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In der Kirche sind die prächtige hölzerne Kanzel von [[1727]] und vor allem der Hochaltar mit seinen beiden Seitenaltären zu erwähnen.
 
In der Kirche sind die prächtige hölzerne Kanzel von [[1727]] und vor allem der Hochaltar mit seinen beiden Seitenaltären zu erwähnen.
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=== Die Orgel ===
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=== Geschichte der Orgel ===
 
[[Datei:Wikipedia Nonntal 012.JPG|miniatur|Blick auf die Orgel]]
 
[[Datei:Wikipedia Nonntal 012.JPG|miniatur|Blick auf die Orgel]]
 
Die Orgel stammte aus der Werkstätte des [[Christoph Egedacher]] (* 1641, † 1706), der seit 1673 als Hoforgelmacher in Salzburg tätig war. 1688 erhielt Egedacher für seine Arbeit am neu hergestellten Instrument 455 [[Gulden]] 2 [[Kreuzer (Münze)|Kreuzer]], der Maler [[Adam Pürckmann]] für die blaue Fassung der Orgel und das Vergolden der Schnitzarbeiten 140 Gulden. Zur Orgel wurde auch ein Violon (Kontrabass) angeschafft, den der Hof-Lauten und -Geigenmacher [[Ulrich Rämbhardt]] lieferte. Beide Instrumente waren zu ''[[Rupertitag|Ruperti]]'' ([[24. September]]) [[1688]] erstmals in St. Erhard spielbar.
 
Die Orgel stammte aus der Werkstätte des [[Christoph Egedacher]] (* 1641, † 1706), der seit 1673 als Hoforgelmacher in Salzburg tätig war. 1688 erhielt Egedacher für seine Arbeit am neu hergestellten Instrument 455 [[Gulden]] 2 [[Kreuzer (Münze)|Kreuzer]], der Maler [[Adam Pürckmann]] für die blaue Fassung der Orgel und das Vergolden der Schnitzarbeiten 140 Gulden. Zur Orgel wurde auch ein Violon (Kontrabass) angeschafft, den der Hof-Lauten und -Geigenmacher [[Ulrich Rämbhardt]] lieferte. Beide Instrumente waren zu ''[[Rupertitag|Ruperti]]'' ([[24. September]]) [[1688]] erstmals in St. Erhard spielbar.
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1888/1889 baute [[Matthäus Mauracher II.]] (* 1859, † 1939) eine neue Orgel in das alte Gehäuse ein. Mauracher, aus der Orgelbauerfamilie [[Mauracher]] stammend, hatte in den Jahren zuvor eine sog. [[Windlade|Hängeventillade]] mit Glasventilen entwickelt. Für den Einbau einer solchen verbreiterte er das Gehäuse, zusätzlich postierte er noch einen Spieltisch vor dasselbe. Wahrscheinlich wurde wegen des Platzbedarfs für den Spieltisch in dieser Zeit die Empore vergrößert. Seither kann der Besucher der Kirche bei verschlossenem Kirchengitter nicht mehr in die Kuppel blicken, der um 110 cm vorragende Plafond versperrt die Sicht.
 
1888/1889 baute [[Matthäus Mauracher II.]] (* 1859, † 1939) eine neue Orgel in das alte Gehäuse ein. Mauracher, aus der Orgelbauerfamilie [[Mauracher]] stammend, hatte in den Jahren zuvor eine sog. [[Windlade|Hängeventillade]] mit Glasventilen entwickelt. Für den Einbau einer solchen verbreiterte er das Gehäuse, zusätzlich postierte er noch einen Spieltisch vor dasselbe. Wahrscheinlich wurde wegen des Platzbedarfs für den Spieltisch in dieser Zeit die Empore vergrößert. Seither kann der Besucher der Kirche bei verschlossenem Kirchengitter nicht mehr in die Kuppel blicken, der um 110 cm vorragende Plafond versperrt die Sicht.
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=== Italienische Orgel ===
 
1982 erhielt der Orgelbauer [[Helmut Allgäuer]], [[Niederösterreich]], den Auftrag, eine neue Orgel im italienischen Stil anzufertigen. Dabei sollte er den Spieltisch und die seitlichen Erweiterungen Maurachers entfernen, die nicht ursprüngliche Höhe des Gehäuses aber belassen. Die Restaurierung der Fassung des Orgelgehäuses übernahmen die Restauratoren Katharina und Roland Huber, Salzburg, wobei sie den ursprünglichen Kaseïnanstrich, in Ultramarinblau, freilegten und erneuerten, und die alten Polimentvergoldungen reinigten und ergänzten. Die drei Ziergitter fertigte der Bildhauer Klaus Ficker, Salzburg, an. Das so neu hergestellte Instrument wurde am [[29. September]] [[1984]] geweiht und im Rahmen einer Konzertreihe der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Instrument hat seitdem folgende Disposition:  
 
1982 erhielt der Orgelbauer [[Helmut Allgäuer]], [[Niederösterreich]], den Auftrag, eine neue Orgel im italienischen Stil anzufertigen. Dabei sollte er den Spieltisch und die seitlichen Erweiterungen Maurachers entfernen, die nicht ursprüngliche Höhe des Gehäuses aber belassen. Die Restaurierung der Fassung des Orgelgehäuses übernahmen die Restauratoren Katharina und Roland Huber, Salzburg, wobei sie den ursprünglichen Kaseïnanstrich, in Ultramarinblau, freilegten und erneuerten, und die alten Polimentvergoldungen reinigten und ergänzten. Die drei Ziergitter fertigte der Bildhauer Klaus Ficker, Salzburg, an. Das so neu hergestellte Instrument wurde am [[29. September]] [[1984]] geweiht und im Rahmen einer Konzertreihe der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Instrument hat seitdem folgende Disposition:  
  

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