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'''Ignatz Anton von Weiser''' (* [[1. März]] [[1701]] in [[Salzburg]]; † [[26. Dezember]] [[1785]] ebenda) war einer der wichtigsten Mundartdichter des [[18. Jahrhundert]]s sowie [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] der erzbischöflichen Stadt [[Salzburg]].
 
'''Ignatz Anton von Weiser''' (* [[1. März]] [[1701]] in [[Salzburg]]; † [[26. Dezember]] [[1785]] ebenda) war einer der wichtigsten Mundartdichter des [[18. Jahrhundert]]s sowie [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] der erzbischöflichen Stadt [[Salzburg]].
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==Verbindung zu Mozart==
 
Als Librettist lieferte er außerdem die literarische Vorlage zu [[Wolfgang Amadeus Mozart]]s erstem Auftragswerk ''"Die Schuldigkeit des Ersten Gebots"'' und war persönlich mit der Familie, besonders mit dem Vater [[Leopold Mozart]] befreundet. Seine Enkelin war die bekannte Prager Pianistin und Sängerin [[Josepha Duschek]], in deren Villa "Bertramka" W. A. Mozart [[1787]] die Oper ''Don Giovanni'' vollendete.
 
Als Librettist lieferte er außerdem die literarische Vorlage zu [[Wolfgang Amadeus Mozart]]s erstem Auftragswerk ''"Die Schuldigkeit des Ersten Gebots"'' und war persönlich mit der Familie, besonders mit dem Vater [[Leopold Mozart]] befreundet. Seine Enkelin war die bekannte Prager Pianistin und Sängerin [[Josepha Duschek]], in deren Villa "Bertramka" W. A. Mozart [[1787]] die Oper ''Don Giovanni'' vollendete.
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Ignaz Anton Weiser stammte aus einer wohlhabenden salzburgisch-bayrischen Kaufmannsfamilie und wurde 1747 von Fürsterzbischof [[Jakob Ernst von Liechtenstein]] mit dem Prädikat "von Weißer" in den Adelsstand erhoben. Bereits seit [[1749]] Mitglied des Stadtrats bekleidete er als Nachfolger von Sigmund Haffner d. Ä. von [[1772]] bis [[1775]] das Amt des Salzburger Bürgermeisters.
 
Ignaz Anton Weiser stammte aus einer wohlhabenden salzburgisch-bayrischen Kaufmannsfamilie und wurde 1747 von Fürsterzbischof [[Jakob Ernst von Liechtenstein]] mit dem Prädikat "von Weißer" in den Adelsstand erhoben. Bereits seit [[1749]] Mitglied des Stadtrats bekleidete er als Nachfolger von Sigmund Haffner d. Ä. von [[1772]] bis [[1775]] das Amt des Salzburger Bürgermeisters.
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In dieser Funktion oblag ihm im Jahre seines Amtsantrittes die Begrüßung des im März 1772 neu gewählten Fürsterzbischofs  [[Hieronymus Graf Colloredo]], der am 29. April des selben Jahres von [[Schloss Freisaal|Freysaal]] kommend seinen öffentlichen Einzug in Salzburg hielt. Bürgermeister von Weiser erwartete den neuen Landesherrn mitsamt dem Magistrat am Kajetaner-Tor und überreichte diesem nach alter Sitte die Torschlüssel der Stadt.
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In dieser Funktion oblag ihm im Jahre seines Amtsantrittes die Begrüßung des im März 1772 neu gewählten Fürsterzbischofs  [[Hieronymus Graf Colloredo]], der am 29. April des selben Jahres von [[Schloss Freisaal|Freysaal]] kommend seinen öffentlichen Einzug in Salzburg hielt. Bürgermeister von Weiser erwartete den neuen Landesherrn mitsamt dem Magistrat am [[Kajetaneror]] und überreichte diesem nach alter Sitte die Torschlüssel der Stadt.
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Während der darauf folgenden Jahre geriet von Weiser mit dem Fürsterzbischof auf Grund der angespannten finanziellen Lage der Stadt einerseits und der dieser vom Landesherrn auferlegten Kosten für von ihm angeordnete Baumaßnahmen in Streit. 1774 verweigerte Weiser dem Fürsterzbischof die Bezahlung von 1.400 Gulden für das Torsteherhäusl vor dem [[Sigmundstor|Neutor]]. Nachdem die Stadt in den zurückliegenden Jahren 54.000 Gulden für die Erhaltung des [[Bürgerspital]]s und ähnlich hohe Summen für das "[[Bruderhaus]]" und das "[[Pfandhaus|Leihhaus]]" aufgebracht hatte, wurde der Bürgermeister zum Sparen angehalten.  
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Während der darauf folgenden Jahre geriet von Weiser mit dem Fürsterzbischof auf Grund der angespannten finanziellen Lage der Stadt einerseits und der dieser vom Landesherrn auferlegten Kosten für von ihm angeordnete Baumaßnahmen in Streit. 1774 verweigerte Weiser dem Fürsterzbischof die Bezahlung von 1.400 [[Gulden]] für das Torsteherhäusl vor dem [[Sigmundstor|Neutor]]. Nachdem die Stadt in den zurückliegenden Jahren 54.000 Gulden für die Erhaltung des [[Bürgerspital]]s und ähnlich hohe Summen für das "[[Bruderhaus]]" und das "[[Pfandhaus|Leihhaus]]" aufgebracht hatte, wurde der Bürgermeister zum Sparen angehalten.  
    
Als sich Weiser auch noch weigerte die Kosten des Umbaus des alten Ballhauses (an der Stelle des heutigen [[Salzburger Landestheater|Landestheaters]]) und des [[Rathhaus]]saales sowie einiger angrenzender Räume für die Abhaltung von Bällen aus dem Stadt-Aerarium zu begleichen, sah er sich schließlich von Colloredo vor die Wahl gestellt, sich seinem Willen zu fügen oder seine Stelle niederzulegen.
 
Als sich Weiser auch noch weigerte die Kosten des Umbaus des alten Ballhauses (an der Stelle des heutigen [[Salzburger Landestheater|Landestheaters]]) und des [[Rathhaus]]saales sowie einiger angrenzender Räume für die Abhaltung von Bällen aus dem Stadt-Aerarium zu begleichen, sah er sich schließlich von Colloredo vor die Wahl gestellt, sich seinem Willen zu fügen oder seine Stelle niederzulegen.

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