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In der Bürgerstube des Salzurger [[Sternbräu]]s spiegelt sich die Geschichte der Bürgerkultur dieser Stadt. Wer den großangelegten Bilderzyklus des Malers Karl Reisenbichler um [[1924]] betrachtet, kann die Geschichte des [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistums Salzburg]] wie in einem aufgeschlagenen Bilderbuch ablesen. In der wirtschaftlich, sehr schlechten Zwischenkriegszeit erhielt der Maler Karl Reisenbichler um 1924 den Auftrag "einen wandbedeckenden Ölbilderzyklus" für den neugebauten "Bürgersaal" im Sternbräu zu gestalten. "Für Kost und Quartier" schuf er "Acht Historienbilder über die [[Salzburger Bauernaufstände und Bauernkriege|Bauernaufstände]], die [[Salzburger Dult]], den Zug der Kaufleute über den [[Radstädter Tauern]], und die Verbrennung einer Hexe auf dem [[Kapuzinerberg]]".  
 
In der Bürgerstube des Salzurger [[Sternbräu]]s spiegelt sich die Geschichte der Bürgerkultur dieser Stadt. Wer den großangelegten Bilderzyklus des Malers Karl Reisenbichler um [[1924]] betrachtet, kann die Geschichte des [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistums Salzburg]] wie in einem aufgeschlagenen Bilderbuch ablesen. In der wirtschaftlich, sehr schlechten Zwischenkriegszeit erhielt der Maler Karl Reisenbichler um 1924 den Auftrag "einen wandbedeckenden Ölbilderzyklus" für den neugebauten "Bürgersaal" im Sternbräu zu gestalten. "Für Kost und Quartier" schuf er "Acht Historienbilder über die [[Salzburger Bauernaufstände und Bauernkriege|Bauernaufstände]], die [[Salzburger Dult]], den Zug der Kaufleute über den [[Radstädter Tauern]], und die Verbrennung einer Hexe auf dem [[Kapuzinerberg]]".  
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Großes Staunen erwecken heute noch die Belagerung der [[Festung Hohensalzburg|Festung]] durch die aufständischen Bauern um [[1525]], mit dem Freiherrn [[Georg von Frundsberg]] um [[1526]], wie auch die Darstellung - alte Salzburger Dult am Platzl vor dem [[Salzburger Dom]]. Frauen, Mütter und Kinder beeinflussen auf ihre Weise die großzügige Szenerie inmitten der Hast des Alltages in der nahen [[Getreidegasse]].  Einige markante [[Erzbischöfe]], "[[Leonhard von Keutschach]] mit dem Rübenwappen 1495 - 1519", die "Flucht des [[Wolf Dietrich von Raitenau]] 1587 – 1612",  und das stirnseitige Gemälde mit der Verbrennung einer Hexe" auf dem Scheiterhaufen am Kapuzinerberg, ergänzen die am Originalplatz erhaltene Sammlung.  
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Großes Staunen erwecken heute noch die Belagerung der [[Festung Hohensalzburg|Festung]] durch die aufständischen Bauern um [[1525]], mit dem Freiherrn [[Georg von Frundsberg]] um [[1526]], wie auch die Darstellung - alte Salzburger Dult am Platzl vor dem [[Salzburger Dom]]. Frauen, Mütter und Kinder beeinflussen auf ihre Weise die großzügige Szenerie inmitten der Hast des Alltages in der nahen [[Getreidegasse]].  Einige markante [[Erzbischof|Erzbischöfe]], "[[Leonhard von Keutschach]] mit dem Rübenwappen 1495 - 1519", die "Flucht des [[Wolf Dietrich von Raitenau]] 1587 – 1612",  und das stirnseitige Gemälde mit der Verbrennung einer Hexe" auf dem Scheiterhaufen am Kapuzinerberg, ergänzen die am Originalplatz erhaltene Sammlung.  
    
Bräustuben, Bürgerstuben in altehrwürdigen Gasthöfen mit Dienern, Knechten Umspannmöglichkeiten für  Pferd und Wagen, waren einst die Zufluchtstätten der Reisenden,  wie für [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]], Schwester [[Nannerl]] schreibt vom "Treffen im Sternbräu" Kaiser, Könige und die hohe Geistlichkeit in denen die kulinarischen Genüsse nie zu kurz kamen. Das Sternbräu mit seiner Jahrhunderte alten Braugeschichtstradition, das vermutlich schon im [[13. Jahrhundert]] in der "Trabgasse" an dieser Stelle bestand, ist auch heute noch eine Art Schlupfwinkel, eine Oase für Einheimische und Gäste aus aller Welt geblieben.  
 
Bräustuben, Bürgerstuben in altehrwürdigen Gasthöfen mit Dienern, Knechten Umspannmöglichkeiten für  Pferd und Wagen, waren einst die Zufluchtstätten der Reisenden,  wie für [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]], Schwester [[Nannerl]] schreibt vom "Treffen im Sternbräu" Kaiser, Könige und die hohe Geistlichkeit in denen die kulinarischen Genüsse nie zu kurz kamen. Das Sternbräu mit seiner Jahrhunderte alten Braugeschichtstradition, das vermutlich schon im [[13. Jahrhundert]] in der "Trabgasse" an dieser Stelle bestand, ist auch heute noch eine Art Schlupfwinkel, eine Oase für Einheimische und Gäste aus aller Welt geblieben.  
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Die [[1926]] für den "Platzlkeller" entstandenen Salzburger Wandbilder Reisenbichlers, befinden sich nun zusammengeschnitten in den Stuben des Sternbräu, Eingang [[Griesgasse]]. Während des [[Erster Weltkrieg|1. Weltkieges]] war Reisenbichler als Kriegsfreiwilliger in Russland, ab [[1916]] Kriegsmaler beim [[K. u. K. Infanterieregiment Erzherzog Rainer 59er]]. Einige Kriegs- und Todesallegoriebilder, über die Verwüstungen des Krieges, das Elend der Krüppel und die Präsenz des Todes die ihn in Bann schlugen, befinden sich im  [[Erzherzog Rainer Museum]] auf der Festung Hohensalzburg.
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Die [[1926]] für den "Platzlkeller" entstandenen Salzburger Wandbilder Reisenbichlers, befinden sich nun zusammengeschnitten in den Stuben des Sternbräu, Eingang [[Griesgasse]]. Während des [[Erster Weltkrieg|1. Weltkieges]] war Reisenbichler als Kriegsfreiwilliger in Russland, ab [[1916]] Kriegsmaler beim [[Salzburger Hausregiment Erzherzog Rainer Nr. 59]]. Einige Kriegs- und Todesallegoriebilder, über die Verwüstungen des Krieges, das Elend der Krüppel und die Präsenz des Todes die ihn in Bann schlugen, befinden sich im  [[Rainer-Regiments-Museum]] auf der Festung Hohensalzburg.
    
=====Notgeldentwürfe=====
 
=====Notgeldentwürfe=====