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, 16:04, 10. Sep. 2008
Das ehemalige '''Stift Mondsee''', das aus einem Benediktinerkloster hervorgangen war, liegt in [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] am gleichnamigen See im [[Oberösterreich|oberösterreichischen]] [[Salzkammergut]].
Es war bis zum Anschluss [[Salzburg (Bundesland)|Salzburgs]] [[1816]] an Österreich das älteste Kloster des Landes. Auch im heutigen Bundesgebiet sind nur das [[Erzstift St. Peter]] und das [[Stift Nonnberg]] in Salzburg ältere Klostergründungen.
==Geschichte==
Gestiftet wurde es [[748]] vom [[Bayern|bayerischen]] Herzog [[Odilo|Odilo Agilolfinger]], dem Vater von Herzog Tassilo, der das Stift Kremsmünster (Oberösterreich) gründete. Es hat dann lange unter Regensburger Herrschaft gestanden. So wurde auch der Missionar und Mönch [[Wolfgang von Regensburg]] [[972]] Herr von Mondsee.
[[829]] kam dann der [[Wolfgangsee|Abersee]] mit Hilfe von Wolfgang von Regensburg in den Besitz des Stifts. Dadurch wurde der See lange Zeit als Eigentum der Regensburger Bischöfe betrachtet, was sich erst [[1184]] wieder änderte.
Der erste Kirchenbau dürfte dann [[943]] von den Magyaren samt dem Stift niedergebrannt worden sein. Erst [[1052]], im Jahr der Heiligsprechung von Wolfgang von Regensburg, konnte die neu erbaute Stiftskirche von St. Emmeran geweiht werden.
Im Mittelalter war das Mondseer Benediktinerkloster für seine Schreibschule berühmt. Zahlreiche Handschriften aus dieser Zeit und dieser Werkstätte finden sich u. a. in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Seine Blütezeit erlebte es um [[1150]].
Abt Simon Reuchlin ([[1420]] bis [[1463]] begann mit dem Neubau der [[Wallfahrtskirche St. Wolfgang]]. Sein Nachfolger, Abt Benedikt Eck (1463 bis [[1499]] schloss dann den Arbeitsvertrag mit [[Michael Pacher]] im Jahr [[1471]] zur Errichtung des Flügelaltares in [[St. Wolfgang]]. Die [[Wallfahrt St. Wolfgang]] begann kräftig anzuziehen und wurde ein wichtiger wirtschaftlicher Bestandteil des Stifts. Unter Abt Wolfgang Haberl (1499 bis [[1521]] kam dann Mondsee unter österreichische Landeshoheit. [[1506]] wurde aber Mondsee an das [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] verpfändet, dem es bis zum Ende des [[16. Jahrhundert]]s zugehörig blieb. Nach dem Tod von Abt Wolfgang kam es zu Plünderungen und Aufständen, denen wahrscheinlich auch zahlreiche Kunstschätze zum Opfer fielen. Erst [[1525]] konnte sich das Stift die aufständischen Bauern<ref>vergleiche [[Salzburger Bauernaufstände und Bauernkriege]]</ref> durch Geldzahlungen von Plünderungen abhalten.
[[1540]] besiedelten dann nur mehr 10 Mönche das Kloster, deren Führung zeitweise vom Abt von Kremsmünster übernommen werden musste. Erst Ende des [[17. Jahrhundert]] erholte sich das Kloster wieder. Der neue barocke Hochaltar entstand [[1626]] - im Jahr der Bauernaufstände. Der letzte bedeutende Eingriff in die alte Bausubstanz fand [[1674]] statt. [[Meinrad Guggenbichler]] trat in diesem Jahr auf Lebenszeit in die Dienste des Stiftes. Zusammen mit [[Thomas Schwanthaler]] führte er zahlreiche Kunstwerke für das Stift aus.
Zwischen [[25. September]] und [[6. Oktober]] [[1748]] feierte das Stift seine Jahrtausendfeiern, an denen etwa 80.000 Menschen teilgenommen hatten. Ein halbes Jahrhundert später beendete ein Brand und der Josefinismus die Glanzzeit des Stiftes endgültig. Am [[20. Oktober]] [[1791]] wurde Mondsee dem Bischof von Linz als Dotationsgut zugeteilt. [[1810]] schenkte Kaiser Napoleon I. die Herrschaft dem Fürsten Wrede, dessen Erben sie bis heute besitzen.
==Fußnote==
<references/>
==Quelle==
* ''Das Salzkammergut'', Kristian Sotriffer, Oberösterreichischer Landesverlag Linz, 1969
[[Kategorie:Kloster|Mondsee, Stift]]
[[Kategorie:Oberösterreich|Mondsee, Stift]]
[[Kategorie:Salzkammergut|Mondsee, Stift]]