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[[Datei:Magnesitwerk Hochfilzen 2.jpg|thumb|Der weithin sichtbare Schlot des Magnesitwerkes in Hochfilzen]]
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{{historischer Salzburgbezug}}[[Datei:Magnesitwerk Hochfilzen 2.jpg|thumb|Der weithin sichtbare Schlot des Magnesitwerkes in Hochfilzen]]
 
[[Datei:Rohmagnesitlagerstätte Hochfilzen, Bergbau Weißenstein.jpg|thumb|Tagbau Weißenstein in [[Hochfilzen]]]]
 
[[Datei:Rohmagnesitlagerstätte Hochfilzen, Bergbau Weißenstein.jpg|thumb|Tagbau Weißenstein in [[Hochfilzen]]]]
Das '''Magnesitwerk Hochfilzen''' in der [[Nordtirol]]er Gemeinde [[Hochfilzen]] im [[Kitzbühel (Bezirk)|Bezirk Kitzbühel]] nächst der Grenze zum [[Zell am See (Bezirk)|Bezirk Zell am See]] hat auf mehreren Ebenen einen [[Salzburg]]bezug.   
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Das '''Magnesitwerk Hochfilzen''' in der [[Nordtirol]]er Gemeinde [[Hochfilzen]] im [Tirol|Bezirk Kitzbühel]] nächst der Grenze zum [[Zell am See (Bezirk)|Bezirk Zell am See]] hat auf mehreren Ebenen einen Salzburgbezug.   
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==Einführung==
 
==Einführung==
 
=====Verwendung von Magnesitsteinen=====
 
=====Verwendung von Magnesitsteinen=====
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=====Planung und Umweltschutz=====
 
=====Planung und Umweltschutz=====
 
Die Errichtung einer Magnesithütte inmitten eines vorwiegend bäuerlich und touristisch genutzten Gebietes stellte große Anforderungen an die Erbauer und wurde zu einem Präzedenzfall für den Umweltschutz. Bevor das Werk endgültig in Betrieb gehen konnte, wurde in jenen Bereichen, die von den Immissionen des Werkes (Immission: Einwirkung von Luftverunreinigung und Schadstoffen auf Mensch, Tier und Umwelt) betroffen waren, der Istzustand erhoben und Messstellen errichtet. Während des nachfolgenden Betriebes wurde der Abgas- und Staubausstoß genauestens kontrolliert und alle werksseitigen Einflüsse auf die Umgebung festgehalten.
 
Die Errichtung einer Magnesithütte inmitten eines vorwiegend bäuerlich und touristisch genutzten Gebietes stellte große Anforderungen an die Erbauer und wurde zu einem Präzedenzfall für den Umweltschutz. Bevor das Werk endgültig in Betrieb gehen konnte, wurde in jenen Bereichen, die von den Immissionen des Werkes (Immission: Einwirkung von Luftverunreinigung und Schadstoffen auf Mensch, Tier und Umwelt) betroffen waren, der Istzustand erhoben und Messstellen errichtet. Während des nachfolgenden Betriebes wurde der Abgas- und Staubausstoß genauestens kontrolliert und alle werksseitigen Einflüsse auf die Umgebung festgehalten.
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=====Errichtung und Inbetriebnahme=====
 
=====Errichtung und Inbetriebnahme=====
Die Vorarbeiten für die Errichtung des Magnesitwerkes Hochfilzen begannen [[1957]] und der Hüttenbetrieb wurde im Jahr [[1960]] aufgenommen.  Aufgrund der ersten Messergebnisse wurden neue Verfahren entwickelt und die Betriebsanlagen verbessert. [[1975]] wurde eine neue Gasreinigungsanlage installiert, wodurch die Staub- und Schwefeldioxid-Emissionen  (Emission: Ausströmen luftverunreinigender Stoffe in die Außenluft) unter die gesetzlich vorgesehenen Grenzwerte gesenkt werden konnten. Die Investitionen betrugen in Österreichischen Schillingen über 100 Mio und man erreichte damit die Luftgüteklasse I. Neben diesen Verbesserungen wurden auch Energieeinsparungsmaßnahmen gesetzt und zuletzt in den Achzigerjahren des [[20. Jahrhundert]]s auch eine Abwärme-Rückgewinnungsanlage installiert. Parallel zur Errichtung des Werkes wurden Wasserversorgung, Kanalisation und Stromversorgung in Hochfizen und Umgebung erweitert.
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Die Vorarbeiten für die Errichtung des Magnesitwerkes Hochfilzen begannen [[1957]] und der Hüttenbetrieb wurde im Jahr [[1960]] aufgenommen.  Aufgrund der ersten Messergebnisse wurden neue Verfahren entwickelt und die Betriebsanlagen verbessert. [[1975]] wurde eine neue Gasreinigungsanlage installiert, wodurch die Staub- und Schwefeldioxid-Emissionen  (Emission: Ausströmen luftverunreinigender Stoffe in die Außenluft) unter die gesetzlich vorgesehenen Grenzwerte gesenkt werden konnten. Die Investitionen betrugen in Österreichischen Schillingen über 100 Mio und man erreichte damit die Luftgüteklasse I. Neben diesen Verbesserungen wurden auch Energieeinsparungsmaßnahmen gesetzt und zuletzt in den [[1980er]]-Jahren des [[20. Jahrhundert]]s auch eine Abwärme-Rückgewinnungsanlage installiert. Parallel zur Errichtung des Werkes wurden Wasserversorgung, Kanalisation und Stromversorgung in Hochfilzen und Umgebung erweitert.
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=====Produktion und Versand=====
 
=====Produktion und Versand=====
 
Im Magnesitwerk Hochfilzen werden Stückerzsinter und Brikettsinter erzeugt und für den Brennprozess Heizöl schwer und Petrolkoks eingesetzt.  
 
Im Magnesitwerk Hochfilzen werden Stückerzsinter und Brikettsinter erzeugt und für den Brennprozess Heizöl schwer und Petrolkoks eingesetzt.  
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Das Werk besitzt eine eigene Anschlussbahn, auf der der Großteil der Produktion abtransportiert wird. Der Rest geht per LKW an die Abnehmer. Der Exportanteil an Magnesitprodukten beträgt über 90 Prozent.   
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Das Werk besitzt eine eigene Anschlussbahn, auf der der Großteil der Produktion abtransportiert wird. Der Rest geht per Lkw an die Abnehmer. Der Exportanteil an Magnesitprodukten beträgt über 90 Prozent.   
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Am Beginn waren etwa 350 Beschäftigte etwa je zur Hälfte im Werk selbst und in den angeschlossenen Bergbauen beschäftigt. Rationalisierungsmaßnahmen und die nicht volle Kapazitätsauslastung führten dazu, dass nur mehr etwa 60 Beschäftigte tätig sind (Stand 1995), was aber immer noch die Anzahl der Dauerarbeitsplätze in der touristisch geprägten Region positiv beeinflusst.  
 
Am Beginn waren etwa 350 Beschäftigte etwa je zur Hälfte im Werk selbst und in den angeschlossenen Bergbauen beschäftigt. Rationalisierungsmaßnahmen und die nicht volle Kapazitätsauslastung führten dazu, dass nur mehr etwa 60 Beschäftigte tätig sind (Stand 1995), was aber immer noch die Anzahl der Dauerarbeitsplätze in der touristisch geprägten Region positiv beeinflusst.  
 
   
 
   
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==Quellen==   
 
==Quellen==   
   
* Duden, Das Fremdwörterbuch, 5, Neuauflage, Mannheim [[1990]]   
 
* Duden, Das Fremdwörterbuch, 5, Neuauflage, Mannheim [[1990]]   
* [[Wilhelm Günther]], [[Werner H. Paar]], Vom Rohmagnesit zum feuerfesten Magnesitstein, Hrsg. [[Bergbaumuseum Leogang|Bergbaumuseumsverein Leogang]]
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* [[Wilhelm Günther]], [[Werner H. Paar]]: ''Vom Rohmagnesit zum feuerfesten Magnesitstein'', Hrsg. [[Bergbaumuseum Leogang|Bergbaumuseumsverein Leogang]]
 
   
 
   
 
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[[Kategorie:Wirtschaft]]
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[[Kategorie:Wirtschaft (Geschichte)‎]]
 
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[[Kategorie:Geschichte (Bergbau)]]
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[[Kategorie:Pinzgau]]
 
[[Kategorie:Leogang]]
 
[[Kategorie:Leogang]]
[[Kategorie:Pinzgau]]