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[[Datei:Stolperstein_Max_Reinhardt.jpg|thumb|Stolperstein für Max Reinhardt in der [[Leopoldskronstraße]] Nr. 56 bis Nr. 58, vor dem [[Schloss Leopoldskron]]]]  
 
[[Datei:Stolperstein_Max_Reinhardt.jpg|thumb|Stolperstein für Max Reinhardt in der [[Leopoldskronstraße]] Nr. 56 bis Nr. 58, vor dem [[Schloss Leopoldskron]]]]  
 
'''Max Reinhardt''' (* [[9. September]] [[1873]] in Baden, [[Niederösterreich]]; † [[31. Oktober]] [[1943]] in New York, Vereinigte Staaten von Amerika), eigentlich Max Goldmann, war Mitbegründer der [[Salzburger Festspiele]], Schauspieler und Regisseur.  
 
'''Max Reinhardt''' (* [[9. September]] [[1873]] in Baden, [[Niederösterreich]]; † [[31. Oktober]] [[1943]] in New York, Vereinigte Staaten von Amerika), eigentlich Max Goldmann, war Mitbegründer der [[Salzburger Festspiele]], Schauspieler und Regisseur.  
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==Leben==
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== Leben ==
 
* 1873: Max Goldmann wird als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Baden bei Wien geboren.
 
* 1873: Max Goldmann wird als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Baden bei Wien geboren.
 
* [[1890]] - [[1892]]: Neben einer Banklehre nimmt er privaten Schauspielunterricht und debütiert [[1890]] an einem Wiener Privattheater. Danach folgen kleinere Engagements in Wien und in der Provinz. Auf den Theaterzetteln nennt er sich bereits Reinhardt.  
 
* [[1890]] - [[1892]]: Neben einer Banklehre nimmt er privaten Schauspielunterricht und debütiert [[1890]] an einem Wiener Privattheater. Danach folgen kleinere Engagements in Wien und in der Provinz. Auf den Theaterzetteln nennt er sich bereits Reinhardt.  
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* [[1937]]: Die Uraufführung von Werfels "In einer Nacht" ist Reinhardts letzte Inszenierung auf europäischem Boden. Er emigriert in die USA.  
 
* [[1937]]: Die Uraufführung von Werfels "In einer Nacht" ist Reinhardts letzte Inszenierung auf europäischem Boden. Er emigriert in die USA.  
 
* [[1938]]:  Gründung des "Max Reinhardt Workshop", einer Art Theater- und Filmakademie.  
 
* [[1938]]:  Gründung des "Max Reinhardt Workshop", einer Art Theater- und Filmakademie.  
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Der Zweite Weltkrieg beendete die Ära Reinhardt. 1938 wurde das Schloss von der nationalsozialistischen Regierung als „jüdischer Besitz“ konfisziert. Reinhardt, der zu dieser Zeit in Hollywood lebte und arbeitete, kehrte nie nach Leopoldskron zurück. In einem Brief an seine Frau, die österreichische Schauspielerin Helene Thimig, schrieb Reinhardt: „Ich habe achtzehn Jahre in Leopoldskron gelebt, wirklich gelebt, und ich habe es lebendig gemacht. Ich habe jedes Zimmer, jeden Tisch, jeden Sessel, jedes Licht, jedes Bild gelebt.  Ich habe gebaut, gezeichnet, geschmückt, gepflanzt und geträumt davon, wenn ich nicht da war. (...) Ich habe es immer feiertäglich geliebt; nie als etwas Alltägliches.  Es waren meine schönsten, reichsten und reifsten Jahre (...) Ich habe es verloren, ohne zu jammern.  Ich habe alles verloren, was ich hineingetragen habe.  Es war der Ertrag meiner Lebensarbeit.“ <ref>[https://www.schloss-leopoldskron.com/ueber-das-schloss/max-reinhardt.html www.schloss-leopoldskron.com/Zitat: Brief Max Reinhardt an Helene Thimig]</ref>
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* [[1943]]: Max Reinhardt stirbt in New York
 
* [[1943]]: Max Reinhardt stirbt in New York
 
* [[1950]]: Mit dem Bescheid der [[Finanzlandesdirektion Salzburg|Finanzlandesdirektion]] vom [[4. September]] werden sämtliche Liegenschaften, die die Gestapo Max Reinhardt im April [[1938]] geraubt hatte und die für den Reichsgau Salzburg verbüchert waren, an die Erben des Regisseurs rückgestellt.
 
* [[1950]]: Mit dem Bescheid der [[Finanzlandesdirektion Salzburg|Finanzlandesdirektion]] vom [[4. September]] werden sämtliche Liegenschaften, die die Gestapo Max Reinhardt im April [[1938]] geraubt hatte und die für den Reichsgau Salzburg verbüchert waren, an die Erben des Regisseurs rückgestellt.
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In der [[Leopoldskronstraße]] Nr. 56 bis Nr. 58, vor dem [[Schloss Leopoldskron]] erinnert seit dem  [[19. April]] [[2013]] ein [[Stolperstein]] an ihn.  
 
In der [[Leopoldskronstraße]] Nr. 56 bis Nr. 58, vor dem [[Schloss Leopoldskron]] erinnert seit dem  [[19. April]] [[2013]] ein [[Stolperstein]] an ihn.  
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==Straßenbenennung==
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== Straßenbenennung ==
 
Nach {{PAGENAME}} ist der [[Max-Reinhardt-Platz]] in der Salzburger [[Altstadt]] benannt.
 
Nach {{PAGENAME}} ist der [[Max-Reinhardt-Platz]] in der Salzburger [[Altstadt]] benannt.
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==Sonstiges==
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== Sonstiges ==
 
Seit [[17. Februar]] [[1953]] sind die Regiebücher Max Reinhardts wieder im Besitz der Familie; sie wurden von der Hollywood-Schauspielerin Marilyn Monroe, die die Bücher bei einer Versteigerung erworben hatte, zurückgekauft.
 
Seit [[17. Februar]] [[1953]] sind die Regiebücher Max Reinhardts wieder im Besitz der Familie; sie wurden von der Hollywood-Schauspielerin Marilyn Monroe, die die Bücher bei einer Versteigerung erworben hatte, zurückgekauft.
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==Weblinks==
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== Weblinks ==
 
* [http://www.david.juden.at/kulturzeitschrift/61-65/64-Leo.htm Max Reinhardt und Schloss Leopoldskron]
 
* [http://www.david.juden.at/kulturzeitschrift/61-65/64-Leo.htm Max Reinhardt und Schloss Leopoldskron]
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==Quellen==
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== Quellen ==
 
* [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/ReinhardtMax/ Deutsches Historisches Museum: Biographie von Max Reinhardt]
 
* [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/ReinhardtMax/ Deutsches Historisches Museum: Biographie von Max Reinhardt]
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== Fußnoten ==
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<references/>
    
{{SORTIERUNG: Reinhardt, Max}}
 
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