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'''{{PAGENAME}}''' (* [[18. Dezember]] [[1863]] in Graz, † [[28. Juni]] [[1914]] in Sarajevo, Serbien) war der österreichische Thronfolger, dessen Ermordung den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] auslöste.
==Leben==
Er wurde als ältester Sohn von Erzherzog Karl Ludwig und Maria Annunziata von Neapel-Sizilien in Graz geboren. Sein Onkel war [[Kaiser Franz Joseph I.]]. [[1878]] begann seine militärische Ausbildung, die er bei den oberösterreichischen Dragonern, der böhmischen Infanterie und den ungarischen Husaren erhielt.
Nach dem Freitod des [[Kronprinz Rudolf|Kronprinzen Rudolf]] [[1889]] wurde er zum Thronfolger.
[[1900]] heiratete er Gräfin Sophie Chotek, die ab [[1909]] den Titel ''Herzogin von Hohenlohe'' führte. Da die Verbindung nicht standesgemäß war, musste Franz Ferdinand auf den Thronanspruch seiner Nachkommen verzichten. Der Ehe entstammten drei Kinder. Die Familie hatte ihren Wohnsitz in Schloss Belvedere in Wien.
Ab [[1906]] begann sich Franz Ferdinand mit der Politik zu beschäftigen. Er entwarf Pläne für die Umgestaltung Österreich-Ungarns nach seiner Regierungsübernahme. Dabei plädierte er für den Umbau der Monarchie nach nationalen Gesichtspunkten unter Wahrung einer möglichst starken Zentralgewalt. Außenpolitisch trat er für ein enges Bündnis mit Deutschland und Russland sowie eine friedliche Balkanpolitik ein.
Am [[28. Juni]] 1914 fanden in Sarajevo Manöver statt, die Franz Ferdinand besuchen wollte. Obwohl Befürchtungen bestanden, dass es zu Unruhen kommen könnte, reiste der Thronfolger mit seiner Frau nach Bosnien. Das "Attentat von Sarajevo" beendete das Leben des Thronfolgerpaares und war der Anlass für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges.
Zu Lebzeiten hatte Franz Ferdinand verfügt, dass er und seine Gemahlin in der Familiengruft des Schlosses Artstetten in der Nähe von Melk bestattet werden sollten. Heute befindet sich im Schloss Artstetten ein interessantes Museum über das Leben und Werk von Franz Ferdinand. Unter anderem kann man einen Nachbau des Fahrzeuges sehen, in dem der Thronfolger und seine Gattin erschossen wurden. Weiters zeigt das Museum eine wenig bekannte Liebe des Thronfolgers - die österreichische Kriegsmarine in der Adria.
==Salzburg-Bezug==
Der Thronfolger fuhr am [[14. Juli]] [[1899]] und am [[19. August]] [[1912]] mit der [[Gaisbergbahn]]. Am 19. August 1912 kam es dabei zu einem peinlichen Vorfall: Durch Nichtbeachten eines telefonischen Auftrags näherte sich zwischen den Stationen [[Judenbergalm|Judenbergalpe]] und [[Zistelalm|Zistelalpe]] ein talwärts fahrender Zug dem Hofzug, in dem sich der Thronfolger befand. Beide Züge mussten in Sichtweite anhalten und warten, bis die Lokomotive des zuvor talwärts fahrenden Zuges genügend Dampf hatte, um bis zur Ausweiche Zistelalpe zurückfahren zu können.
Als Anfang des [[20. Jahrhundert]]s durch die aufkommende Motorisierung der [[Verkehr]] in Salzburg "zunahm", wurden zur Verbreiterung der Stadteinfahrt zahlreiche Stadttore, wie [[1894]] das [[Inneres Ostertor|Linzertor]], abgerissen. Straßentunnels wie durch den [[Mönchsberg|Mönchs-]] und [[Kapuzinerberg]] wurden geplant. Man wollte beispielsweise vom [[Krauthügel]] zum [[Kapitelplatz]] einen Tunnel graben. Dafür hätte eine des [[Petersfriedhof]]es zerstört werden müssen. Diese Aktion konnte jedoch durch Intervention von Erzherzog Franz Ferdinand verhindert werden.
==Quelle==
* [http://www.kaisergruft.at/kaisergruft/franzferdi.htm www.kaisergruft.at]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
[[Kategorie:Geschichte]]