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Im März 2013 war ein Personalakt aus Berliner Archiv aufgetaucht: in diesem gab Tobi Reiser an, 1934 "kämpferisch" tätig gewesen zu sein.   
 
Im März 2013 war ein Personalakt aus Berliner Archiv aufgetaucht: in diesem gab Tobi Reiser an, 1934 "kämpferisch" tätig gewesen zu sein.   
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Reisers Verstrickungen mit dem Nationalsozialismus sind schon länger bekannt. Doch Anfang 2013 aufgetauchte Akten werfen ein ganz anderes Licht auf Salzburgs Volksmusikidol. Demnach war Reiser Überzeugungstäter - das geht aus dem Personalakt des "Reichsnährstandes" hervor, der im Bundesarchiv in Berlin lagert und auf den die Südtiroler Volkskundlerin Elsbeth Wallnöfer im Zuge von Recherchen gestoßen ist. Im Personalakt zu "Tobias Franz Reiser" antwortet der Gastwirtesohn auf die Frage, ob er sich "kämpferisch" betätigt habe, mit: "beim Juliputsch" - also jenem gescheiterten Putschversuch der (damals illegalen) Nationalsozialisten von 1934, in dessen Verlauf Kanzler Engelbert Dollfuß ermordet wurde. Konkret schreibt Reiser in einem Lebenslauf, der einem mit [[21. Oktober]] [[1938]] datierten Fragebogen für den "Reichsnährstand" angefügt ist, er habe sich 1931 beim "Motorsturm der NSDAP" angemeldet und dann am Juliputsch beteiligt.
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Reisers Verstrickungen mit dem Nationalsozialismus sind schon länger bekannt. Doch Anfang 2013 aufgetauchte Akten werfen ein ganz anderes Licht auf Salzburgs Volksmusikidol. Demnach war Reiser Überzeugungstäter - das geht aus dem Personalakt des "Reichsnährstandes" hervor, der im Bundesarchiv in Berlin lagert und auf den die Südtiroler Volkskundlerin Elsbeth Wallnöfer im Zuge von Recherchen gestoßen ist. Im Personalakt zu "Tobias Franz Reiser" antwortet der Gastwirtesohn auf die Frage, ob er sich "kämpferisch" betätigt habe, mit: "beim [[Juliputsch]]" - also jenem gescheiterten Putschversuch der (damals illegalen) Nationalsozialisten von 1934, in dessen Verlauf Kanzler [[Engelbert Dollfuß]] ermordet wurde. Konkret schreibt Reiser in einem Lebenslauf, der einem mit [[21. Oktober]] [[1938]] datierten Fragebogen für den "Reichsnährstand" angefügt ist, er habe sich 1931 beim "Motorsturm der NSDAP" angemeldet und dann am Juliputsch beteiligt.
    
Im Zuge ihrer Nachforschungen stieß Wallnöfer auch auf ein Schreiben der NSDAP an die "Landesbauernschaft - Alpenland" in Salzburg, in dem es um die "politische Beurteilung" Reisers geht. Dort heißt es: "''Gegen den Obgenannten bestehen in politischer als auch in charakterlicher Beziehung keine Bedenken. Reiser ist seit dem Jahre 1931 in der Bewegung und als einwandfreier Nationalsozialist bekannt.''"
 
Im Zuge ihrer Nachforschungen stieß Wallnöfer auch auf ein Schreiben der NSDAP an die "Landesbauernschaft - Alpenland" in Salzburg, in dem es um die "politische Beurteilung" Reisers geht. Dort heißt es: "''Gegen den Obgenannten bestehen in politischer als auch in charakterlicher Beziehung keine Bedenken. Reiser ist seit dem Jahre 1931 in der Bewegung und als einwandfreier Nationalsozialist bekannt.''"

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