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Nach dem Tode des Luidpoldinger Bayernherzogs Berthold verlieh der König das Herzogtum [[Bayern]] seinem Bruder Heinrich I. zur Stärkung der zentralen Macht der deutschen Könige. Dabei fühlte sich der Neffe von Heinrich mit Namen Luidolf als schwäbischer Herzog übergangen und unternahm [[953]] gemeinsam mit maßgeblichen Luitpoldingern einen ersten Aufstand gegen den König. Auch in diesem Konflikt hielt der Salzburger Erzbischof - trotz seiner Verwandtschaft zu den Aufständischen - loyal zum König, der sich dafür beim Salzburger Erzbischof mit der Schenkung weiterer Güter bedankte. In diese Zeit fällt auch die Tätigkeit des Erzbischofs auf der vom Papst einberufenen Synode von Ingelsheim ([[948]]) und dem Reichstag von Augsburg ([[952]]).
 
Nach dem Tode des Luidpoldinger Bayernherzogs Berthold verlieh der König das Herzogtum [[Bayern]] seinem Bruder Heinrich I. zur Stärkung der zentralen Macht der deutschen Könige. Dabei fühlte sich der Neffe von Heinrich mit Namen Luidolf als schwäbischer Herzog übergangen und unternahm [[953]] gemeinsam mit maßgeblichen Luitpoldingern einen ersten Aufstand gegen den König. Auch in diesem Konflikt hielt der Salzburger Erzbischof - trotz seiner Verwandtschaft zu den Aufständischen - loyal zum König, der sich dafür beim Salzburger Erzbischof mit der Schenkung weiterer Güter bedankte. In diese Zeit fällt auch die Tätigkeit des Erzbischofs auf der vom Papst einberufenen Synode von Ingelsheim ([[948]]) und dem Reichstag von Augsburg ([[952]]).
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Nach einem Waffenstillstand infolge eines blutigen Einfalles der Ungarn in Bayern folgte. In der folgenden Auseinandersetzung, in der etliche Aufständischen ins Lager des Königs gewechselt waren, trat der Salzburger Erzbischof aber dem Lager der Aufständischen und damit seiner Verwandten Luitpoldinger bei. Trotz der Aussöhung von Aufständischen mit dem König und dem Tod des Anführers der Aufständischen, Pfalzgraf Arnulf wurde der Konflikt erst mit der [[Schlacht bei Mühldorf]], die vermutlich am [[1. Mai]] [[955]] stattfand, beendet. In dieser letzten Auseinandersetzung wurde der Salzburger Erzbischof von Otto gefangen genommen. Der als jähzornig bekannte Otto bezichtigte Herold des Hochverrates und der Rebellion, ließ ihn blenden und schickte ihn nach Säben in die Verbannung. Nachdem Herold diese Verbannung und Absetzung nicht zur Kenntnis nehmen wollte, und weiterhin liturgische Handlungen vornahm, drohte ihm [[962]] der Papst mit dem Bann, wenn er nicht davon abließe und beschuldigte Herold die Ungarn nach Bayern gelockt zu haben. [[967]] hat der Papst die Androhung des Bannes erneuert, die damals Kaiser Otto der Große und 59 Erzbischöfe und Bischöfe mit unterzeichnet hatten.
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==Die Schlacht bei Mühldorf (955)==
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Nach einem Waffenstillstand infolge eines blutigen Einfalles der Ungarn in Bayern folgte. In der folgenden Auseinandersetzung, in der etliche Aufständischen ins Lager des Königs gewechselt waren, trat der Salzburger Erzbischof aber dem Lager der Aufständischen und damit seiner Verwandten Luitpoldinger bei. Trotz der Aussöhung von Aufständischen mit dem König und dem Tod des Anführers der Aufständischen, Pfalzgraf Arnulf wurde der Konflikt erst mit der [[Schlacht bei Mühldorf (955)|Schlacht bei Mühldorf]], die vermutlich am [[1. Mai]] [[955]] stattfand, beendet. In dieser letzten Auseinandersetzung wurde der Salzburger Erzbischof von Otto gefangen genommen. Der als jähzornig bekannte Otto bezichtigte Herold des Hochverrates und der Rebellion, ließ ihn blenden und schickte ihn nach Säben in die Verbannung. Nachdem Herold diese Verbannung und Absetzung nicht zur Kenntnis nehmen wollte, und weiterhin liturgische Handlungen vornahm, drohte ihm [[962]] der Papst mit dem Bann, wenn er nicht davon abließe und beschuldigte Herold die Ungarn nach Bayern gelockt zu haben. [[967]] hat der Papst die Androhung des Bannes erneuert, die damals Kaiser Otto der Große und 59 Erzbischöfe und Bischöfe mit unterzeichnet hatten.
    
== Literatur ==
 
== Literatur ==

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