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Schloss Freisaal wurde [[1392]] vom [[Mönch von Salzburg]], der sein Liebeslied ''dem allerlibsten schönsten weib im Freudensal'' widmete, erstmals erwähnt. Erbaut wurde die Wasserburg von [[Fürsterzbischof]] [[Pilgrim II. von Puchheim]] in der zweiten Hälfte des [[14. Jahrhundert]]s. Sein Name leitet sich von ''Freudensaal'' ab. Das deutet darauf hin, dass bereits dieses (fürst)erzbischöfliche Lustschloss einen größeren Saal enthielt, der für gesellschaftliche Zusammenkünfte benutzt wurde.  
 
Schloss Freisaal wurde [[1392]] vom [[Mönch von Salzburg]], der sein Liebeslied ''dem allerlibsten schönsten weib im Freudensal'' widmete, erstmals erwähnt. Erbaut wurde die Wasserburg von [[Fürsterzbischof]] [[Pilgrim II. von Puchheim]] in der zweiten Hälfte des [[14. Jahrhundert]]s. Sein Name leitet sich von ''Freudensaal'' ab. Das deutet darauf hin, dass bereits dieses (fürst)erzbischöfliche Lustschloss einen größeren Saal enthielt, der für gesellschaftliche Zusammenkünfte benutzt wurde.  
 
=== Treueschwüre der Salzburger Erzbischöfe ===
 
=== Treueschwüre der Salzburger Erzbischöfe ===
Später gelangte es in privaten Besitz und wurde [[1491]] vom damaligen Besitzer Georg Zandl an Fürsterzbischof [[Friedrich V. von Schaunberg]] verkauft. Ernst von Bayern bestimmte das Schloss zum Ort des Gelöbnisses für alle neu gewählten Erzbischöfe. Hier hatten diese ihre Treueschwüre abzulegen. Anschließend ritten sie in einer feierlichen Prozession zum [[Äußeres Nonntaler Tor|Nonntaler Tor]], wo sie von den Vertretern des [[Salzburger Domkapitel|Domkapitels]] und der Stadtverwaltung erwartet wurden. Auch der letzte regierende Fürsterzbischof von Salzburg, [[Hieronymus Graf Colloredo]], hielt sich noch [[1772]] an diesen Brauch.  
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Später gelangte es in privaten Besitz und wurde [[1491]] vom damaligen Besitzer Georg Zandl an Fürsterzbischof [[Friedrich V. von Schaunberg]] verkauft. Ernst von Bayern bestimmte das Schloss zum Ort des Gelöbnisses für alle neu gewählten Erzbischöfe. Hier hatten diese ihre Treueschwüre abzulegen. Anschließend ritten sie in einer feierlichen Prozession zum [[Inneres Nonntaler Tor|Nonntaler Tor]], wo sie von den Vertretern des [[Salzburger Domkapitel|Domkapitels]] und der Stadtverwaltung erwartet wurden. Auch der letzte regierende Fürsterzbischof von Salzburg, [[Hieronymus Graf Colloredo]], hielt sich noch [[1772]] an diesen Brauch.  
    
Über den Einzug von Fürsterzbischof Kardinal [[Matthäus Lang von Wellenburg]] im Jahr [[1519]] in die Stadt Salzburg ist eine genaue Schilderung eines Chronisten (noch nicht von Freisaal aus) erhalten. Dabei sollen unter dem Donner der Kanonen und dem Geläute aller Glocken eine endlose Reihe von Bürgern mit gewappneten (mit Wappen versehene) Fähnlein mit dem Kardinal in die Stadt eingezogen sein. Dabei gewesen waren auch die Zünfte in ihren Festtrachten, die Bruderschaften in verschiedenfarbigen Kutten, der Hof mit Beamten und Lakaien, die [[Domkapitel|Domherren]], Pröpste und Äbte der Klöster und Stifte und der Erzbischof selbst im [[Matthäus Lang von Wellenburg#Das Tragen von Purpur|Kardinalpurpur]] auf einem weißem Zelter<ref>Als ''Zelter'' bezeichnete im Mittelalter ein leichtes Reitpferd oder Maultier, das den besonders ruhigen und für den Reiter bequemen Zeltgang (die Spezialgangarten Pass und Tölt) beherrschte, Quelle: [http://de.wikipedia.org/wiki/Zelter_(Pferd) Wikipedia  Zelter]</ref>, der von Edelknaben und [[Salzburger Kirchenprovinz#Suffraganbischöfe|Suffraganbischöfen]] sowie den Lehensträgern des [[Erzstift St. Peter|Erzstifts]] im Prunkharnisch, Carabinieri und Trabanten<ref>''Trabanten'' waren dienende Begleiter, Leibwächter zu Fuß und dienten teils als Schutzwache fürstlicher Personen und hoher Beamten, Quelle Wikipedia </ref> begleitet wurde.
 
Über den Einzug von Fürsterzbischof Kardinal [[Matthäus Lang von Wellenburg]] im Jahr [[1519]] in die Stadt Salzburg ist eine genaue Schilderung eines Chronisten (noch nicht von Freisaal aus) erhalten. Dabei sollen unter dem Donner der Kanonen und dem Geläute aller Glocken eine endlose Reihe von Bürgern mit gewappneten (mit Wappen versehene) Fähnlein mit dem Kardinal in die Stadt eingezogen sein. Dabei gewesen waren auch die Zünfte in ihren Festtrachten, die Bruderschaften in verschiedenfarbigen Kutten, der Hof mit Beamten und Lakaien, die [[Domkapitel|Domherren]], Pröpste und Äbte der Klöster und Stifte und der Erzbischof selbst im [[Matthäus Lang von Wellenburg#Das Tragen von Purpur|Kardinalpurpur]] auf einem weißem Zelter<ref>Als ''Zelter'' bezeichnete im Mittelalter ein leichtes Reitpferd oder Maultier, das den besonders ruhigen und für den Reiter bequemen Zeltgang (die Spezialgangarten Pass und Tölt) beherrschte, Quelle: [http://de.wikipedia.org/wiki/Zelter_(Pferd) Wikipedia  Zelter]</ref>, der von Edelknaben und [[Salzburger Kirchenprovinz#Suffraganbischöfe|Suffraganbischöfen]] sowie den Lehensträgern des [[Erzstift St. Peter|Erzstifts]] im Prunkharnisch, Carabinieri und Trabanten<ref>''Trabanten'' waren dienende Begleiter, Leibwächter zu Fuß und dienten teils als Schutzwache fürstlicher Personen und hoher Beamten, Quelle Wikipedia </ref> begleitet wurde.

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