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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Die ursprüngliche barocke Spitalsanlage mit der zentralen [[Krankenhauskirche St. Johannes]], heute die Pfarrkirche des Spitals-Pfarrsprengels, wurde im Auftrag von "Stifter" Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]], dem die soziale Arbeit ein besonderes Anliegen war, auf den Fundamenten des älteren Grimmingschlosses von [[Fischer von Erlach]] erbaut und [[1704]] eingeweiht. (Johann Ernst von Thun belebte mit dem neuen Spitalnamen Namen einen alten Namen wieder, hieß doch schon das alte Spital der Erhardkirche nach dem Heiligen Johannes d.T.) | + | Die ursprüngliche barocke Spitalsanlage mit der zentralen [[Krankenhauskirche St. Johannes]], heute die Pfarrkirche des Spitals-Pfarrsprengels, wurde im Auftrag von Stifter Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]], dem die soziale Arbeit ein besonderes Anliegen war, auf den Fundamenten des älteren Grimmingschlosses von [[Fischer von Erlach]] erbaut und [[1704]] eingeweiht. (Johann Ernst von Thun belebte mit dem neuen Spitalnamen einen alten Namen wieder, hieß doch schon das alte Spital der Erhardkirche nach dem Heiligen Johannes d.T.) Die gesamte Anlage, Kirche, Männertrakt und Frauentrakt finanzierte Johann Ernst aus seinen eigenen Mitteln privat! Im Stifterbrief vom 15. Oktober 1699 richtete er einen Stiftungsfond mit 100.00 Gulden ein. Ferner spendete er noch einmal 12.000 Gulden zur Bezahlung der Krankenwärter und spendete bis an sein Lebensende monatlich weitere 1000 Gulden an das Spital. |
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| | Die Spitalskirche ist dem Hl. Johannes dem Täufer geweiht. Durch eine Vorhalle gelangt man in die eigentliche Kirche. In dieser Vorhalle befindet sich der Eingang zur unterirdischen Priestergruft, in welcher auch die Eingeweide des Stifters in der so gennanten "Flammenurne" bestattet sind. In der Kirche selbst sticht einem sofort der auf einer Balustrade gelegene Hochaltar ins Auge, der von zwei seitlichen Treppen zugänglich ist. Unter dem Hochaltar wurde eine "Totengruft" angelegt die, im Stile des Barock, an die Sterblichkeit des Menschen, das barocke "''memento mori''", erinnern soll. Die beiden Seitenaläre zeigen links den Hl. Johannes den Täufer und rechts die Hl. Barbara. Die beiden Altarbilder entstanden um 1709 und wurden von Johann Michael Rottmayr angefertigt. | | Die Spitalskirche ist dem Hl. Johannes dem Täufer geweiht. Durch eine Vorhalle gelangt man in die eigentliche Kirche. In dieser Vorhalle befindet sich der Eingang zur unterirdischen Priestergruft, in welcher auch die Eingeweide des Stifters in der so gennanten "Flammenurne" bestattet sind. In der Kirche selbst sticht einem sofort der auf einer Balustrade gelegene Hochaltar ins Auge, der von zwei seitlichen Treppen zugänglich ist. Unter dem Hochaltar wurde eine "Totengruft" angelegt die, im Stile des Barock, an die Sterblichkeit des Menschen, das barocke "''memento mori''", erinnern soll. Die beiden Seitenaläre zeigen links den Hl. Johannes den Täufer und rechts die Hl. Barbara. Die beiden Altarbilder entstanden um 1709 und wurden von Johann Michael Rottmayr angefertigt. |
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| | Beiderseits der Kirche finden sich die alten symmetrisch angeordneten ursprünglichen Spitalstrakte, wobei die eine Seite jene den Männern und die andere den Frauen vorbehalten war. | | Beiderseits der Kirche finden sich die alten symmetrisch angeordneten ursprünglichen Spitalstrakte, wobei die eine Seite jene den Männern und die andere den Frauen vorbehalten war. |
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| − | [[1754]] wurde eine [[Landesapotheke|Apotheke]] eingerichtet und gegen Ende des Jahrhunderts die Trennung in eine medizinische und eine chirurgische Abteilung vorgenommen. | + | [[1754]] wurde eine [[Landesapotheke|Apotheke]] eingerichtet welche auch öffentlich zugänglich war und sich großer Beliebtheit erfreute. Ganz im Geiste der Aufklärung wurde 1791 der letzte Pilger aufgenommen. 1796 erfolgte dann, auf Betreiben des damaligen Leibarztes des EB Hartenkeil, zur Trennung von Medizin und Chirugie. |
| | + | Von 1891 - 1899 wurde das erste Kinderspital, und von 1897 - 1899 die "Geburtshilfliche und Frauen - Abteilung", als Vorläufer der heutigen Frauenklinik, errichtet. |
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| | Seit [[1891]] ist die Spitalskirche eine eigene Pfarrkirche. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] kam es zu einem großzügigen Ausbau des St. Johanns-Spitals. Als bislang letztes großes Bauprojekt wurde [[2001]] die [[Chirurgie West]] eingeweiht. Derzeit entsteht am [[Aiglhof]] die [[S-Bahn Salzburg|S-Bahn]]-Station Mülln, die ab [[2009]] ÖBB-Benutzer direkt vor die Tore des Spitals bringen wird. | | Seit [[1891]] ist die Spitalskirche eine eigene Pfarrkirche. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] kam es zu einem großzügigen Ausbau des St. Johanns-Spitals. Als bislang letztes großes Bauprojekt wurde [[2001]] die [[Chirurgie West]] eingeweiht. Derzeit entsteht am [[Aiglhof]] die [[S-Bahn Salzburg|S-Bahn]]-Station Mülln, die ab [[2009]] ÖBB-Benutzer direkt vor die Tore des Spitals bringen wird. |