| − | '''Gastrosophie'''<ref>http://www.gastrosophie.net/</ref> dient aktuell zur Bezeichnung einer zukunftsethischen Bewegung für Genuss und gute Esskultur. Unter dem Motto "Good food for all" beschäftigen sich Befürworter der Gastrosophie mit ganzheitlichen Fragestellungen und Konzepten für die globale und lokale Ernährungswende. | + | '''Gastrosophie'''<ref>http://www.gastrosophie.net/</ref> dient aktuell zur Bezeichnung einer zukunftsethischen Bewegung für Genuss und gute Esskultur. Unter dem Motto "[http://www.gastrosophie.net/ Good food for all]" beschäftigen sich Befürworter der Gastrosophie mit ganzheitlichen Fragestellungen und Konzepten für die globale und lokale Ernährungswende. |
| | In jüngster Zeit ist zu beobachten, dass der Begriff Gastrosophie in unterschiedlichen Kontexten auftaucht und je nachdem auch sehr unterschiedlich verwendet wird. Unabhängig von dieser allgemeinen Bedeutungsvielfalt scheint die Programmatik der Gastrosophie von dem gesellschaftlichen Anliegen bestimmt – analog zur Energiewende und parallel zu den UN-Zielen einer nachhaltigen Entwicklung – eine umfassende Transformation der globalen Ernährungsverhältnisse zu fordern. Der Grundgedanke ist, dass die Art und Weise, wie zurzeit weltweit Nahrung produziert, vermarktet und konsumiert wird, als eine der folgenreichsten Hauptursachen der zivilisatorischen Krise erkannt werden muss. Gleichzeitig existieren Alternativen und Gegenbewegungen in der Zivilgesellschaft, der Politik, der Wirtschaft sowie im Bildungsbereich, der Medizin, der Gastronomie, des Tourismus oder im Bereich von Kunst, Kultur und Wissenschaft, die bereits die transformativen Kräfte eines für alle besseren Essens wahrnehmen. Die international tätige Nichtregierungsorganisation Slow Food wäre als ein Beispiel der zivilgesellschaftlichen Akteure zu nennen. | | In jüngster Zeit ist zu beobachten, dass der Begriff Gastrosophie in unterschiedlichen Kontexten auftaucht und je nachdem auch sehr unterschiedlich verwendet wird. Unabhängig von dieser allgemeinen Bedeutungsvielfalt scheint die Programmatik der Gastrosophie von dem gesellschaftlichen Anliegen bestimmt – analog zur Energiewende und parallel zu den UN-Zielen einer nachhaltigen Entwicklung – eine umfassende Transformation der globalen Ernährungsverhältnisse zu fordern. Der Grundgedanke ist, dass die Art und Weise, wie zurzeit weltweit Nahrung produziert, vermarktet und konsumiert wird, als eine der folgenreichsten Hauptursachen der zivilisatorischen Krise erkannt werden muss. Gleichzeitig existieren Alternativen und Gegenbewegungen in der Zivilgesellschaft, der Politik, der Wirtschaft sowie im Bildungsbereich, der Medizin, der Gastronomie, des Tourismus oder im Bereich von Kunst, Kultur und Wissenschaft, die bereits die transformativen Kräfte eines für alle besseren Essens wahrnehmen. Die international tätige Nichtregierungsorganisation Slow Food wäre als ein Beispiel der zivilgesellschaftlichen Akteure zu nennen. |