| | Eine erste Kapelle in Mülln wurde [[1148]] erstmals erwähnt. Erzbischof [[Gebhard]], ein angeblicher "Graf von Hellfenstein", hatte damals den baufällig gewordenen Altar der Marienkapelle erneuern lassen. Mülln wurde als vermutlich älteste [[Altstadt|Salzburger Vorstadt]] bald als Vorbefestigung der Stadt militärisch stark gesichert und mit Mauern und starken Wehrtürmen versehen. | | Eine erste Kapelle in Mülln wurde [[1148]] erstmals erwähnt. Erzbischof [[Gebhard]], ein angeblicher "Graf von Hellfenstein", hatte damals den baufällig gewordenen Altar der Marienkapelle erneuern lassen. Mülln wurde als vermutlich älteste [[Altstadt|Salzburger Vorstadt]] bald als Vorbefestigung der Stadt militärisch stark gesichert und mit Mauern und starken Wehrtürmen versehen. |
| − | Auch die Kirche, damals vermutlich an der Müllner Hauptstraße gelegen, wurde mit einbezogen. Erzbischof [[Johann von Reisberg]] begann für eine nun deutlich gewachsene Kirchengemeinde im Jahr [[1439]] mit dem Neubau der Kirche in Form einer gotischen Saalkirche, die in ihrer Grundsubstanz bis heute erhalten ist. Diese Kirche wurde kurz nach [[1460]] Pfarrkirche, die aber später immer mehr verfiel. Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] erneuerte die Kirche, baute sie um und übergab sie den Augustiner-Eremiten als neue Klosterkirche. [[1674]] bekam die Kirche ihren barocken Zwiebelhelm und den straßenseitigen Vorbau, hinter dem sich nun das geräumige Stiegenhaus mit seinen Malereien und seiner Dreifaltigkeitskapelle verbirgt. Turm und Vorhaus wurden von Baumeister [[Sebastian Stumpfegger]], der auch als Mitarbeiter von [[Fischer von Erlach]] arbeitete, errichtet. [[1833]] wurde die Kirche den Benediktinern zu [[Benediktinerabtei Michaelbeuern|Michaelbeuern]] übergeben. Bekannt ist in der Kirche der Hochaltar mit seiner Gnadenmadonna, die um [[1460]] entstanden ist. | + | Auch die Kirche, damals vermutlich an der Müllner Hauptstraße gelegen, wurde mit einbezogen. Erzbischof [[Johann II. von Reisberg]] begann für eine nun deutlich gewachsene Kirchengemeinde im Jahr [[1439]] mit dem Neubau der Kirche in Form einer gotischen Saalkirche, die in ihrer Grundsubstanz bis heute erhalten ist. Diese Kirche wurde kurz nach [[1460]] Pfarrkirche, die aber später immer mehr verfiel. Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] erneuerte die Kirche, baute sie um und übergab sie den Augustiner-Eremiten als neue Klosterkirche. [[1674]] bekam die Kirche ihren barocken Zwiebelhelm und den straßenseitigen Vorbau, hinter dem sich nun das geräumige Stiegenhaus mit seinen Malereien und seiner Dreifaltigkeitskapelle verbirgt. Turm und Vorhaus wurden von Baumeister [[Sebastian Stumpfegger]], der auch als Mitarbeiter von [[Fischer von Erlach]] arbeitete, errichtet. [[1833]] wurde die Kirche den Benediktinern zu [[Benediktinerabtei Michaelbeuern|Michaelbeuern]] übergeben. Bekannt ist in der Kirche der Hochaltar mit seiner Gnadenmadonna, die um [[1460]] entstanden ist. |