Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
Textersetzung - „, †“ durch „; †“
Zeile 7: Zeile 7:  
Am 4. und 5. Mai 1918, wenige Monate vor dem Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]], fand in Wien der letzte Reichsparteitag („Reich“ bedeutete hier die österreichische Hälfte der Österreichisch-Ungarischen Monarchie) statt, in dessen Verlauf der Name der Partei in „Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei“ (DNSAP) geändert wurde.
 
Am 4. und 5. Mai 1918, wenige Monate vor dem Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]], fand in Wien der letzte Reichsparteitag („Reich“ bedeutete hier die österreichische Hälfte der Österreichisch-Ungarischen Monarchie) statt, in dessen Verlauf der Name der Partei in „Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei“ (DNSAP) geändert wurde.
   −
Nachdem im Oktober und November 1918 die Monarchie zerfallen war, bildete die DNSAP in der Tschechoslowakei und in Österreich je eine eigene Organisation. Die österreichische Partei wurde vom Wiener Rechtsanwalt Walter Riehl (* 1881, † 1955) geführt.  
+
Nachdem im Oktober und November 1918 die Monarchie zerfallen war, bildete die DNSAP in der Tschechoslowakei und in Österreich je eine eigene Organisation. Die österreichische Partei wurde vom Wiener Rechtsanwalt Walter Riehl (* 1881; † 1955) geführt.  
    
Bei den Wahlen zur österreichischen Konstituierenden Nationalversammlung erzielte die DNSAP im Februar 1919 nur 23.431 Stimmen, das waren 0,78 %. Von diesen Stimmen kam fast ein Drittel (7.382) aus dem Land Salzburg.
 
Bei den Wahlen zur österreichischen Konstituierenden Nationalversammlung erzielte die DNSAP im Februar 1919 nur 23.431 Stimmen, das waren 0,78 %. Von diesen Stimmen kam fast ein Drittel (7.382) aus dem Land Salzburg.
Zeile 17: Zeile 17:  
* der nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei Deutschlands (mit Sitz in München) und
 
* der nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei Deutschlands (mit Sitz in München) und
 
* der deutschsozialen Partei (mit Sitz in Hannover).
 
* der deutschsozialen Partei (mit Sitz in Hannover).
Diese Parteien erklärten ihren Zusammenschluss zur „Deutschen national-sozialistischen Partei“. Diese Erklärung hatte freilich nur deklaratorischen Charakter, die Mitgliedsparteien blieben selbstständig, auch wenn sie ihr für das betreffende Staatsgebiet geltendes Programm „in Übereinstimmung mit den Leitsätzen aller Nationalsozialisten“ aufzustellen gelobten. [[Adolf Hitler]] (* 1889, † 1945) war zwar damals noch kein hochrangiger Funktionär der Münchener NSDAP, nahm aber als vielbeachteter Redner an der Veranstaltung teil. Dieser Zusammenschluss blieb ohne Bedeutung, da er Hitlers autoritären Vorstellungen widerstrebte.
+
Diese Parteien erklärten ihren Zusammenschluss zur „Deutschen national-sozialistischen Partei“. Diese Erklärung hatte freilich nur deklaratorischen Charakter, die Mitgliedsparteien blieben selbstständig, auch wenn sie ihr für das betreffende Staatsgebiet geltendes Programm „in Übereinstimmung mit den Leitsätzen aller Nationalsozialisten“ aufzustellen gelobten. [[Adolf Hitler]] (* 1889; † 1945) war zwar damals noch kein hochrangiger Funktionär der Münchener NSDAP, nahm aber als vielbeachteter Redner an der Veranstaltung teil. Dieser Zusammenschluss blieb ohne Bedeutung, da er Hitlers autoritären Vorstellungen widerstrebte.
    
Die österreichischen Nationalsozialisten betrachteten die deutsche Schwesterpartei grundsätzlich mit Sympathie, pflegten mit ihr einen Redneraustausch für Veranstaltungen und gewährten, als Hitlers Putschversuch 1923 scheiterte, nach Salzburg entkommenen Putschisten Zuflucht und Unterstützung.
 
Die österreichischen Nationalsozialisten betrachteten die deutsche Schwesterpartei grundsätzlich mit Sympathie, pflegten mit ihr einen Redneraustausch für Veranstaltungen und gewährten, als Hitlers Putschversuch 1923 scheiterte, nach Salzburg entkommenen Putschisten Zuflucht und Unterstützung.
Zeile 47: Zeile 47:  
Bereits im Vorfeld der Gründung der Salzburger Landesgruppe der Parte bestanden in Salzburg deutschnationale Arbeitnehmerorganisationen:<ref>Hanisch aaO 375-378.</ref>  
 
Bereits im Vorfeld der Gründung der Salzburger Landesgruppe der Parte bestanden in Salzburg deutschnationale Arbeitnehmerorganisationen:<ref>Hanisch aaO 375-378.</ref>  
 
* 1898 wurde der ''Reichsbund deutscher Eisenbahner in Österreich, Zweigstelle Salzburg'', gegründet. Vorsitzender war 1913 der Magazinaufseher [[Hans Otte]], ab 1915 der Magazinmeister [[Leopold Schaschko]].
 
* 1898 wurde der ''Reichsbund deutscher Eisenbahner in Österreich, Zweigstelle Salzburg'', gegründet. Vorsitzender war 1913 der Magazinaufseher [[Hans Otte]], ab 1915 der Magazinmeister [[Leopold Schaschko]].
* 1904 fasste der ''Deutsche Handlungsgehilfenverband (DHV)'', der einen österreichischen Ableger namens ''„Gau Ostmark“'' hatte, in Salzburg Fuß, wo [[Hans Prodinger]] (*&nbsp;1887, †&nbsp;1938) sein Mitbegründer wurde. In Salzburg kämpfte der DHV vor allem für die Sonntagsruhe, die er gemeinsam mit den [[SDAP|Sozialdemokraten]] noch vor dem Ersten Weltkrieg durchzusetzen konnte.
+
* 1904 fasste der ''Deutsche Handlungsgehilfenverband (DHV)'', der einen österreichischen Ableger namens ''„Gau Ostmark“'' hatte, in Salzburg Fuß, wo [[Hans Prodinger]] (*&nbsp;1887; †&nbsp;1938) sein Mitbegründer wurde. In Salzburg kämpfte der DHV vor allem für die Sonntagsruhe, die er gemeinsam mit den [[SDAP|Sozialdemokraten]] noch vor dem Ersten Weltkrieg durchzusetzen konnte.
 
* 1908 erfolgte die Gründung des ''Bundes deutscher Arbeiter'' (Vorsitzender: Franz Weiß, Maurerpolier) ein Jahr darauf die Gründung des ''Deutschen Arbeitervereins'' (Vorsitzender: [[Josef Sindinger]], Baupolier)
 
* 1908 erfolgte die Gründung des ''Bundes deutscher Arbeiter'' (Vorsitzender: Franz Weiß, Maurerpolier) ein Jahr darauf die Gründung des ''Deutschen Arbeitervereins'' (Vorsitzender: [[Josef Sindinger]], Baupolier)
 
* In [[Maxglan]] gab es einen ''Verband der Deutschen Arbeiterjugend'', in dem der Eisenbahntelegraphist [[Hans Wagner (Politiker)|Hans Wagner]] den Vorsitz führte.
 
* In [[Maxglan]] gab es einen ''Verband der Deutschen Arbeiterjugend'', in dem der Eisenbahntelegraphist [[Hans Wagner (Politiker)|Hans Wagner]] den Vorsitz führte.
Zeile 70: Zeile 70:  
* 1925 − 1931: [[Nikolaus Schlam]], Sudmeister der [[Saline Hallein]]
 
* 1925 − 1931: [[Nikolaus Schlam]], Sudmeister der [[Saline Hallein]]
   −
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Salzburger Landespartei durch DNSAP-Funktionäre verstärkt, die ihre böhmische Heimat verlassen mussten: So vorübergehend Rudolf Jung (*&nbsp;1889, †&nbsp;1945)<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Jung_(Politiker) ''„Rudolf Jung (Politiker)“'']</ref>, der führenden „Theoretiker“ des frühen Nationalsozialismus, und Sepp Koller, der Anfang der [[1920er]]-Jahre in Salzburg als Parteisekretär angestellt wurde.
+
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Salzburger Landespartei durch DNSAP-Funktionäre verstärkt, die ihre böhmische Heimat verlassen mussten: So vorübergehend Rudolf Jung (*&nbsp;1889; †&nbsp;1945)<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Jung_(Politiker) ''„Rudolf Jung (Politiker)“'']</ref>, der führenden „Theoretiker“ des frühen Nationalsozialismus, und Sepp Koller, der Anfang der [[1920er]]-Jahre in Salzburg als Parteisekretär angestellt wurde.
    
Weitere Funktionäre und Mandatsträger waren
 
Weitere Funktionäre und Mandatsträger waren

Navigationsmenü