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| − | '''Gneis-Moos''' ist ein Teil im [[Salzburg]]er Stadtteil [[Gneis]]. | + | '''Gneis-Moos''' ist ein Teil des [[Salzburg]]er [[Salzburger Stadtteile|Stadtteils]] [[Gneis]]. |
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| | ==Name== | | ==Name== |
| − | Unter Gneis-Moos versteht man die erste Flüchtlingssiedlung nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Der Baubeginn erfolgte [[1950]]. Die Straßen in Gneis-Moos wurden nach deutschen Dichtern benannt z. B. Gerhart Hauptmann, Adam Müller-Gutbrunn, Josef von Eichendorff. | + | Unter Gneis-Moos versteht man die erste nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] errichtete Flüchtlingssiedlung. Der Baubeginn erfolgte [[1950]]. Die Straßen in Gneis-Moos wurden nach deutschen Dichtern benannt z. B. Gerhart Hauptmann, Adam Müller-Gutbrunn, Joseph von Eichendorff. |
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| | ==Lage== | | ==Lage== |
| − | Gneis-Moos verläuft zwischen der [[Berchtesgadener Straße]] und der [[Moosstraße]]. | + | Gneis-Moos liegt zwischen der [[Berchtesgadener Straße]] und der [[Moosstraße]]. |
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| | == Allgemeines == | | == Allgemeines == |
| − | Der Siedlungsteil von Gneis-Moos liegt wesentlich östlich des [[Almkanal]]es unweit der [[Berchtesgadener Straße]] und stammt im Kern aus der Zeit des Austrofaschismus, stammt als auch mit den gleichen Motiven, unter denen die [[Kendlersiedlung]] und die Siedlung [[Sam]] entstand. Der kleine neu geschaffene Siedlungsteil entlang dem neu errichteten [[Höglwörthweg]] hieß damals nach [[Odo Neustädter-Stürmer]] (* [[3. November]] [[1885]], Laibach, heute [[Slowenien]]; † [[19. März]] [[1938]], Selbstmord, Hinterbrühl, [[Niederösterreich]]), der [[1933]] - [[1934|34]] [[Staatssekretär]] für Arbeitsbeschaffung, 1934 - [[1935|35]] Sozial[[Minister]] und [[1936]] - [[1937|37]] Innenminister war und der maßgeblichen Einfluss auf die Christlich-soziale Politik des Heimatschutzes ausgeübt hatte, ''Neustädter-Stürmer-Siedlung''. Abseits dieses Siedlungskernes wurden unweit davon am damaligen Totenweg (heute dort [[Georg-Nikolaus-von-Nissen-Straße]] genannt) zudem einige wenige [[Torfstechen|Torfstecherhütten]] zu ärmlichen Wohnbauten umgewandelt. Nach [[1938]] wurde die Siedlung zuerst "Höglwörthsiedlung" genannt, bis sich später der Ortsbegriff Gneis-Moos einbürgerte. | + | Der Siedlungsteil von Gneis-Moos liegt wesentlich östlich des [[Almkanal]]es unweit der [[Berchtesgadener Straße]] und stammt im Kern aus der Zeit des Austrofaschismus, |
| | + | stammt als auch mit den gleichen Motiven, |
| | + | unter denen die [[Kendlersiedlung]] und die Siedlung [[Sam]] entstand. Der kleine neu geschaffene Siedlungsteil entlang dem neu errichteten [[Höglwörthweg]] hieß damals nach [[Odo Neustädter-Stürmer]] (* [[3. November]] [[1885]], Laibach, heute [[Slowenien]]; † [[19. März]] [[1938]], Selbstmord, Hinterbrühl, [[Niederösterreich]]), der [[1933]]-[[1934|34]] [[Staatssekretär]] für Arbeitsbeschaffung, 1934-[[1935|35]] Sozial[[Minister]] und [[1936]]-[[1937|37]] Innenminister war und der maßgeblichen Einfluss auf die christlich-soziale Politik des Heimatschutzes ausgeübt hatte, ''Neustädter-Stürmer-Siedlung''. Abseits dieses Siedlungskernes wurden unweit davon am damaligen Totenweg (heute dort [[Georg-Nikolaus-von-Nissen-Straße]] genannt) zudem einige wenige [[Torfstechen|Torfstecherhütten]] zu ärmlichen Wohnbauten umgewandelt. Nach [[1938]] wurde die Siedlung zuerst "Höglwörthsiedlung" genannt, bis sich später der Ortsbegriff "Gneis-Moos" einbürgerte. |
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| − | Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden diese Siedlungskerne überall dort bis zur heutigen Siedlungsgröße erweitert, wo nur weitgehend "wertlose" Streuwiesen (im Kataster z.T. bis heute als „Sumpf“ eingetragen) und keine Fettwiesen dabei verloren gingen. Dabei waren zwei kirchliche Wohnbaugenossenschaften maßgeblich beteiligt: die [[Katholische Kirche|katholische]] Siedlungsgesellschaft ''[[Neue Heimat]]'' und die [[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|evangelische]] Genossenschaft ''[[Neusiedler Wohnungsbaugenossenschaft|Neusiedler]]''. Der [[Heinrich-Meder-Weg]] am Almkanal südlich des Sternhofweges erinnert im Namen an den evangelischen Pastor und Mitbegründer der Genossenschaft "Neusiedler". | + | Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese Siedlungskerne überall dort bis zur heutigen Siedlungsgröße erweitert, wo nur weitgehend "wertlose" Streuwiesen (im Kataster z.T. bis heute als „Sumpf“ eingetragen) und keine Fettwiesen dabei verloren gingen. Dabei waren zwei kirchliche Wohnbaugenossenschaften maßgeblich beteiligt: die [[Katholische Kirche|katholische]] Siedlungsgesellschaft ''[[Neue Heimat]]'' und die [[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|evangelische]] Genossenschaft ''[[Neusiedler Wohnungsbaugenossenschaft|Neusiedler]]''. Der [[Heinrich-Meder-Weg]] am Almkanal südlich des Sternhofweges erinnert im Namen an den evangelischen Pastor und Mitbegründer der Genossenschaft "Neusiedler". |
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| − | Hier fanden dabei vor allem [[Flüchtling|Kriegsflüchtlinge]], vor allem [[Siebenbürger Sachsen]] und andere [[Volksdeutsche]] eine neue Heimat. | + | Hier fanden dabei vor allem [[Flüchtling|Kriegsflüchtlinge]], vor allem [[Siebenbürger Sachsen]] und andere [[Volksdeutsche]], eine neue Heimat. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |