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| | ==Leben== | | ==Leben== |
| − | Stadler wuchs als Sohn eines Käsereiarbeiters mit acht Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen auf; hier ist die Wurzel des ausgeprägten sozialen Empfindens zu suchen, das in seinen späteren Arbeiten immer wieder zum Ausdruck kommt. Stadler besuchte – für den geistlichen Stand bestimmt – das [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum]] in Salzburg. Nach der Matura leistete von 1939 bis 1945 Kriegsdienst in der [[deutsche Wehrmacht|deutschen Wehrmacht]]; durch einen Kopfsteckschuss verlor er das rechte Auge. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] studierte er an der Universität Innsbruck Geschichte und Erdkunde, legte 1947 die Lehramtsprüfung ab. | + | Stadler wuchs als Sohn eines Käsereiarbeiters mit acht Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen auf; hier ist die Wurzel des ausgeprägten sozialen Empfindens zu suchen, das in seinen späteren Arbeiten immer wieder zum Ausdruck kommt. Stadler besuchte – für den geistlichen Stand bestimmt – das [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum]] in Salzburg. Nach der Matura leistete von 1939 bis 1945 Kriegsdienst in der [[deutsche Wehrmacht|deutschen Wehrmacht]]; durch einen Kopfsteckschuss verlor er das rechte Auge. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] studierte er an den Universitäten Köln und Innsbruck Geschichte und Erdkunde, 1947 legte er die Lehramtsprüfung ab. |
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| | Bis 1952 unterrichtete er an der [[HTL Salzburg|Höheren Technischen Bundeslehranstalt]] in Salzburg und anschließend an der [[Annahof|Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe (Annahof)]]. | | Bis 1952 unterrichtete er an der [[HTL Salzburg|Höheren Technischen Bundeslehranstalt]] in Salzburg und anschließend an der [[Annahof|Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe (Annahof)]]. |
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| | Als nebenbeschäftigter Lehrer war er von 1964 bis 1969 auch an der [[Tourismusschulen Salzburg - Kleßheim|Höheren Lehranstalt für Fremdenverkehrsberufe]] in [[Kleßheim]] tätig. | | Als nebenbeschäftigter Lehrer war er von 1964 bis 1969 auch an der [[Tourismusschulen Salzburg - Kleßheim|Höheren Lehranstalt für Fremdenverkehrsberufe]] in [[Kleßheim]] tätig. |
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| − | Von 1967 bis 1970 absolvierte er an der [[Universität Salzburg]] ein Doktoratstudium, in dem er vor allem Vorlesungen aus Berufspädagogik, Jugendsoziologie und Arbeitspsychologie hörte (1970 Dr. phil.). Seine Dissertation behandelte die kulturgeschichtliche Entwicklung des Salzburger [[Fremdenverkehr]]s; sie erschien in erweiterter Form unter dem Titel „Von der Kavalierstour zum Sozialtourismus" (1975) und wurde mit dem [[Franz-Triendl-Preis]] der [[Wirtschaftskammer Salzburg|Salzburger Handelskammer]] ausgezeichnet. Nach seiner Promotion hielt Stadler als Lehrbeauftragter im Hochschullehrgang der Universität Salzburg für Fremdenverkehrsverwaltung, Fremdenverkehrswerbung und Kongreßwesen noch bis 1987 Vorlesungen über die Geschichte des Fremdenverkehrs. Auch in den Fremdenführerlehrgängen des [[WIFI|Wirtschaftsförderungsinstituts]] war Stadler ein begehrter Vortragender. | + | Von 1967 bis 1970 absolvierte er an der [[Universität Salzburg]] ein Doktoratstudium, in dem er vor allem Vorlesungen aus Berufspädagogik, Jugendsoziologie und Arbeitspsychologie hörte (1970 Dr. phil.). Seine Dissertation behandelte die kulturgeschichtliche Entwicklung des Salzburger [[Fremdenverkehr]]s<ref>Titel war "''[[Salzburger Kulturgeschichte|Kulturgeschichte]] des [[Salzburger Fremdenverkehr]]s vom [[Mittelalter]] bis [[1903]]''"</ref>; sie erschien in erweiterter Form unter dem Titel „Von der Kavalierstour zum Sozialtourismus" (1975) und wurde mit dem [[Franz-Triendl-Preis]] der [[Wirtschaftskammer Salzburg|Salzburger Handelskammer]] ausgezeichnet. Nach seiner Promotion hielt Stadler als Lehrbeauftragter im Hochschullehrgang der Universität Salzburg für Fremdenverkehrsverwaltung, Fremdenverkehrswerbung und Kongreßwesen noch bis 1987 Vorlesungen über die Geschichte des Fremdenverkehrs. Auch in den Fremdenführerlehrgängen des [[WIFI|Wirtschaftsförderungsinstituts]] war Stadler ein begehrter Vortragender. |
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| | 1974 kam er an das Berufspädagogische Institut des Bundes in Salzburg. Diesem stand er schließlich als Abteilungsleiter bis zu seiner am 1. Öktober 1982 erfolgten Pensionierung vor. | | 1974 kam er an das Berufspädagogische Institut des Bundes in Salzburg. Diesem stand er schließlich als Abteilungsleiter bis zu seiner am 1. Öktober 1982 erfolgten Pensionierung vor. |
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| | Seine Arbeiten trugen ihm hohe Ehrungen ein. Seine profunde Geschichte des Salzburger Bürgerspitals wurde mit dem [[Auszeichnungen der Stadt Salzburg|Stadtsiegel der Landeshauptstadt in Silber]] honoriert, seine Darstellung der kulturellen Zusammenhänge zwischen Salzburg und Trient, die im Rahmen des zwischen der [[Trentino|Autonomen Provinz Trient]] und dem [[Land Salzburg]] 1981 geschlossenen Partnerschaftsabkommens aus einem Forschungsauftrag hervorging, widmete ihm die Provinz ihr Landeswappen. | | Seine Arbeiten trugen ihm hohe Ehrungen ein. Seine profunde Geschichte des Salzburger Bürgerspitals wurde mit dem [[Auszeichnungen der Stadt Salzburg|Stadtsiegel der Landeshauptstadt in Silber]] honoriert, seine Darstellung der kulturellen Zusammenhänge zwischen Salzburg und Trient, die im Rahmen des zwischen der [[Trentino|Autonomen Provinz Trient]] und dem [[Land Salzburg]] 1981 geschlossenen Partnerschaftsabkommens aus einem Forschungsauftrag hervorging, widmete ihm die Provinz ihr Landeswappen. |
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| − | Das Land Salzburg zeichnete Stadlers pädagogisches und wissenschaftliches Wirken mit dem [[Ehrenbecher des Landeshauptmanns]] aus. Seine Heimatgemeinde Berndorf verlieh ihm den Ehrenring. | + | Das Land Salzburg zeichnete Stadlers pädagogisches und wissenschaftliches Wirken mit dem [[Ehrenbecher des Landeshauptmanns]] aus. Seine Heimatgemeinde Berndorf verlieh ihm den [[Ehrenring der Gemeinde Berndorf bei Salzburg|Ehrenring]]. |
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| | : ''Dr. Georg Stadler war ein hervorragender Vertreter der pädagogischen Provinz unseres Landes, ein redlicher, unermüdlich tätiger Mann, dessen Name in der Kulturgeschichtsschreibung Salzburgs seinen Klang behalten wird.'' ([[Kurt Conrad]]) | | : ''Dr. Georg Stadler war ein hervorragender Vertreter der pädagogischen Provinz unseres Landes, ein redlicher, unermüdlich tätiger Mann, dessen Name in der Kulturgeschichtsschreibung Salzburgs seinen Klang behalten wird.'' ([[Kurt Conrad]]) |
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| | Stadler hatte aus zwei Ehen fünf Töchter. | | Stadler hatte aus zwei Ehen fünf Töchter. |
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| | + | === Weitere Auszeichnungen === |
| | + | * [[Goldenes Verdienstzeichen des Landes Salzburg]] |
| | + | * [[Franz Triendl|Franz-Triendl-Preis]] der [[Wirtschaftskammer Salzburg|Kammer der Gewerblichen Wirtschaft Salzburg]] |
| | + | * [[Stadtsiegel in Silber]] |
| | + | * Förderpreise des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst und der Landeshauptstadt Salzburg |
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| | ==Veröffentlichungen== | | ==Veröffentlichungen== |
| | (ohne Beiträge in Lehrbüchern, Sammelwerken und Zeitschriften) | | (ohne Beiträge in Lehrbüchern, Sammelwerken und Zeitschriften) |
| − | * ''Kunst um Salzburg''. Bd. 1: ''Flachgau und Rupertiwinkel'' (Salzburg 1962). | + | * ''Kunst um Salzburg''. Bd. 1: ''Flachgau und Rupertiwinkel'', (Salzburg 1962) |
| − | * ''Kunst um Salzburg''. Bd. 2: ''Tennengau – Berchtesgaden – Bad Reichenhall'' (Salzburg 1966). | + | * ''Kunst um Salzburg''. Bd. 2: ''Tennengau – Berchtesgaden – Bad Reichenhall'', (Salzburg 1966) |
| − | * ''Von der Kavalierstour zum Sozialtourismus. Kulturgeschichte des Salzburger Fremdenverkehrs'' (Salzburg 1975). | + | * ''Kunst um Salzburg''. Bd. 3, (3. umgearbeitete Auflage 1986) |
| − | * ''Das [[Bürgerspital St. Blasius]] zu Salzburg'' (Salzburg 1985). | + | * ''Von der Kavalierstour zum Sozialtourismus. Kulturgeschichte des Salzburger Fremdenverkehrs'', (Salzburg 1975) |
| − | * ''Salzburg und das [[Trentino]] — Ebenen kultureller Begegnung in der Vergangenheit'' = [[Salzburg Dokumentationen]] Nr. 93 ([[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Salzburg 1987). | + | * ''Das [[Bürgerspital St. Blasius]] zu Salzburg'', (Salzburg 1985). |
| − | * ''1200 Jahre Heimat Berndorf'' (Berndorf 1989). | + | * ''[[Salzburg und Trentino]] — Ebenen kultureller Begegnung in der Vergangenheit'' = [[Salzburg Dokumentationen]] Nr. 93 ([[Schriftenreihe des Landespressebüros]], Salzburg 1987) |
| | + | * ''1200 Jahre Heimat Berndorf'', (Berndorf 1989) |
| | + | * ''Kulturgeschichte der Vorzeit und Antike'', Salzburg, 1963 |
| | + | * ''Kulturgeschichte des [[Mittelalter]]'', Salzburg 1963 |
| | + | * ''Urlaubsziel Österreich'', München 1968, holländische Ausgabe Amsterdam 1970, |
| | + | * [[Anton Ebner|Ebner, Anton]]; Partik; Stadler: ''Lehrbuch der Geschichte für die Unterstufe der Allgemeinbildenden höheren Schulen'', drei Bände, Salzburg, 1970 |
| | + | * [[Ernst Penninger|Penninger, Ernst]]; Stadler: ''[[Hallein]]. Ursprung und Geschichte einer Salinenstadt.'', Salzburg, 1970 |
| | + | * diverse Kirchenführer |
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| − | ==Quelle== | + | ==Quellen== |
| | * [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Nekrologe|Nekrolog]] auf Dr. Georg Stadler, [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], 130, 1990, S. 838-840 ([[Kurt Conrad]]) | | * [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Nekrologe|Nekrolog]] auf Dr. Georg Stadler, [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], 130, 1990, S. 838-840 ([[Kurt Conrad]]) |
| − |
| + | * Kurzbiografie in ''Salzburg und das Trentino'', Seite 235 |
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| | {{Zeitfolge | | {{Zeitfolge |
| | |AMT= Leiter des [[Berufspädagogisches Institut des Bundes in Salzburg|Berufspädagogischen Institut]]s | | |AMT= Leiter des [[Berufspädagogisches Institut des Bundes in Salzburg|Berufspädagogischen Institut]]s |
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