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''Die Salzburger Bergbäuerin Maria Etzer, Witwe und bereits Großmutter, wurde 1943 bei der Gestapo denunziert und wegen „verbotenen Umgangs“ mit einem Kriegsgefangenen zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt: „Dieser Franzose war mir als Hilfskraft für meine Landwirtschaft zugeteilt; er war ein fleißiger und williger Arbeiter und so habe ich ihn auch behandelt“, so Maria Etzer.
 
''Die Salzburger Bergbäuerin Maria Etzer, Witwe und bereits Großmutter, wurde 1943 bei der Gestapo denunziert und wegen „verbotenen Umgangs“ mit einem Kriegsgefangenen zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt: „Dieser Franzose war mir als Hilfskraft für meine Landwirtschaft zugeteilt; er war ein fleißiger und williger Arbeiter und so habe ich ihn auch behandelt“, so Maria Etzer.
 
Wer hat sie denunziert? Ein Nachbar oder gar jemand aus der Familie?
 
Wer hat sie denunziert? Ein Nachbar oder gar jemand aus der Familie?
Aus Erinnerungen der Enkelgeneration sowie aus Justiz- und Opferfürsorgeakten wird das Schicksal der Bergbäuerin nachgezeichnet. Das Buch entwirft ein neues Konzept von weiblichem widerstand als „Lebenssorge“ und rückt eine bislang kaum untersuchte Opfergruppe des Nationalsozialismus in den Fokus, deren öffentliche Rehabilitierung noch aussteht.''
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Aus Erinnerungen der Enkelgeneration sowie aus Justiz- und Opferfürsorgeakten wird das Schicksal der Bergbäuerin nachgezeichnet. Das Buch entwirft ein neues Konzept von weiblichem Widerstand als „Lebenssorge“ und rückt eine bislang kaum untersuchte Opfergruppe des Nationalsozialismus in den Fokus, deren öffentliche Rehabilitierung noch aussteht.''
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==Auszug aus einer Rezension in den Salzburger Nachrichten==
 
==Auszug aus einer Rezension in den Salzburger Nachrichten==
 
[[Hedwig Kainberger]], Redakteurin der [[Salzburger Nachrichten]], ist der Ansicht, dass der Inhalt dieses Buch herzergreifend und exzellent recherchiert ist. ''Das himmelschreiende Unrecht, das dieser Goldegger Bäuerin widerfahren ist, als sie in Salzburg im März [[1943]] zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, schildert die Sozialforscherin Maria Prieler-Woldan. Sie bettet ihren Bericht über diese tapfere Salzburgerin in eine umfassende zeithistorische Darstellung des bäuerlichen Lebens der 20er- und 30er-Jahre im Pongau, des Nationalsozialismus in Innergebirg und einer der monströsen Absurditäten des NS-Regimes: des sogenannten verbotenen Umgangs mit einem Kriegsgefangenen.''
 
[[Hedwig Kainberger]], Redakteurin der [[Salzburger Nachrichten]], ist der Ansicht, dass der Inhalt dieses Buch herzergreifend und exzellent recherchiert ist. ''Das himmelschreiende Unrecht, das dieser Goldegger Bäuerin widerfahren ist, als sie in Salzburg im März [[1943]] zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, schildert die Sozialforscherin Maria Prieler-Woldan. Sie bettet ihren Bericht über diese tapfere Salzburgerin in eine umfassende zeithistorische Darstellung des bäuerlichen Lebens der 20er- und 30er-Jahre im Pongau, des Nationalsozialismus in Innergebirg und einer der monströsen Absurditäten des NS-Regimes: des sogenannten verbotenen Umgangs mit einem Kriegsgefangenen.''
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