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[[Datei:Schullern Heinrich 1935.jpg|miniatur|Heinrich von Schullern 1935]]
'''Heinrich von Schullern''' (* [[17. April]] [[1865]] in Innsbruck; † [[16. Dezember]] [[1955]] ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller und Militärarzt.

==Leben==
Schullern stammte aus einer adeligen Tiroler Familie. Er war der Sohn des Schulinspektors und Journalisten Anton von Schullern (1832–1889) und dessen Frau Paula (1840–1903). Sein älterer Bruder war der Nationalökonom Hermann von Schullern (1861–1931).

Nach der Matura 1884 studierte Heinrich Medizin an den Universitäten Innsbruck, Graz und München. Seine Promotion zum Doktor für die gesamte Heilkunde erfolgte [[1890]] in Innsbruck. Danach wurde er Assistenzarzt an der Innsbrucker Frauenklinik und am Salzburger [[Landeskrankenhaus]]es. Nach seiner Eheschließung mit Anna von Thurn wurde er Gemeindearzt in [[Maxglan]]. Im Anschluss daran war er als Militärarzt in verschiedenen Bereichen tätig.

Heinrich von Schullern verstarb am [[16. Dezember]] [[1955]]. Er liegt am Innsbrucker Westfriedhof begraben.

==Schriftstellerische Tätigkeit und politisches Engagement==

[[1898]] schloss er sich der Salzburger Literatur- und Kunstgesellschaft „[[Pan]]“ an. Als sein Hauptwerk wird die Romantrilogie ''Das Land im Gebirge'' bezeichnet, eine auf intensiven Archivstudien basierende Arbeit, an der er fast 25 Jahre arbeitete und die erst Ende der 1940er Jahre als Gesamtes veröffentlicht wurde. 1919 war er Begründer und Obmann des Andreas-Hofer-Bundes, der sich gegen die Abtrennung Südtirols stellte, und Vizepräsident der Tiroler Künstlerkammer. In der Zeit des [[Nationalsozialismus]] war der leidenschaftliche Vorkämpfer für Österreichs Selbständigkeit verfemt.

Seine schriftstellerische Tätigkeit umfasste den gesamten literarischen Breich von Romanen, über Theaterstücke bis zur Lyrik.

==Ehrungen, Auszeichnungen und Preise==

* 1915: Ritter des kaiserlich österreichischen Franz-Joseph-Ordens
* 1917: Bauernfeld-Preis für den Roman: Ein Griff ins Feuer, 1916
* 1930: In Anerkennung für die Leistungen der Brüder Heinrich (Arzt und Schriftsteller) und Hermann (Universitätsprofessor) sowie die des Vaters Anton v. Schullern (Schriftsteller, Lehrer, Journalist) widmet die Stadt Innsbruck diesen die „Schullernstraße“
* 1935: Ernennung durch den Bundespräsidenten Wilhelm Miklas zum Generalstabsarzt d. R.
* 1935: Ehrenbürger von Natters und Inaugurierung des Heinrich-von-Schullern-Weges
* 1936: Goldener Ring der Stadt Innsbruck
* Oktober 1943: Ehrenmitglied der Universität Czernowitz (Rumänien)
* April 1949: Ehrenmitglied der Universität Innsbruck
* Ehrenzeichen der 70-jährigen Zugehörigkeit zum Österreichischen Alpenverein.
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