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'''Daniel Etter''' (* [[27. August]] [[1876]] in [[Thalgau]], † [[5. Oktober]] [[1955]]) war Domdechant, [[Landesrat]] und Gründer des [[Salzburger Pressverein|Salzburger Pressevereines]].

==Leben==
Der hochbegabte Sohn eines Müller schlägt nach Schule am [[Borromäum]] die Priesterlaufbahn ein und empfängt [[1899]] von [[Erzbischof]] [[Johannes Baptist Katschthaler]] die Weihe. Im Sommer [[1900]] wird er Kooperator in der [[Pinzgau]]er Gemeinde [[Bramberg]]. [[1906]] wird er als Domvikar nach Salzburg berufen. Noch im selben Jahr ruft er den "Piusverein" ins Leben und gehört im zu den Gründungsmitgliedern des katholischen Bauernbundes.

[[1909]] wird er Landtagsabgeordneter, bald folgt die Gründung des [[Salzburger Pressverein|Salzburger Pressvereins]]. Von 1909 bis [[1918]] gehört er auch dem Landesausschuss an. Er setzt die Macht des Wortes bei Predigten, Versammlungen und auf Märkten im Land ein und wird so einem Pionir die Salzburger Pressebewegung. Nach Kriegsende kommt er [[1919]] erneut inden Landtag ein und gehört als Landesrat auch der [[Salzburger Landesregierung|Landesregierung]] an. Eine Periode, von [[1922]] bis [[1927]] mit Landeshauptmann [[Franz Rehrl|Dr. Franz Rehrl]], dessen politischen Laufbahn er ebenso
förderte wie die von Dr. Leopold Figl und Dr. Julius Raab.

Zu seinen Initativen gehört die Weichenstellung [[1923]] für die Errichtung des naturkundlichen Museums [[Haus der Natur]], im wirtschaftlichen Bereich als Landesrat in unzähligen wichtigen Bauvorhaben wie Salzachregulierungen, Planung von Stausseeprojekten und zahlreichen Straßenbauten, wo vor allem die Errichtung der „Russenstraße“.

[[1927]] übernimmt er dann noch das Amt des Dompfarrers und Stadtdechanten. Weitere Stationen seines Lebens waren im [[Salzburger Landesschulrat|Landesschulrat]], in den katholischen Arbeitervereinen (von 1927 bis [[1933]] als Präsident), [[1933]] Ernennung zum Domkustos und Domscholastikus.

In großzügigster Weise unterstützt er die [[Katholische Hochschülerschaft|katholische Hochschülerschaft]]. Von zahlreichen Studentenverbindungen wie Austria - Wien (1913), Leopoldina - Innsbruck (1924), Austria - Innsbruck (1927) oder Rheno - Juvavia (1932) erhielt er für seine Verdienste das Ehrenband.

Anlässlich seines goldenen Priesterjubiläums am [[14. August]] [[1949]] erfolgt die Installierung zum Domdechant. Die verhängnisvollen Verstrickungen in die Machenschaften des angeblichen Erfinders und Physikers Carl Schappeller, verbunden mit dem wissenschaftlichen Glauben an die Auswertung der „Urkraft“, stürzen Daniel Etter über Jahre hin in gesundheitliche und materielle Sorgen. Bereits von schwerer Krankheit gezeichnet, übernimmt er [[1950]] noch die Flüchtlingsseelsorge. Finanziell durch die „Schappeller - Affäre“ beinahe ruiniert, aber von seinen politischen Weggefährten und Freunden Leopold Figl, Julius Raab und Franz Rehrl stets unterstützt, zieht sich Etter nach einem Schlaganfall 1951 aus dem öffentlichen Leben zurück.

Am 5. Oktober 1955 stirbt Daniel Etter wenige Wochen nach Vollendung seines 80. Geburtstages.

==Auszeichnungen==
Auszeichnungen, die dem „Apostel der christlichen Presse“ zuteil wurden:
* die Gemeinden [[Saalbach]], [[Seeham]], [[Ebenau]], [[Plainfeld]], [[Hof]], [[Faistenau]], [[Fuschl]], [[Thalgau]] und [[Bramberg]] verliehen ihm die Ehrenbürgerschaft
* das Kapitel von [[Mattsee]] wählte ihn zum Kanonikus

==Quelle==
* [http://www.trautmann.at/thalgau_network/pdf/2005_daniel_etter_die_macht_des_wortes.pdf www.trautmann.at]

[[Kategorie:Kirche|Etter, Daniel]]
[[Kategorie:Politiker|Etter, Daniel]]
[[Kategorie:Journalist|Etter, Daniel]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Etter, Daniel]]
[[Kategorie:Geschichte (Person)|Etter, Daniel]]

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