
== Wege und Unterkünfte ==
Im Nahbereich des Dachsteins gibt es ein dichtes Netz von Wanderwegen in allen Schwierigkeitsgraden, welche den zentralen Teil des Gebirges wie ein Lebensnerv durchziehen. Unterkünfte und Hütten aller Art stehen den Besuchern in ausreichender Anzahl zur Verfügung, und die vortrefflichen infrastrukturellen Einrichtungen am Berg gestatten es mittlerweile, die meisten bedeutenden Ziele der Umgebung entweder per Fahrzeug oder Seilbahn zu erreichen. Das Gebiet um den Dachstein darf als ein eigenständiger, in sich geschlossener Lebensraum betrachtet werden und bietet zahlreiche Möglichkeiten für jedermann, der, auf welche Weise auch immer, an der Einmaligkeit dieses Landstriches partizipieren will. Die bekanntesten Hütten der Dachsteinregion sind:
+
Im Nahbereich des Dachsteinsmassivs gibt es ein dichtes Netz von Wanderwegen in allen Schwierigkeitsgraden, welche den zentralen Teil des Gebirges wie ein Lebensnerv durchziehen. Unterkünfte und Hütten aller Art stehen den Besuchern in ausreichender Anzahl zur Verfügung, und die vortrefflichen infrastrukturellen Einrichtungen am Berg gestatten es mittlerweile, die meisten bedeutenden Ziele der Umgebung entweder per Fahrzeug oder Seilbahn zu erreichen. Das Gebiet um den Dachstein darf als ein eigenständiger, in sich geschlossener Lebensraum betrachtet werden und bietet zahlreiche Möglichkeiten für jedermann, der, auf welche Weise auch immer, an der Einmaligkeit dieses Landstriches partizipieren will. Die bekanntesten Hütten der Dachsteinregion sind:
 +
 
 +
* <span style="color:green">Adamekhütte </span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Adamekhütte ]]</ref>
 +
* <span style="color:green">Austriahütte </span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Austriahütte ]]</ref>
 +
* <span style="color:green">Dachstein-Südwand-Hütte</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Dachstein-Südwand-Hütte]]</ref>
 +
* <span style="color:green">Seethalerhütte </span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Seethalerhütte ]]</ref> (Dachsteinwartehütte) 
   −
* Adamekhütte]]
+
Nördlich des Dachsteinmassivs im Dachsteingebirge
* Austriahütte]]
  −
* Dachstein-Südwand-Hütte]]
  −
* Seethalerhütte]] (Dachsteinwartehütte)
  −
* Gablonzer Hütte
  −
* Hofpürglhütte
   
* Krippenstein Schutzhütten
 
* Krippenstein Schutzhütten
* Simonyhütte
+
* <span style="color:green">Dachstein Südwand</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Dachstein Südwand]]</ref>Simonyhütte
 +
 
 +
Im Bereich westlich des Dachsteinmassivs entlang des Gosaumkamms
 +
* <span style="color:green">Gablonzer Hütte</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Gablonzer Hütte]]</ref>
 +
* [[Hofpürglhütte]]
 
{{Ennstalwiki}}
 
{{Ennstalwiki}}
 
== Literatur ==
 
== Literatur ==

Navigationsmenü