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| − | [[Bild:Stift nonnberg 1.jpg|thumb|300px|Das Stift Nonnberg vom [[Kapuzinerberg]] aus gesehen]]Das '''Benediktiner-Frauenstift Nonnberg''' ist das älteste, seit seiner Gründung [[713]] - [[715]] ununterbrochen bestehende Frauenkloster nördlich der [[Alpen]]. | + | [[Bild:Stift nonnberg 1.jpg|thumb|300px|Das Stift Nonnberg vom [[Kapuzinerberg]] aus gesehen]]Das '''Benediktiner-Frauenstift Nonnberg''' ist das älteste, seit seiner Gründung [[713]]/[[715|15]] ununterbrochen bestehende Frauenkloster nördlich der [[Alpen]]. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
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| − | Um [[715]] gründete [[Rupert von Worms|Rupert]] am Nonnberg das Benediktinenstift Nonnberg, das heute weltweit älteste dauernd bestehende Frauenkloster. Einst war das Kloster begütert: Zu den Gütern gehörte im Frühmittelalter auch das [[Nonntal]], dessen Kirche früher eine Filialkirche des Klosters war, und der Raum zwischen [[Salzach]] und [[Leopoldskroner Moor]] im Süden der Stadt.
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| | [[Bild:Stift Nonnberg 02.jpg|thumb|300px|Das Stift Nonnberg von [[Nonntal]] aus gesehen, vom Erhardplatz vor der [[Pfarrkirche St. Erhard]]]] | | [[Bild:Stift Nonnberg 02.jpg|thumb|300px|Das Stift Nonnberg von [[Nonntal]] aus gesehen, vom Erhardplatz vor der [[Pfarrkirche St. Erhard]]]] |
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| − | Um [[1006]] brannte die erste Klosterkirche ab. Eine neue Klosterkirche wurde mit Hilfe Heinrich II. im Jahr [[1009]] vollendet, der mit seiner Gemahlin Kunigunde die Einweihung vornahm. Aus dieser Zeit sind der mächtige Kirchturm, Portalteile und unter das „Paradies“ mit seinen Fresken erhalten. | + | Um [[715]] gründete [[Rupert von Worms|Rupert]] am [[Nonnberg]] innerhalb der [[Salzpurch]] das Benediktinenstift Nonnberg, das heute weltweit älteste dauernd bestehende Frauenkloster. |
| | + | Ruperts Nichte [[Erentrudis]] war die erste Äbtissin. Um [[1006]] brannte die erste Klosterkirche ab. Einst war das Kloster begütert: Zu den Gütern gehörte im Frühmittelalter auch das [[Nonntal]], dessen Kirche früher eine Filialkirche des Klosters war, und der Raum zwischen [[Salzach]] und [[Leopoldskroner Moor]] im Süden der Stadt. |
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| | [[1117]] bestätigte Erzbischof [[Konrad I.]] dem Stift den Grundbesitz in Arnsdorf in der Wachau. | | [[1117]] bestätigte Erzbischof [[Konrad I.]] dem Stift den Grundbesitz in Arnsdorf in der Wachau. |
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| − | Durch einen Brand [[1423]] zum Großteil zerstört, wurde die Klosterkirche in den Jahren [[1464]] bis [[1509]] auf den alten Gebäuderechten fußend neu aufgebaut (Spätgotischer Bau). Das mittige gotische Glasfenster hinter dem Altar ([[1480]]), gestiftet vom damaligen Bürgermeister [[Augustin Clanner]], der spätgotische Altar (mit neugotischem Beiwerk) aus der Filialkirche [[Scheffau]] an der [[Lammer]]. Das Kloster beherbergt eine bedeutende Sammlung mittelalterlicher Handschriften, gotischer Figuren und Malerei (vor allem spätgotische Altäre). Besonders bemerkenswert ist das "Faldistorium" (ein Faltstuhl für die Äbtissin, nach [[1100]] entstanden mit figürlichen Reliefs und Figuren aus Walrossbein) und das Elfenbeinpastorale von [[1242]].
| + | Das Kloster beherbergt eine bedeutende Sammlung mittelalterlicher Handschriften, gotischer Figuren und Malerei (vor allem spätgotische Altäre). Besonders bemerkenswert ist das "Faldistorium" (ein Faltstuhl für die Äbtissin, nach [[1100]] entstanden mit figürlichen Reliefs und Figuren aus Walrossbein) und das Elfenbeinpastorale von [[1242]]. |
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| | + | == Klosterkirche Nonnberg Mariae Himmelfahrt == |
| | [[Bild:Nonnberg.jpg|thumb|300px|Hauptaltar in der Klosterkirche]] | | [[Bild:Nonnberg.jpg|thumb|300px|Hauptaltar in der Klosterkirche]] |
| | + | Um [[715]] gründete Hruodpert ([[Rupert von Worms|Rupert]]) am Nonnberg das Benediktinenstift Nonnberg. Ruperts Nichte [[Erentrudis]] war die erste Äbtissin. Um [[1006]] brannte die erste Klosterkirche ab. Eine neue Klosterkirche wurde mit Hilfe Heinrich II. im Jahr [[1009]] vollendet, der mit seiner Gemahlin Kunigunde die Einweihung vornahm. Aus dieser Zeit sind der mächtige Kirchturm, Portalteile und unter das „Paradies“ mit seinen Fresken erhalten. Aus romanischer Zeit sind der mächtige Kirchturm, Portalteile und unter dem Nonnenchor das „Paradies“ mit seinen Fresken (um [[1140]]) erhalten. |
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| − | == Klosterkirche Nonnberg Mariae Himmelfahrt ==
| + | Durch einen Brand [[1423]] zum Großteil zerstört, wurde die Klosterkirche in den Jahren [[1464]] bis [[1509]] auf den alten Gebäuderechten fußend neu aufgebaut (Spätgotischer Bau). Das gotische Kirchenschiff besitzt filialengeschmückte Kirchenfenster, wobei das gotische "Claner-Fenster" hinter dem Altar besondere Bedeutung besitzt. Es wurde vom Salzburger Bürger und späteren Bürgermeister [[Augustin Clanner]] [[1473]] gestiftet und von [[Hemmel von Andlau]] geschaffen. |
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| − | Um [[715]] gründete Hruodpert ([[Rupert von Worms|Rupert]]) am [[Nonnberg]] das Benediktinenstift Nonnberg (heute das weltweit älteste christliche Frauenkloster mit ununterbrochener Tradition), Ruperts Nichte [[Erentrudis]] war die erste Äbtissin. Um [[1006]] brannte die erste Klosterkirche ab. Eine neue Klosterkirche wurde mit maßgeblicher Unterstützung durch Heinrich I. [[1009]] vollendet. Aus romanischer Zeit sind der mächtige Kirchturm, Portalteile und unter dem Nonnenchor das „Paradies“ mit seinen Fresken (um [[1140]]) erhalten.
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| − | Nach dem Brand [[1423]] wurde die Kirche ab [[1464]] spätgotisch wiedererrichtet. Das gotische Kirchenschiff besitzt filialengeschmückte Kirchenfenster, wobei das gotische "Claner-Fenster" hinter dem Altar besondere Bedeutung besitzt. Es wurde vom Salzburger Bürger und späteren Bürgermeister [[Augustin Claner]] [[1473]] gestiftet und von [[Hemmel von Andlau]] geschaffen.
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| − | Der gotische Flügelaltar (aus der Werkstatt des Hallstädter Meisters) stammt samt den neugotischen Ergänzungen aus der Abtenauer Kirche. Der stets sehr dunkle Kirchenraum mit dem erhöhten Chor über der Krypta verleiht der Kirche eine eigene Stimmung. An hohen Festtags-Gottesdiensten ist hier der zeitlos-meditative gregorianische Gesang des Nonnenchores zu hören. | + | Der spätgotische Altar (mit neugotischem Beiwerk) aus der Filialkirche [[Scheffau]] an der [[Lammer]]. Der gotische Flügelaltar (aus der Werkstatt des Hallstädter Meisters) stammt samt den neugotischen Ergänzungen aus der Abtenauer Kirche. Der stets sehr dunkle Kirchenraum mit dem erhöhten Chor über der Krypta verleiht der Kirche eine eigene Stimmung. An hohen Festtags-Gottesdiensten ist hier der zeitlos-meditative gregorianische Gesang des Nonnenchores zu hören. |
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| | == Die Geschichte im Überblick == | | == Die Geschichte im Überblick == |
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| − | * [[712]]/[[715|15]]: Gründung durch [[Rupert von Worms|Hl. Rupert]] im Auftrag des Bayernherzogs Theodor, der das Kloster seiner Nichte (manchmal auch als seine Schwester bezeichnet) [[Erintrudis]] (auch ''[[Erentrudis]]'' geschrieben) als erster Äbtissin überantwortete. | + | * [[712]]/[[715|15]]: Gründung durch [[Rupert von Worms|Hl. Rupert]] im Auftrag des Bayernherzogs Theodor, der das Kloster seiner Nichte (manchmal auch als seine Schwester bezeichnet) Erintrudis (auch ''Erentrudis'' geschrieben) als erster Äbtissin überantwortete. |
| | * [[9. Jahrhundert]]: Das Kloster übernimmt die Regeln des Hl. Bendikt von Nursia, Italien; vorher lebte man nach einer 'Mischregel' | | * [[9. Jahrhundert]]: Das Kloster übernimmt die Regeln des Hl. Bendikt von Nursia, Italien; vorher lebte man nach einer 'Mischregel' |
| | * [[1000]]: Bau einer Romanischen Basilika durch Kaiser Heinrich II. | | * [[1000]]: Bau einer Romanischen Basilika durch Kaiser Heinrich II. |