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| | ==Leben== | | ==Leben== |
| − | Joseph Felner wurde in der [[Mautmühle]] im Weiler [[Seelacken]] im Nordosten von St. Veit im Pongau geboren. | + | Joseph Felner wurde als Sohn eines Bäckers in der [[Mautmühle]] im Weiler [[Seelacken]] im Nordosten von St. Veit im Pongau geboren und wuchs auf beim Oberbäcken in [[Großarl]]. |
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| | Nach dem Besuch des [[Geschichte des Benediktiner-, Staats- und Akademischen Gymnasiums|Gymnasiums]] und einem Studium an der [[Benediktineruniversität Salzburg]] trat Felner in den Staatsdienst seines Heimatlandes. Er diente als Beamter zunächst noch dem Fürsterzbischof, dann der [[Kurfürstentum Salzburg|kurfürstlich salzburgischen]], der österreichischen und zwischendurch der [[Bayern|bayrischen]] Regierung − je nach der wechselnden territorialen Zugehörigkeit des Landes. | | Nach dem Besuch des [[Geschichte des Benediktiner-, Staats- und Akademischen Gymnasiums|Gymnasiums]] und einem Studium an der [[Benediktineruniversität Salzburg]] trat Felner in den Staatsdienst seines Heimatlandes. Er diente als Beamter zunächst noch dem Fürsterzbischof, dann der [[Kurfürstentum Salzburg|kurfürstlich salzburgischen]], der österreichischen und zwischendurch der [[Bayern|bayrischen]] Regierung − je nach der wechselnden territorialen Zugehörigkeit des Landes. |
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| | Seinen Dienst begann er im Jahr [[1793]] beim landesfürstlichen [[Pflegegericht]] [[Werfen]]. Nur drei Jahre später wurde er Sekretär des fürsterzbischöflichen [[Salzburger Hofrat]]s. Zur Weiterbildung schickte (der letzte) [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] den jungen Felner nach [[Wien]] und [[Regensburg]]. | | Seinen Dienst begann er im Jahr [[1793]] beim landesfürstlichen [[Pflegegericht]] [[Werfen]]. Nur drei Jahre später wurde er Sekretär des fürsterzbischöflichen [[Salzburger Hofrat]]s. Zur Weiterbildung schickte (der letzte) [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] den jungen Felner nach [[Wien]] und [[Regensburg]]. |
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| − | Nach der [[Säkularisierung]] des [[Erzstift Salzburg|geistlichen Fürstentums]] ([[1803]]) trat Felner, bereits Hofrat, als Sekretär der neuen kurfürstlichen Regierungskonferenz in Erscheinung.<ref>[[Peter Putzer]]: ''Kursalzburg. Ein Beitrag zur Territorialen Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte gegen Ende des alten Reiches.'' Jur. Habilitationsschrift (masch.); Salzburg 1969. S. 203 FN 273. Putzer stützt sich außerdem weithin auf eine von ihm so genannte, mindestens zweibändige „Felner-Denkschrift“.</ref> | + | Nach der [[Säkularisierung]] des [[Erzstift Salzburg|geistlichen Fürstentums]] ([[1803]]) trat Felner, seit [[1801]] Hofrat, als Sekretär der neuen kurfürstlichen Regierungskonferenz in Erscheinung.<ref>[[Peter Putzer]]: ''Kursalzburg. Ein Beitrag zur Territorialen Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte gegen Ende des alten Reiches.'' Jur. Habilitationsschrift (masch.); Salzburg 1969. S. 203 FN 273. Putzer stützt sich außerdem weithin auf eine von ihm so genannte, mindestens zweibändige „Felner-Denkschrift“.</ref> |
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| − | Von [[1807]] bis 1809 war er Regierungsrat, d. h. Mitglied der k. k. [[Salzburger Landesregierungen|Landesregierung]]. Im April [[1809]], nach der Abberufung des Grafen [[Christian von Aicholt|Aicholt]], war er kurzzeitig provisorischer Präsident der Salzburger Landesregierung. Anschließend war er bis zum Oktober 1810 Mitglied der von der [[Frankreich|französischen]] Besatzungsmacht als oberste Landesbehörde eingesetzten [[General-Landesadministration]] (wofür er nach der Rückgewinnung Salzburgs durch Österreich büßen musste).<ref>Franz Ortner: ''Zwischen Habsburg und Wittelsbach - Säkularisation und Franzosenkriege'', in: [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]; [[Hans Spatzenegger (Publizist)|Spatzenegger, Hans]]'' (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Band II, 2. Teil. [[Verlag Anton Pustet]] Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2. S. 587 ff (596 f, 600).</ref> | + | Von [[1807]] bis 1809 war er Regierungsrat, d. h. Mitglied der k. k. [[Salzburger Landesregierungen|Landesregierung]]. Im April [[1809]], nach der Abberufung des [[Christian Graf von Aicholt|Grafen Aicholt]], war er kurzzeitig provisorischer Präsident der Salzburger Landesregierung. Anschließend war er bis zum Oktober 1810 Mitglied der von der [[Frankreich|französischen]] Besatzungsmacht als oberste Landesbehörde eingesetzten [[General-Landesadministration]] (wofür er nach der Rückgewinnung Salzburgs durch Österreich büßen musste).<ref>Franz Ortner: ''Zwischen Habsburg und Wittelsbach - Säkularisation und Franzosenkriege'', in: [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]; [[Hans Spatzenegger (Publizist)|Spatzenegger, Hans]]'' (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Band II, 2. Teil. [[Verlag Anton Pustet]] Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2. S. 587 ff (596 f, 600).</ref> |
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| | Im November [[1813]] ersteigerte Joseph Felner, mittlerweile königlich-bayerischer Rat am Obersten Gerichtshof, [[Schloss Mönchstein]], das er aber wegen seiner häufigen Abwesenheit nicht persönlich verwaltete und [[1834]] verkaufte.<ref>Artikel "[[Schloss Mönchstein]]".</ref> | | Im November [[1813]] ersteigerte Joseph Felner, mittlerweile königlich-bayerischer Rat am Obersten Gerichtshof, [[Schloss Mönchstein]], das er aber wegen seiner häufigen Abwesenheit nicht persönlich verwaltete und [[1834]] verkaufte.<ref>Artikel "[[Schloss Mönchstein]]".</ref> |
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| | Im Jahr 1833 schrieb er in der Einsiedelei in Ober-St. Veit (heute Wien) eine Familienchronik, welche sich nachmals im Besitze der Frau, geborene Felner von der Arl, des Arztes Dr. Leopold Dittl befand. In diesem Werk widmete Felner auch der Familie [[Hagenauer]] breiten Raum.<ref>[http://www.archive.org/stream/mozartscantest01iala/mozartscantest01iala_djvu.txt www.archive.org]</ref> | | Im Jahr 1833 schrieb er in der Einsiedelei in Ober-St. Veit (heute Wien) eine Familienchronik, welche sich nachmals im Besitze der Frau, geborene Felner von der Arl, des Arztes Dr. Leopold Dittl befand. In diesem Werk widmete Felner auch der Familie [[Hagenauer]] breiten Raum.<ref>[http://www.archive.org/stream/mozartscantest01iala/mozartscantest01iala_djvu.txt www.archive.org]</ref> |
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| − | Ein Teil seines Nachlasses wird im [[Archiv Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Stiftsarchiv]] von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] verwahrt.<ref>[http://www.ordensarchive.at/index.php?option=com_content&task=view&id=33&Itemid=40 www.ordensarchive.at]</ref> | + | Ein Teil seines Nachlasses wird im [[Archiv Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Stiftsarchiv]] von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] verwahrt.<ref>[http://www.ordensarchive.at/index.php?option=com_content&task=view&id=33&Itemid=40 www.ordensarchive.at/]</ref> |
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| | ==Ehrungen== | | ==Ehrungen== |
| − | Felners drei Söhne wurden am [[1. Oktober]] [[1856]] unter anderem in Anbetracht der hervorragenden Verdienste des verstorbenen Vaters mit dem Prädikat ''von der Arl'' in den Adelsstand erhoben. | + | Felners Söhne Rudolf, [[Albert Fellner von der Arl|Albert]] und Joseph wurden am [[1. Oktober]] [[1856]] unter anderem in Anbetracht der hervorragenden Verdienste des verstorbenen Vaters mit dem Prädikat ''von der Arl'' in den Adelsstand erhoben. |
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| | Er selbst ist [[Ehrenbürger]] von [[Ehrenbürger der Marktgemeinde St. Veit im Pongau|St. Veit]] und von [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Großarl|Großarl]]. | | Er selbst ist [[Ehrenbürger]] von [[Ehrenbürger der Marktgemeinde St. Veit im Pongau|St. Veit]] und von [[Ehrenbürger der Marktgemeinde Großarl|Großarl]]. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| | *[[Hanna Hintner]]: ''Joseph Philipp Felner (1769-1850) als Staatsmann, Historiker und Mensch'', Phil. Diss., Wien 1967. | | *[[Hanna Hintner]]: ''Joseph Philipp Felner (1769-1850) als Staatsmann, Historiker und Mensch'', Phil. Diss., Wien 1967. |
| | + | * [[Matthias Laireiter|Laireiter, Matthias]]: ''Heimat Großarl''. Marktgemeinde Großarl 1987. |
| | * Heimatbuch St. Veit | | * Heimatbuch St. Veit |
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| | ===Einzelnachweise=== | | ===Einzelnachweise=== |
| | <references/> | | <references/> |