| − | Anfang Jänner 2010 erhob ein ehemaliger Schüler des Gymnasiums der Herz-Jesu-Missionare, Pierre P., schwere Anschuldigungen gegen Bormann wegen sexueller Übergriffe. Den Superior P. [[Xaver Aninger]] (damals bereits 80 Jahre alt) ließen diese Anschuldigungen nicht ruhen und er fand aus den Schularchiven heraus, dass Bormann und Pierre P. nie zur selben Zeit an der Herz-Jesu-Missionars-Schule gewesen waren. Aufdecker "profil" schrieb in seinem Artikel<ref>[https://www.profil.at/home/im-namen-vaters-285585 Marianne Enigl: ''Im Namen des Vaters'' in ''Profil'' vom 1.11.2011]</ref> vom Zeitraum Sommer 1959 bis März 1961. Martin Bormann war jedoch gemäß dem Protokoll der Lehrerkonferenz vom [[13. September]] [[1960]] aus dem Lehrkörper ausgeschieden. Schon seit [[9. September]] war Bormann als Aushilfslehrer in Klagenfurt tätig. Erst vier Tage später erscheint ein Eintrag über Pierre P. als Neueintritt in Liefering. Weiters fand Pater Aninger einen Eintrag über Pierre P. ''"...am 29. Juni von der Schule verwiesen..."''. Pierre P. kam in ein Heim für schwer erziehbare Kinder, nach Birkeneck in Hallbergmoos, [[Bayern]], das ebenfalls von den Herz-Jesu-Missionaren geführt wird. | + | Anfang Jänner 2010 warf der ehemalige Gymnasiast Pierre P. Martin Bormann sexuelle Übergriffe vor, denen er als Schüler des Gymnasiums der Herz-Jesu-Missionare ausgesetzt gewesen sei. Superior P. [[Xaver Aninger]], damals bereits 80 Jahre alt, ging diesen Anschuldigungen nach und konnte anhand der Schularchive feststellen, dass Bormann und Pierre P. nie zur selben Zeit an der Herz-Jesu-Missionars-Schule gewesen waren. "profil" hatte in einem Artikel<ref>[https://www.profil.at/home/im-namen-vaters-285585 Marianne Enigl: ''Im Namen des Vaters'' in ''Profil'' vom 1.11.2011]</ref> behauptet, die Übergriffe hätten im Zeitraum Sommer 1959 bis März 1961 stattgefunden. Martin Bormann war jedoch einerseits, gemäß dem Protokoll der Lehrerkonferenz vom [[13. September]] [[1960]], bereits aus dem Lehrkörper ausgeschieden gewesen und unterrichtet seit [[9. September]] als Aushilfslehrer in Klagenfurt. Andererseits wäre, laut Schülerverzeichnis, Pierre P. erst vier Tage nach Bormanns Weggang in die Schule eingetreten. Weiters fand Pater Aninger einen Eintrag zu Pierre P.s Leumund: ''"...am 29. Juni von der Schule verwiesen..."''. Pierre P. war in ein Heim für schwer erziehbare Kinder gekommen, nach Birkeneck in Hallbergmoos, [[Bayern]], das ebenfalls von Herz-Jesu-Missionaren geführt wird. |
| − | Bormanns Ehefrau berichtet, dass sich ihr Mann beim Besuch der "profil"-Redakteure an nichts mehr aus dieser Zeit erinnern konnte, ebenso wenig wie er sich später an den Besuch der Redakteure erinnern konnte. Ihn berühre die Affäre nicht, wohl aber seine Frau, die darunter leidet. | + | Bormanns Ehefrau berichtete später, dass sich ihr Mann beim Besuch der "profil"-Redakteure an nichts mehr aus dieser Zeit hatte erinnern können, ebensowenig wie er sich später an den Besuch der Redakteure erinnern konnte. Bormann selber behauptete, ihn berühre die Affäre nicht, anders als seine Frau, die unter den Vorwürfen litt. |