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[[1678]] erließ [[Fürsterzbischof]] [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] die Almosenordnung mit der Einführung eines „Bettlerkatasters“. In den [[1690er]]-Jahren waren in Wien von insgesamt 1&nbsp;051 bettelnden Menschen (die aufgezeichnet wurden) 102 Kinder/Jugendliche bis 14 Jahre. In Salzburg waren es 460 Kinder von insgesamt 3&nbsp;540 offiziellen BettlerInnen.<ref>Bräuer, Helmut: ''Kinderbettel und Bettelkinder Mitteleuropas zwischen 1500 und 1800. Beobachtungen - Thesen - Anregungen'', 2010, Leipziger Universitätsverlag, S. 34.</ref>
 
[[1678]] erließ [[Fürsterzbischof]] [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] die Almosenordnung mit der Einführung eines „Bettlerkatasters“. In den [[1690er]]-Jahren waren in Wien von insgesamt 1&nbsp;051 bettelnden Menschen (die aufgezeichnet wurden) 102 Kinder/Jugendliche bis 14 Jahre. In Salzburg waren es 460 Kinder von insgesamt 3&nbsp;540 offiziellen BettlerInnen.<ref>Bräuer, Helmut: ''Kinderbettel und Bettelkinder Mitteleuropas zwischen 1500 und 1800. Beobachtungen - Thesen - Anregungen'', 2010, Leipziger Universitätsverlag, S. 34.</ref>
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Menschen, die bettelten, taten dies als Einzelbettler, Geschwisterbettler oder in Gruppen von Fremden. So meinte Margaretha Wucherer im [[Pfleggericht]] [[Bezirksgericht Neumarkt|Neumarkt]], sie sei von zu Hause weggelaufen, der Stiefvater habe sie nicht gut behandelt, und seither sei sie ''"mit verschiedenen Leuten im Bettel vagirt"'' [...].<ref>[[Sabine Veits-Falk|Veits-Falk, Sabine]], ''„Zeit der Noth“ : Armut in Salzburg 1803 - 1870''. Salzburg: [[Verein Freunde der Salzburger Geschichte|Verein "Freunde der Salzburger Geschichte"]], 2000. S.&nbsp;70. Zitiert nach Bräuer, Helmut, ''Kinderbettel und Bettelkinder Mitteleuropas zwischen 1500 und 1800. Beobachtungen - Thesen - Anregungen'', 2010, Leipziger Universitätsverlag, S. 60.</ref>
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Menschen, die bettelten, taten dies als Einzelbettler, Geschwisterbettler oder in Gruppen von Fremden. So meinte Margaretha Wucherer im [[Pfleggericht]] [[Bezirksgericht Neumarkt|Neumarkt]], sie sei von zu Hause weggelaufen, der Stiefvater habe sie nicht gut behandelt, und seither sei sie ''"mit verschiedenen Leuten im Bettel vagirt"'' [...].<ref>[[Sabine Veits-Falk|Veits-Falk, Sabine]], ''„Zeit der Noth“. Armut in Salzburg 1803 - 1870''. Salzburg: [[Verein Freunde der Salzburger Geschichte|Verein "Freunde der Salzburger Geschichte"]], 2000. S.&nbsp;70. Zitiert nach Bräuer, Helmut, ''Kinderbettel und Bettelkinder Mitteleuropas zwischen 1500 und 1800. Beobachtungen - Thesen - Anregungen'', 2010, Leipziger Universitätsverlag, S. 60.</ref>
    
Nachweise für Bettlerbanden gibt es allerdings nicht. Höchstens Bettlerkleingruppen bei Kindern und Jugendlichen oder größere Familienverbände hätte es gegeben. Größere Gruppen wären auch kaum möglich gewesen, denn sie wären zu sehr aufgefallen und hätten die Obrigkeit gegen sich aufgebracht.<ref>Bräuer, ''...und hat seithero gebetlet […]'' S.&nbsp;206-207.</ref>
 
Nachweise für Bettlerbanden gibt es allerdings nicht. Höchstens Bettlerkleingruppen bei Kindern und Jugendlichen oder größere Familienverbände hätte es gegeben. Größere Gruppen wären auch kaum möglich gewesen, denn sie wären zu sehr aufgefallen und hätten die Obrigkeit gegen sich aufgebracht.<ref>Bräuer, ''...und hat seithero gebetlet […]'' S.&nbsp;206-207.</ref>

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