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Das [[Internationale Jazzfestival Saalfelden]] ist ein Musikfestival, das jährlich Ende August in der [[Pinzgau]]er Gemeinde [[Saalfelden]] stattfindet und sich seit [[1978]] zum wohl bedeutensten Jazzfestival Mitteleuropas entwickelt hat.

==Aktuell==
Die 29. Auflage des Festivals findet von [[21. August|21.]] bis [[24. August]] [[2008]] statt und bietet 31 Konzerte an sieben Spielstätten. Auf der Hauptbühne Acts wie Wadada Leo Smith's Organic Resonance mit dem Projekt "Jack Johnson" oder Don Cherry's Symphony for Improvisers mit den Trompetern Dave Douglas und Roy Campbell, die auf Projekte wie die "Slide Family" mit dem special guest Gary Valente, das Dave Holland Sextett mit einer Europapremiere oder Tim Bernes "Buffalo Collision" treffen. Bei der Reihe "Short Cuts", dem "Festival im Festival", setzt man wieder auf einen interessanten experimentellen Mix aus Electronics und neuen Ideen, wobei auch wieder Projekte von Musikern gezeigt werden, die in größeren Formationen auf der Hauptbühne zu hören sind. Außerdem bietet das Jazzfestival Saalfelden natürlich das bekannt interessante Drumherum - mit einer tollen Infrastruktur, Frei-Konzerten auf umliegenden Almen und im Ort selbst.

==Spielstätten==
Seit dem Neustart [[2006]] ist das Festival aus der ehemaligen Zeltstadt im Ortsteil Ramseiden in das Zentrum Saalfeldens übersiedelt. Bespielt werden das [[Congress Saalfelden]] (Main Stage), das [[Kunsthaus NEXUS]] (Short Cuts), ein Zelt am Rathausplatz für die kostenlosen Jazzkonzerte und die Steinalm, der Berggasthof Huggenberg, die Alte Schmiede und der Landgasthof Schatzbichl für kostenlose Alm Konzerte. Mit der Übersiedlung ist das Jazzfestival auch näher an die Saalfeldner Bevölkerung gerückt, denn während das Festival von jeher künstlerisch unumstritten war, so konnte es sich in der Zeltstadt doch nie in die Herzen der breiten Bevölkerung spielen. Gerade die Konzerte am Stadtplatz bei freiem Eintritt haben dies nun grundlegend verändert.

==Leitung==
Während das Jazzfestival Saalfelden bis [[2004]] lange Jahre privat organisiert wurde und seit 2002 von der Jazz Saalfelden GmbH geleitet wurde, ist seit dem Neubeginn 2006 der [[Tourismusverband Saalfelden]] unter der Leitung von [[Christian Kresse]] für die wirtschaftlichen Belange der Veranstaltung verantwortlich. Die Programmierung liegt davon unabhängig in den Händen der Intendanten [[Michaela Mayer]] und [[Mario Steidl]] vom Verein ZZM (Zentrum für Zeitgenössische Musik).

==Geschichte==
Die ersten "Drei Tage Jazz" Saalfelden gingen bei eiskaltem Wetter vom [[19. Mai|19.]] bis [[21. Mai]] [[1978]] auf der Wiese der "Ranch" über die Bühne. Die "Ranch" galt den braven Bürgern als ein extrem anrüchiges Lokal. Es spielten Irene Schweizer, das Leroy Jenkins Trio, die Neighbours, Mandala, das Cecil Taylor Sextet, das Vienna Art Orchestra & die [[Bürgermusik Saalfelden]], das Gerhard Hermann Quartet, das Vienna Art Orchestra und das Clifford Thornton Sextet. Einer der ersten Jazzpioniere des Pinzgaus war [[Hannes Kirchmayr]].

Ab [[1979]] wurde [[Gerhard Eder]] in der Organisation federführend. Als Intendant des "Internationalen Jazzfestivals Saalfelden" zeichnete Eder auch für dessen Entwicklung von Jazztagen im kleinen Rahmen zu einem der größten und auch bedeutendsten Jazzfestivals in Europa verantwortlich. Diesen Ruf trugen dem Festival sowohl die Dichte des Programms als auch sein Fokus auf innovative Projekte ein. An drei Konzerttagen im Hauptzelt bot das Festival meist in sechzehn Konzerten einen Überblick über aktuelle Strömungen. Die Nebenreihe "Short Cuts", ab 2002 im Kunsthaus NEXUS zu Hause, diente als kammermusikalisches Experimentierfeld. Im Gegensatz zu anderen europäischen Festivals wurde unter Eders Intendanz in Saalfelden das Experiment groß geschrieben. Improvisation, zeitgenössische (komponierte) Musik und Electronic hießen musikalische Hauptsäulen.

Mehrmals stand das Festival wegen finanieller Schwierigkeiten kurz vor dem Aus. 80% des Budgets - das [[2003]] zum 25-Jahr-Jubiläum knapp 900.000 Euro betrug - mussten frei finanziert werden. Die Ausgabe [[1989]] fiel dem fehlenden Geld zum Opfer. Die 2002 gegründete Jazz Saalfelden GmbH sollte die Organisatoren vom Damoklesschwert der Privathaftung befreien, zwei Jahre später kam der Super-GAU:

Am [[25. März]] [[2004]] wurden vom Aufsichtsrat der Jazz Saalfelden GmbH die Verträge mit Festivalgründer und Intendant Gerhard Eder und der zweiten Geschäftsführerin Ursula Windhager gelöst. Ihnen wurden Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung vorgeworfen. Im April wurde Michaela Mayer als Nachfolgerin präsentiert. Das Festival 2004 ging ohne Probleme über die Bühne, aber die Altlasten verhinderten ein Budget für das Festival [[2005]]. Ende 2005 einigten sich der Verein ZZM und der Tourismusverband Saalfelden auch mit Hilfe deutlich erhöhter Subventionsgelder von Land und Bund auf eine Neuverteilung der Aufgaben bei der Organisation des Festivals.

==Quellen==
*Salzburger Nachrichten
*Homepage des Festivals

== Weblinks==
{{Homepage|http://www.jazzsaalfelden.com}}

[[Kategorie:Musik]]
[[Kategorie:Festival]]

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