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| | [[Datei:Pfarrkirche Morzg Fresken Anton Faistauer 02.jpg|thumb|[[Anton-Faistauer-Fresken in der Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus|Fresken]] im Hauptschiff der [[Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus]] in Salzburg-[[Morzg]]]] | | [[Datei:Pfarrkirche Morzg Fresken Anton Faistauer 02.jpg|thumb|[[Anton-Faistauer-Fresken in der Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus|Fresken]] im Hauptschiff der [[Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus]] in Salzburg-[[Morzg]]]] |
| | [[Datei:Faistauer-Foyer Festspiele 04.jpg|thumb|[[Faistauer-Foyer]], Ansicht: West nach Ost]] | | [[Datei:Faistauer-Foyer Festspiele 04.jpg|thumb|[[Faistauer-Foyer]], Ansicht: West nach Ost]] |
| | + | [[Datei:Fresko Anton Faistauer Gnadenstuhl der Dreifaltigkeit Collegium Benedictinum 01.jpg|thumb|Gnadenstuhl der Dreifaltigkeit, Collegium Benedictinum]] |
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| | '''Anton Faistauer''' (* [[14. Februar]] [[1887]] in [[St. Martin bei Lofer]] auf [[Schloss Grubhof]]; † [[13. Februar]] [[1930]] in Wien) war einer der wichtigsten Pioniere der modernen Malerei in Österreich und bis heute einer der bekanntesten Salzburger Maler. Seine künstlerische Entwicklung war von der Auseinandersetzung mit dem Werk Paul Cézannes gekennzeichnet. | | '''Anton Faistauer''' (* [[14. Februar]] [[1887]] in [[St. Martin bei Lofer]] auf [[Schloss Grubhof]]; † [[13. Februar]] [[1930]] in Wien) war einer der wichtigsten Pioniere der modernen Malerei in Österreich und bis heute einer der bekanntesten Salzburger Maler. Seine künstlerische Entwicklung war von der Auseinandersetzung mit dem Werk Paul Cézannes gekennzeichnet. |
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| − | ==Faistauer und Salzburg== | + | == Faistauer und Salzburg == |
| | Anton Faistauer verbrachte Kindheit und Jugend in [[Maishofen]], besuchte in Hall in Tirol und in Innsbruck das Gymnasium und begann sein Studium an der Wiener Kunstakademie. | | Anton Faistauer verbrachte Kindheit und Jugend in [[Maishofen]], besuchte in Hall in Tirol und in Innsbruck das Gymnasium und begann sein Studium an der Wiener Kunstakademie. |
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| − | Faistauer verließ [[1909]] aus Protest die Wiener Kunstakademie und organisierte die "Neukunstgruppe" mit namhaften Kollegen wie Schiele und Kolig. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] zog Faistauer zurück in seinen [[Pinzgau]]er Heimatort Maishofen und arbeitete am "Großen Salzburger Votivaltar", der heute im [[Museum Rupertinum]] in Salzburg zu sehen ist. Zu seinen Werken aus dieser Zeit zählen auch die Fresken in der [[Stabelbergkapelle]] bei Maishofen. Abseits der großen Arbeiten gestaltete Faistauer auch das [[1920]] von der Gemeinde Maishofen aufgelegte [[Notgeld]]. | + | Faistauer verließ [[1909]] aus Protest die Wiener Kunstakademie und organisierte die "Neukunstgruppe" mit namhaften Kollegen wie Schiele und Kolig. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] zog Faistauer zurück in seinen [[Pinzgau]]er Heimatort [[Maishofen]] und arbeitete am "Großen Salzburger Votivaltar", der heute im [[Museum Rupertinum]] in Salzburg zu sehen ist. Zu seinen Werken aus dieser Zeit zählen auch die Fresken in der [[Stabelbergkapelle]] bei Maishofen. Abseits der großen Arbeiten gestaltete Faistauer auch das [[1920]] von der Gemeinde Maishofen aufgelegte [[Notgeld]]. |
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| | + | Faistauer war [[1918]] gemeinsam mit seinem Kollegen [[Felix Albrecht Harta]] an der Gründung der Künstlergruppe "Der Wassermann" beteiligt. Von [[1920]] bis [[1927]] lebte er in der [[Stadt Salzburg]]. Zu seinen Hauptwerken, die heute einen besonderen Anziehungspunkt darstellen, zählen: |
| | + | * die [[Anton-Faistauer-Fresken in der Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus|Fresken]] der [[Morzger Stadtpfarrkirche]], <br/> die er [[1922]] teilweise mit Hilfe von Mitarbeitern, darunter [[Wilhelm Kaufmann]] und [[Theodor Kern]], ausführte. |
| | + | * die Fresken im (kleinen) Festspielhaus, die jetzt das [[Faistauer-Foyer|Foyer]] des [[Haus für Mozart|Hauses für Mozart]] zieren, und die Faistauer weltweit bekannt machten. |
| | + | * die beiden Fassaden-Fresken im Innenhof des [[Collegium Benedictinum]] |
| | + | : "''Gnadenstuhl der Dreifaltigkeit ''" (Unitas in Trinitate - Trinitate in Unitas), 1925. |
| | + | : "''Gnadenbild Maria Plain und Salzburg''", 1926 |
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| − | Faistauer war [[1918]] gemeinsam mit seinem Kollegen [[Felix Albrecht Harta]] an der Gründung der Künstlergruppe "Der Wassermann" beteiligt. Von [[1920]] bis [[1927]] lebte er in der [[Stadt Salzburg]]. Zu seinen Hauptwerken zählt die Ausmalung der [[Morzger Stadtpfarrkirche]], die er [[1922]] - teilweise mit Hilfe von Mitarbeitern, darunter auch [[Wilhelm Kaufmann]] und [[Theodor Kern]] - vollzog und die heute einen besonderen Anziehungspunkt darstellen. Vier Jahre später entstanden die Fresken im (kleinen) Festspielhaus, die jetzt das [[Faistauer-Foyer|Foyer]] des [[Haus für Mozart|Hauses für Mozart]] zieren, und die Faistauer weltweit bekannt machten. [[1927]] zog Faistauer nach Wien.
| + | [[1927]] zog Faistauer nach Wien. |
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| | Zu seinen Schülern zählt [[Josef Schulz]], der Faistauer als seinen künstlerischen Mentor und Vorbild sah. | | Zu seinen Schülern zählt [[Josef Schulz]], der Faistauer als seinen künstlerischen Mentor und Vorbild sah. |