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'''Josef Mühlbacher''' (* [[4. März]]<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19331229&query=%22Josef+M%c3%bchlbacher%22&ref=anno-search&seite=10 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 29. Dezember 1933, Seite 10</ref> [[1868]] in [[St. Margarethen im Lungau]]; † [[23. Dezember]]<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19331227&query=%22Josef+M%c3%bchlbacher%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 27. Dezember 1933, Seite 8</ref> [[1933]] in Kufstein-Zell) war von Pfarrer von [[Pfarre Kufstein-Zell|Zell]], heute Teil von [[Kufstein]], und Diözesankonservator von Salzburg.
== Leben ==
Er studierte am [[Altes Borromäum|Borromäum]] und an der Theologischen Fakultät der [[Benediktineruniversität Salzburg]].
Josef Mühlbacher wurde [[1890]] zum Priester geweiht und kam dann nach [[Bad Hofgastein|Hofgastein]] als Kooperator ([[1891]] bis [[1895]]) und von 1895 bis [[1916]] als Benefizat in [[Radstadt]].
Kardinal [[Johannes Baptist Katschthaler|Johannes Katschthaler]], Salzburger [[Erzbischof]] von [[1900]] bis [[1914]], erfuhr von seiner künstlerischen Begabung und schickte ihn [[1909]] bis 1914 zur Ausbildung an die Akademie der bildenden Künste in Wien, wo er den Grad eines akademischen Malers und Bildhauers erlangte. Dabei gab Mühlbacher mit Prof. Ignaz Seipel ein Buch „Das katholische Kirchenjahr in Bildern“ heraus. Die österreichische Regierung hätte ihm ein Stipendium zur weiteren Ausbildung bei Meister Rodin in Paris gegeben. Der Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] verhinderte dies jedoch.
Mühlbacher wurde dann [[1915]] Diözesankonservator und am [[1. Oktober]] [[1916]] Pfarrer in Kufstein-Zell, wo er bis zum 1. Oktober [[1932]] aktiv war.
[[1917]] wurde er Mitglied des fürsterzbischöflichen Denkmalrats.
[[Datei:F. X. Gruber u. Joseph Mohr-Darstellung neben der Stille Nacht-Kapelle in Oberndorf.jpg|thumb|[[Franz Xaver Gruber]] und [[Joseph Mohr]]-Darstellung von Josef Mühlbacher neben der [[Stille Nacht Kapelle]] in [[Oberndorf bei Salzburg]]]]
Für Oberndorf schuf er [[Franz Xaver Gruber]] und [[Joseph Mohr]]-Darstellung in [[Oberndorf bei Salzburg]].<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19340104&query=%22Josef+M%c3%bchlbacher%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 4. Jänner 1934, Seite 5</ref>
Zum Lebensende traf ihn eine gesundheitliche Krise. [[1927]] traf ihn während des Gottesdienstes ein Schlaganfall, der ihn fast lähmte. Mühlbacher verstarb 1933 und ist in Kufstein-Zell begraben.
== „Werkbuch“ von Joseph Mühlbacher im Heimatmuseum Kufstein ==
Neues zu den Reliefs von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber und ihrer Entstehung
Der Zufall führte Regie: Der Stille-Nacht-Forscher [[Martin Reiter]], [[Reith im Alpbachtal]], wurde im Herbst 2017 beim Heimatverein Kufstein um Leihgaben für die nächstjährige [[Stille-Nacht-Ausstellungen 2018|Stille-Nacht-Ausstellung]] im [[Schloss Fügen]] vorstellig. Und [[Michael Neureiter (Politiker)|Michael Neureiter]], Präsident der [[Stille Nacht Gesellschaft]], bat um Bilder von Josef Mühlbachers [[Joseph Mohr|Mohr]]-Relief, das auf der Festung Kufstein ausgestellt ist. Das Ergebnis: Im Fundus des Festungs- und Heimatmuseums Kufstein fand sich das „Werkbuch“ von Josef Mühlbacher mit zahlreichen bisher nicht bekannten Abbildungen aus der Werkstatt des Priesters und Bildhauers.
== Das „Werkbuch“ Josef Mühlbachers ==
Reiter hatte in einem alten „Reimmichlkalender“ einen Bericht über den „Kufsteiner Mohr“ gefunden, ein von Josef Mühlbacher geschaffenes Relief. Er stieß dabei auch auf den angeblich im Werkbuch des künstlerisch tätigen Geistlichen abgebildeten Schädel Joseph Mohrs. Er bat daraufhin Kustos Hugo Oberkofler um Nachschau. Dieser fand im Werkbuch Mühlbachers, das er als Benefiziat in [[Radstadt]] begonnen hatte, tatsächlich ein Bild des in [[Wagrain]] exhumierten Schädels des Stille-Nacht-Textdichters Joseph Mohr.
Michael Neureiter hatte im Gespräch mit der Kufsteiner Autorin Brigitte Weninger um Bilder des „Kufsteiner Mohr“ im Stille-Nacht-Gedenkraum in der Festung Kufstein gebeten, der dann im Oberndorfer Relief um [[Franz Xaver Gruber]] ergänzt wurde.
== Quellen ==
* Aussendung der Stille Nacht Gesellschaft am 22. November 2017
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19331229&query=%22Josef+M%c3%bchlbacher%22&ref=anno-search&seite=10 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 29. Dezember 1933, Seite 10
== Fußnoten ==
<references/>
{{SORTIERUNG: Mühlbacher, Josef}}
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
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[[Kategorie:Erzdiözese]]
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[[Kategorie:Lungau]]
[[Kategorie:St. Margarethen im Lungau]]