Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
Zeile 47: Zeile 47:  
Aber schon [[1918]] klärte der Villacher Holzindustrielle [[Albrecht Wirth]] die Verhältnisse für die Zukunft. Er kaufte um knapp € 4.000.-- (Geldwert 2006) 41 km² Ödland um die Pasterze und schenkte sie dem [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein]]  mit der Auflage, ''(...) für ewige Zeiten als Naturschutzgebiet der spekulativen alpinen [[Fremdenverkehr|Fremdenindustrie]] zu entziehen...''.
 
Aber schon [[1918]] klärte der Villacher Holzindustrielle [[Albrecht Wirth]] die Verhältnisse für die Zukunft. Er kaufte um knapp € 4.000.-- (Geldwert 2006) 41 km² Ödland um die Pasterze und schenkte sie dem [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein]]  mit der Auflage, ''(...) für ewige Zeiten als Naturschutzgebiet der spekulativen alpinen [[Fremdenverkehr|Fremdenindustrie]] zu entziehen...''.
   −
[[1919]] wurde ein Teil der Hohen Tauern vom Land Salzburg vorerst als Pflanzenschutzgebiet ausgewiesen. Gleichzeitig übernahm der Salzburger Dr. [[Heinrich Medicus]]  die Präsidentschaft für den österreichischen Anteil des Naturschutzpark-Vereines. Ein erster Entwurf eines ''Naturschutzgebietes Nationalpark Hohe Tauern'' stammt aus dem Jahr [[1939]], nachdem schon Jahre vorher die Errichtung eines Tauernparkes vielfach diskutiert worden war. [[1929]] hatte anderseits der [[Salzburger Landtag]] beschlossen eine Studiengesellschaft zu gründen die das [[Tauernwerk-Projekt]] prüfen sollte, das die Ableitung und energetische Nutzung aller Tauernbäche über insgesamt 1 000 km Hangkanälen vorsah. Zwei Stauwerke sollten im [[Kaprunertal]] entstehen ([[Mooserboden]], [[Orglerboden]]) eine dritte riesige Stufe bei [[St. Johann im Pongau]]. Der Verein Naturschutzpark stellte damals fest, "''dass unser Alpenpark durch das Tauernprojekt vernichtet wird und alle unsere Arbeit umsonst geleistet, das viele Geld vergebens aufgewendet wird.''" Dr. Heinrich Medicus berichtete als damaliger österreichischer Präsident des Vereins Naturschutzparke im Juli 1929 aber auch, dass dieser Plan in der österreichischen Bevölkerung auf massiven Widerstand stößt und nur die [[Arbeiterkammer]] den Plan unterstützt. Zwar waren von den folgenden konkreten Kraftwerksplanungen die Flächen des Vereines noch nicht unmittelbar betroffen, die Unberührtheit des Tales war aber schon mit dem für die Kraftwerksarbeiten erforderlichen Straßenbau durch den dortigen [[Wiegenwald]] verloren.  
+
[[1919]] wurde ein Teil der Hohen Tauern vom Land Salzburg vorerst als Pflanzenschutzgebiet ausgewiesen. Gleichzeitig übernahm der Salzburger Dr. [[Heinrich Medicus]]  die Präsidentschaft für den österreichischen Anteil des Naturschutzpark-Vereines. Ein erster Entwurf eines ''Naturschutzgebietes Nationalpark Hohe Tauern'' stammt aus dem Jahr [[1939]], nachdem schon Jahre vorher die Errichtung eines Tauernparkes vielfach diskutiert worden war. [[1929]] hatte anderseits der [[Salzburger Landtag]] beschlossen eine Studiengesellschaft zu gründen die das [[Tauernwerk-Projekt]] prüfen sollte, das die Ableitung und energetische Nutzung aller Tauernbäche über insgesamt 1 000 km Hangkanälen vorsah. Zwei Stauwerke sollten im [[Kapruner Tal]] entstehen ([[Mooserboden]], [[Orglerboden]]) eine dritte riesige Stufe bei [[St. Johann im Pongau]]. Der Verein Naturschutzpark stellte damals fest, "''dass unser Alpenpark durch das Tauernprojekt vernichtet wird und alle unsere Arbeit umsonst geleistet, das viele Geld vergebens aufgewendet wird.''" Dr. Heinrich Medicus berichtete als damaliger österreichischer Präsident des Vereins Naturschutzparke im Juli 1929 aber auch, dass dieser Plan in der österreichischen Bevölkerung auf massiven Widerstand stößt und nur die [[Arbeiterkammer]] den Plan unterstützt. Zwar waren von den folgenden konkreten Kraftwerksplanungen die Flächen des Vereines noch nicht unmittelbar betroffen, die Unberührtheit des Tales war aber schon mit dem für die Kraftwerksarbeiten erforderlichen Straßenbau durch den dortigen [[Wiegenwald]] verloren.  
    
Als [[1935]] die [[Großglockner Hochalpenstraße]] eröffnet wurde, tauchten Visionen auf: vom [[Wasserfallwinkel]] am Ende des [[Gamsgrubenweg]]es sollte eine Seilbahn auf den [[Fuscherkar-Kopf]] errichtet werden, ''(...) als österreichisches Gegenstück zur Bahn auf das Jungfraujoch (Schweiz)...''. Doch der Grundbesitzer, der Deutsche und Oesterreichische Alpenverein, gewann vor dem Höchstgericht gegen dieses Vorhaben und legte strenge Auflagen für den Bau des Gamsgrubenweges fest.  
 
Als [[1935]] die [[Großglockner Hochalpenstraße]] eröffnet wurde, tauchten Visionen auf: vom [[Wasserfallwinkel]] am Ende des [[Gamsgrubenweg]]es sollte eine Seilbahn auf den [[Fuscherkar-Kopf]] errichtet werden, ''(...) als österreichisches Gegenstück zur Bahn auf das Jungfraujoch (Schweiz)...''. Doch der Grundbesitzer, der Deutsche und Oesterreichische Alpenverein, gewann vor dem Höchstgericht gegen dieses Vorhaben und legte strenge Auflagen für den Bau des Gamsgrubenweges fest.  

Navigationsmenü