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, 13:38, 20. Mär. 2007
Die '''Großglockner Trophy für historische Rennmotorräder bis Baujahr 1961 in Memorial [[Helmut Krackowizer|Prof. Dr. Dkfm. Helmut Krackowizer]]''' findet seit [[2002]] alle zwei Jahre auf der [[Großglockner Hochalpenstraße]] statt.
==Art der Veranstaltung==
Es handelt sich dabei um ein Gleichmäßigkeitsrennen in zwei Wertungsläufen auf der [[Großglockner Hochalpenstraße]]
von [[Ferleiten]] (1.145 m ü. M.) 12,9 km zum [[Fuscher Törl]] (2.402 m ü. M.) und entspricht damit auch der ehemaligen Renndistanz bei den [[Großglockner Automobil- und Motorradrennen]] [[1938]] und [[1939]] ([[1935]], beim ersten Glockner Rennen startete man noch direkt im Ort [[Fusch]]).
==Veranstalter==
Als Veranstalter tritt der [[Motorveteranen Club Zell am See]], in persona Thomas Fritsch aus [[Maishofen]], auf. Fritsch war langjähriger Begleiter von [[Helmut Krackowizer]] bei vielen seiner Reisen. Nach dem Tod von [[Helmut Krackowizer]] wollte Fritsch in Erinnerung an ihn eine Motorsportveranstaltung ins Leben rufen, die [[Helmut Krackowizer]] immer propagiert hatte: Schont die alten wertvollen Dinger und genießt es, sie zu fahren! (Wenn auch natürlich viele gerne auch einmal die Motoren laufen lassen...)
==Partner Großglockner Hochalpenstraße und Porsche Alpenstraße==
Die Idee einer Wiederbelebung der alten Rennsporttradition auf dieser herrlichen Panoramastraße gefiel auch der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] sehr und unterstütz die Veranstaltung nach Kräften. Als Partner für rennhistorische Aspekte konnte der Veranstalter die [[Porsche Alpenstraße]] gewinnen, die ja selbst auf eine lange Geschichte im Motorsport
zurück blicken kann.
==Die Veranstaltungen==
===2002===
Schon bei der ersten ''Großglockner Trophy'' kamen mehr als 100 Rennmotorräder und Beiwagengespanne aus ganz Europa. Alte Weggefährten von [[Helmut Krackowizer]], junge Enthusiasten dieses Motorsports und andere kamen am [[14. September]] [[2002]] an die Glocknerstraße. Diese erste Trophy fand noch im Rahmen einer Traktorenveranstaltung am Glockner statt.
Die schnellsten des zweiten Laufes waren dann Bill und Maggie Tuer mit ihrem Beiwagengespann mit einer Laufzeit von 9:19,56 (83 km/h Schnitt), was auch Tagesbestzeit war; schnellster einspuriger Motorradfahrer: Andrew Bennett auf Norton Manx Special (1958, 1.098 cm³) mit einer Zeit von 9:33,39 (81 km/h Schnitt).
Da es sich ja aber um eine Gleichmäßigkeitsprüfung handelte (beide Läufe sollten möglichst in derselben Zeit gefahren werden), sah natürlich dann das offizielle Rennergebnis anders aus! Die geringste Zeitdifferenz hatte Goeff Sawyer auf Jabs (1950, 490 cm³) mit 0,03 Sekunden!
===2004===
War die Vorbereitungszeit zur ersten Trophy doch noch recht kurz, so gelang es dem Veranstalter für [[2004]], am [[3. Juli]], eine Reihe interessanter Personen und Motorräder zur [[Großglockner Hochalpenstraße]] zu bringen:
* Sammy Miller, ex-Motorrad-Rennfahrer und mehrfacher Trial-Weltmeister, kam mit einer Gilera-500 aus [[1957]]
* Dank des Autohaus "[[Porsche Alpenstraße]]" in [[Salzburg]] konnte eine DKW 250 SS Ladepumpen-Rennmaschine aus dem Jahr [[1939]] aus dem Ingolstädter Audi-Museum "Audi Tradition" an den Start gebracht werden,
* die von "Gustl" August Hobl, Vizeweltmeister 1956 der 350er Klasse, gefahren wurde
* die Audi Tradition brachte auch einen Auto Union Rennwagen Typ C 16 Zylinder: dieser von Prof. [[Ferdinand Porsche]] entwickelte 16-Zylinder-V-Motor brachte anfangs 295 PS ([[1934]]) auf die Räder, in der Endphase [[1936]] waren es dann aber schon 520 PS. Der Auto Union Typ C war [[1936]] der erfolgreichste deutsche Grand Prix Rennwagen. Insgesamt nahm der Wagen an 59 Wettbewerben teil, wovon er 33 für sich entscheiden konnte, am Steuer Bernd Rosemeyer, Hans Stuck, H. P. Müller und andere. Apropos Prof. Ferdinand Porsche: [[1938]] fuhr vor den „Ostmärkern“, die „Stielaugen“ staunten, Prof. Porsche in einer Rennpause mit einem Prototyp des „VW“ die Rennstrecke hinauf - ohne dass der Motor zu kochen begann, ohne Nachfüllen von Kühlwasser. Seine Zeit: 21:54,4 was einem Schnitt von 34,5 km/h entspricht.
* ex-Rennfahrer und langjähriger "Secretary of the TT Riders Association", Allan Robinson, kam auf Einladung der BMW "Mobile Tradition" mit einer BMW R 51 RS
===2006===
am [[1. Juli]] [[2006]] fand die bisher letzte und dritte Trophy statt. Auch 2006 waren unter den rund 120 Teilnehmern wieder Raritäten unter den Rennmotorrädern zu bewundern:
* eine Zehnder aus der Schweiz, Baujahr [[1929]])
* eine drei letzte noch drei existierenden Alcyon Zürcher, ebenfalls aus der Schweiz (Baujahr [[1927]])
* einer der Sieger 2004, Harry Long mit seiner Rudge Rapid 2-Ventiler aus [[1938]]
* eine Sunbeam Racing aus [[1928]]
* eine Velocette KTT MK8 aus [[1947]], die [[1948]] vier Grand Prix Siege mit Tonny Wood errang und die Qualifikationsmaschine von Freddy Frith war
* einige Aer Macchi Ala D'Oro, die Anfang der 60er Jahre zu großen Ehren kam (u. a. mit Alberto Pagani);
* Walter Wartbichler, bekannt aus der Eisspeedway-Szene (7. in der WM [[1977]], 10. - [[1978]] und [[1980]], mit seinem Bruder Kurt 4 . bei der Team-WM [[1979]], 5. - [[1980]], [[1981]], [[1982]] und [[1984]]) kam mit einer Norton Manx 500 aus [[1961]];
[[Porsche Alpenstraße]] [[Salzburg]] brachte einen der legendären Audi Quattro Rallye zur Glocknerstraße. Eine stattliche Anzahl an Beiwagengespannen war auch zur Trophy angetreten und sorgten durchaus für Spannung und interessante Bilder.
==Quelle==
{{Homepage|http://www.reisemosaik.at/Grossglocknertrophy/}}
[[Benutzer:Mosaico|Peter Krackowizer]]
==Links==
{{Homepage|http://www.reisemosaik.at/Grossglocknertrophy/}}