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[[Bild:Karl_Reinthaler.jpg|thumb|Karl Reinthaler]]
 
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'''Karl Reinthaler''' (* [[18. September]] [[1913]] in Villach; † [[1. August]] [[2000]] in Saalfelden) war ein ehemaliger Zeitzeuge, Landtagsabgeordneter und [[Bürgermeister]] von [[Saalfelden]].
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'''Karl Reinthaler''' (* [[18. September]] [[1913]] in Villach; † [[1. August]] [[2000]] in [[Saalfelden]]) war ein ehemaliger Zeitzeuge, Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von [[Saalfelden]].
    
== Karl Reinthalers Leben ==
 
== Karl Reinthalers Leben ==
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[[Bild:Karl_Reinthaler_Buergermeister.jpg|thumb|Karl Reinthaler war von 1972 bis 1978 als Saalfeldener Bürgermeister tätig.]]
 
[[Bild:Karl_Reinthaler_Buergermeister.jpg|thumb|Karl Reinthaler war von 1972 bis 1978 als Saalfeldener Bürgermeister tätig.]]
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== 1945: Neuanfang und politische Karriere ==
 
== 1945: Neuanfang und politische Karriere ==
 
Von den Entbehrungen gezeichnet, kehrte Karl Reinthaler [[1945]] nach [[Saalfelden]] zurück. Der militärischen Kapitulation im Jahr 1945 folgte jedoch keineswegs die allgemein verbreitete Einsicht über den Irrweg des Nationalsozialismus. Die "Stunde Null", den vollständigen Bruch mit der NS-Vergangenheit, gab es auf der Ebene der Verfassung und der Ordnung der Institutionen, nicht aber bei den Mentalitäten und Einstellungen. Die tiefe und verbreitete Feindseligkeit der Österreicher gegenüber den Juden, die bereits im [[19. Jahrhundert]] durch Ausgrenzung und Argwohn sichtbar wurde, konnte nicht in einer kurzen Übergangszeit verschwinden. Ebenso war es nicht sofort möglich, die tiefen Gräben zwischen den jeweiligen parteipolitischen Lagern auszuräumen. Die Konflikte der 1. Republik und die bürgerkriegsähnlichen Zustände während des Ständestaates waren dafür noch zu greifbar.
 
Von den Entbehrungen gezeichnet, kehrte Karl Reinthaler [[1945]] nach [[Saalfelden]] zurück. Der militärischen Kapitulation im Jahr 1945 folgte jedoch keineswegs die allgemein verbreitete Einsicht über den Irrweg des Nationalsozialismus. Die "Stunde Null", den vollständigen Bruch mit der NS-Vergangenheit, gab es auf der Ebene der Verfassung und der Ordnung der Institutionen, nicht aber bei den Mentalitäten und Einstellungen. Die tiefe und verbreitete Feindseligkeit der Österreicher gegenüber den Juden, die bereits im [[19. Jahrhundert]] durch Ausgrenzung und Argwohn sichtbar wurde, konnte nicht in einer kurzen Übergangszeit verschwinden. Ebenso war es nicht sofort möglich, die tiefen Gräben zwischen den jeweiligen parteipolitischen Lagern auszuräumen. Die Konflikte der 1. Republik und die bürgerkriegsähnlichen Zustände während des Ständestaates waren dafür noch zu greifbar.
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[[Bild:Karl_Reinthaler_Haus.jpg|thumb|Karl-Reinthaler-Haus in Saalfelden]]
 
[[Bild:Karl_Reinthaler_Haus.jpg|thumb|Karl-Reinthaler-Haus in Saalfelden]]
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== Karl Reinthalers Vermächtnis ==
 
== Karl Reinthalers Vermächtnis ==
 
Zweieinhalb Jahre später, setzte man ihm ein erstes Andenken: Die [[SPÖ]] Saalfelden kaufte jenes Gewerkschaftsheim, an dessen Gründung Reinthaler maßgeblich beteiligt war und benannte es nach ihm „dem Pionier der Arbeiterbewegung in Saalfelden“.
 
Zweieinhalb Jahre später, setzte man ihm ein erstes Andenken: Die [[SPÖ]] Saalfelden kaufte jenes Gewerkschaftsheim, an dessen Gründung Reinthaler maßgeblich beteiligt war und benannte es nach ihm „dem Pionier der Arbeiterbewegung in Saalfelden“.

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