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, 16:41, 3. Mär. 2018
Der '''Drosselrohrsänger''' (''Acrocephalus arundinaceus'') zählt zur großen Gruppe der Zweigsänger (''Sylviidae'').
==Beschreibung==
Der im Englischen ''Great Reed Warbler'' benannte Drosselrohrsänger erreicht eine Körperlänge von 16-20 cm und sieht wie eine Großausgabe des [[Teichrohrsänger]]s aus. Er ist auch ähnlich gefärbt – oben braun und unten beige-weiß, hat einen ähnlichen Gesangsaufbau und vergleichbare Habitatsansprüche. Außer durch seine Größe und durch seine etwas rauere Stimme aufgrund seines proportional etwas größeren Kopfes und Schnabels – dieser ist drosselartig lang und kräftig mit einem meist dunklen Fleck an der Unterschnabelspitze, hat der Drosselrohrsänger auch einen etwas längeren Schwanz und eine etwas größere Handschwingenprojektion mit deutlich weißen Handschwingenspitzen. Auch der helle Überaugenstreif ist häufig etwas deutlicher und etwas breiter und im Durchschnitt sind Zügel und Augenstreif dunkler als beim Teichrohrsänger. Der Nacken ist braun, der Hinterhals oft etwas heller und grauer und aus der Nähe gesehen haben manche Individuen eine feine graue Strichelung auf der unteren Kehle, bzw. der oberen Brust. Seine Beine sind rosabraun oder braungrau. Beim adulten Vogel wirkt das Gefieder im Spätsommer meist etwas abgetragen, ist oberseits heller braungrau getönt und unterseits weißlicher. Der Gesang ist ähnlich dem des Teichrohrsängers. Beim juvenilen Vogel
==Brut und Überwinterung==
Drosselrohrsänger benötigt zum Brüten hohes und dichtes [[Schilf]] und zwar genügen auch kleine Bestände wie sie beispielsweise an Gräben vorkommen. Er baut im Schilfbestand ein stabiles Hängenest zwischen kräftigen Schilfhalmen. Der Drosselrohrsänger ist ein Sommervogel, der Ende April im Brutgebiet eintrifft und dort bis September verbleibt. Er überwintert im tropischen Afrika.
==Brutverbreitung in Salzburg==
Im Land Salzburg kommen nur mehr wenige Brutpaare vor. Die Wahrheit liegt zwischen einem und zehn Brutpaaren. Der Drosselrohrsänger gilt daher hier als akut gefährdet. Dem Ornithologen [[Viktor Ritter von Tschusi zu Schmidhoffen]] war der Drosselrohrsänger [[1877]] nur als [[Durchzügler]] bekannt. Es ist denkbar, dass die Art Salzburg vielleicht erst in der ersten Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s im Zuge von Arealausweitungen wie beginnende Eutrophierung und vermehrtes Schilfwachstum erreicht hat. Ab den [[1950]]er-Jahren liegen jedenfalls aus dem Salzburger Alpenvorland Bruthinweise vor. Brutnachweise gelangen erst ab den [[1960]]er-Jahren, wobei in den [[1970]]er-Jahren sogar ein Brutnachweis im [[Natur- und Europaschutzgebiet Zeller See]] – Seehöhe 760 Meter – gelungen ist. In den [[1990]]er-Jahren verschwand die Art fast völlig, was mit dem großräumigen Schilfbestandsrückgang zusammenhängt. Seit dem Jahr 2000 nimmt die Anzahl der Brutzeitbeobachtungen wieder zu und zwar besonders im wiedervernässten [[Weidmoos]]. Hier konnten im Jahr [[2007]] drei Brut-Reviere festgestellt werden.
Von allen Rohrsängern ist der Drosselrohrsänger am stärksten von im Wasser stehenden, starkhalmigen Röhrichtbeständen des wasserseitigen Bereichs von Verlandungszonen abhängig. Durch Zerstörung und Beeinträchtigung von Röhrichtbeständen größerer Stillgewässer und Störungen von der Wasserseite durch Freizeitnutzungen kommt es zu den größten Lebensraumverlusten, woraus sich die Verantwortung des Menschen für den Bestand zweifelsfrei ablesen lässt. Maßnahmen zum Schutz dieser Art sind daher der Schutz bestimmter Gebiete, die Erhaltung seeseitiger Verlandungszonen mit Wasserschilf und Schilfinseln und das Verhindern von Beeinträchtigungen durch Freizeit- und Erholungsnutzungen mittels gewässerseitiger Ruhezonen.
==Quellen==
*[[Leopold Slotta-Bachmayr|Slotta-Bachmayr, Leopold]], [[Medicus, Christine]], [[Stadler, Susanne]]: Rote Liste der gefährdeten Brutvögel des Bundeslandes Salzburg, Naturschutzbeiträge 38/12, HG Amt der Salzburger Landesregierung, Referat 13/02 – Naturschutzfachdienst, Salzburg 2012, S. 29 und S. 136.
*Killian Mullarney, Dan Zetterström, Lars Svensson, Der Kosmos Vogelführer, Große Ausgabe, 2. Auflage des 2011 erschienenen KOSMOS-Vogelführers, S. 32-323.
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