Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Änderung der Größe ,  21:32, 2. Dez. 2017
K
Textersetzung - „, †“ durch „; †“
Zeile 14: Zeile 14:  
Sein Sohn Gregor Kürner folgte ihm [[1620]] und druckte [[1630]] ein "''Geistliches Vergißmein nit''", verließ Salzburg dann aber wieder. [[Christoph Katzenberger]] war sein Nachfolger. Die Buchhandlung nannte sich nun "Kürners Hof- und akademische Buchhandlung".
 
Sein Sohn Gregor Kürner folgte ihm [[1620]] und druckte [[1630]] ein "''Geistliches Vergißmein nit''", verließ Salzburg dann aber wieder. [[Christoph Katzenberger]] war sein Nachfolger. Die Buchhandlung nannte sich nun "Kürners Hof- und akademische Buchhandlung".
   −
Nach dem Tod Katzenbergers im Jahr [[1653]] folgte diesem [[Johann Baptist Mayr|Johann Baptist Mayr von Mayregg]] (* [[1634]], † [[1703]]), der dem Salzburger Buchdruck zu neuen Erfolgen verhalf. Hergestellt wurden die neuen Druckwerke in einer Presse, die dem Drucker von Fürsterzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] geschenkt worden war. Hier entstanden nun auch die Missalen und Choralbücher für den [[Salzburger Dom]]. Als Johann Baptist starb, übernahm sein Sohn [[Mayr von Mayregg|Johann Joseph Mayr von Mayregg]] (*1689, † 1724) die Geschäfte. Nach dessen Tod führten die Witwe Anna Barbara geb. [[Laimprucher]](* 1687, † 1739)<ref>1724 neuerlich verheiratet mit dem Münzwardein Johann Josef Moßhamer.</ref> und die Tochter [[Anna Viktoria Konhauser von Sternenfeld]] (* 1712, † 1788) die Firma unter dem Namen "Johann Joseph Mayrs seel. Erben" weiter. [[1775]] wurde die Druckerei als Strafe für ein Zensurvergehen (im Zusammenhang mit einer kirchenkritischen Schrift) zwangsweise verkauft, und zwar an das städtische Waisenhaus.
+
Nach dem Tod Katzenbergers im Jahr [[1653]] folgte diesem [[Johann Baptist Mayr|Johann Baptist Mayr von Mayregg]] (* [[1634]]; † [[1703]]), der dem Salzburger Buchdruck zu neuen Erfolgen verhalf. Hergestellt wurden die neuen Druckwerke in einer Presse, die dem Drucker von Fürsterzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] geschenkt worden war. Hier entstanden nun auch die Missalen und Choralbücher für den [[Salzburger Dom]]. Als Johann Baptist starb, übernahm sein Sohn [[Mayr von Mayregg|Johann Joseph Mayr von Mayregg]] (*1689; † 1724) die Geschäfte. Nach dessen Tod führten die Witwe Anna Barbara geb. [[Laimprucher]](* 1687; † 1739)<ref>1724 neuerlich verheiratet mit dem Münzwardein Johann Josef Moßhamer.</ref> und die Tochter [[Anna Viktoria Konhauser von Sternenfeld]] (* 1712; † 1788) die Firma unter dem Namen "Johann Joseph Mayrs seel. Erben" weiter. [[1775]] wurde die Druckerei als Strafe für ein Zensurvergehen (im Zusammenhang mit einer kirchenkritischen Schrift) zwangsweise verkauft, und zwar an das städtische Waisenhaus.
   −
Die "Waisenhauspresse" veröffentlichte [[1784]] das bekannte Werk »[[Johann Franz Thaddäus von Kleimayrn|Kleimayern]]s Juvavia«. 1784 kaufte die Druckerei und Buchhandlung [[Franz Xaver Duyle]] (* 1743, † 1804), der seit 1781 Geschäftsführer der Waisenhauspresse gewesen war. Nach seinem Tode folgte sein Sohn Franz Xaver Duyle jun., der seinerseits die Buchhandlung im Jahr [[1843]] an Christoph Gottfried Lindig abtrat, die Druckpresse aber behielt.
+
Die "Waisenhauspresse" veröffentlichte [[1784]] das bekannte Werk »[[Johann Franz Thaddäus von Kleimayrn|Kleimayern]]s Juvavia«. 1784 kaufte die Druckerei und Buchhandlung [[Franz Xaver Duyle]] (* 1743; † 1804), der seit 1781 Geschäftsführer der Waisenhauspresse gewesen war. Nach seinem Tode folgte sein Sohn Franz Xaver Duyle jun., der seinerseits die Buchhandlung im Jahr [[1843]] an Christoph Gottfried Lindig abtrat, die Druckpresse aber behielt.
    
Nach Lindig folgten Max Glonner (1852-1879) und 1879-1881 die Brüder Franz und Matthäus Krakowitzer; der Name "Duyle'sche Buchhandlung" blieb dabei bestehen. 1881 ging die Buchhandlung an Hermann Kerber und verblieb in dessen Eigentum bis Ende 1900. Seit 1897 führte die Buchhandlung Hermann Kerber den Titel eines K. u. k. Hofbuchhändlers.
 
Nach Lindig folgten Max Glonner (1852-1879) und 1879-1881 die Brüder Franz und Matthäus Krakowitzer; der Name "Duyle'sche Buchhandlung" blieb dabei bestehen. 1881 ging die Buchhandlung an Hermann Kerber und verblieb in dessen Eigentum bis Ende 1900. Seit 1897 führte die Buchhandlung Hermann Kerber den Titel eines K. u. k. Hofbuchhändlers.
    
== Eduard Höllrigl ==
 
== Eduard Höllrigl ==
Anfang des Jahres [[1901]] verkaufte Hermann Kerber seine Buchhandlung an [[Eduard Höllrigl]] ([[1861]]-[[1901]]), einen langjährigen Mitarbeiter aus [[Tirol]], dessen Grundsatz „''Fleiß und Pflichterfüllung''“ lautete. Höllrigl starb unerwartet bereits Endes des Jahres 1901. Eduard Höllrigl (* 13. Oktober 1861, † 6. Juli 1902) heiratete am 24. Januar 1898 Emilie Spängler (* 18. Februar 1874 in Salzburg, † 15. März 1958); sie war eine Tochter von [[Otto Spängler]] (* 1841, † 1919; Otto (I.) Spängler)  und Aloisia Duregger (* 1846, † 1915). Die Familie blieb ohne Kinder.<ref>''Stammbaum des Salzburger Zweiges der Familie Spängler aus Sand im Taufers'', bearbeitet von Theodor von Barchetti, Trude Widerin und Herbert Sacher, [Salzburg] 1977, Blatt 25; dort ist Höllrigls Todesdatum mit dem 6. 7. 1902 angegeben.</ref>
+
Anfang des Jahres [[1901]] verkaufte Hermann Kerber seine Buchhandlung an [[Eduard Höllrigl]] ([[1861]]-[[1901]]), einen langjährigen Mitarbeiter aus [[Tirol]], dessen Grundsatz „''Fleiß und Pflichterfüllung''“ lautete. Höllrigl starb unerwartet bereits Endes des Jahres 1901. Eduard Höllrigl (* 13. Oktober 1861; † 6. Juli 1902) heiratete am 24. Januar 1898 Emilie Spängler (* 18. Februar 1874 in Salzburg; † 15. März 1958); sie war eine Tochter von [[Otto Spängler]] (* 1841; † 1919; Otto (I.) Spängler)  und Aloisia Duregger (* 1846; † 1915). Die Familie blieb ohne Kinder.<ref>''Stammbaum des Salzburger Zweiges der Familie Spängler aus Sand im Taufers'', bearbeitet von Theodor von Barchetti, Trude Widerin und Herbert Sacher, [Salzburg] 1977, Blatt 25; dort ist Höllrigls Todesdatum mit dem 6. 7. 1902 angegeben.</ref>
    
== 20. Jahrhundert ==
 
== 20. Jahrhundert ==
   −
Anfang [[1902]] ging die Buchhandlung in den Besitz von [[Adolf Stierle]] und [[Otto Spinnhirn]] über.<ref>In ''105 Jahre Familie Stierle als Buchhändler in Salzburg'' (Heinz Stierle: Persönlicher Bericht über die Firmengeschichte, 2008) nach Wikipedia.de [April 2015], wird als Übernahmejahr dagegen 1903 angegeben.</ref> Beide führen diese unter dem Namen „Eduard Höllrigl, vorm. Herm. Kerber“ weiter. Nach etwa sieben Jahren erwarben die Besitzer das gesamte Ritzerbogenhaus. Adolf Stierle (* 31. August 1871 in Tamm in Württemberg, † 26. Juli 1945 in Salzburg) war mit der Schwester von Emilie Spängler, der Frau von Eduard Höllrigl, verheiratet, mit Bertha Spängler (* 29. Mai 1877 in Salzburg, † 16. September 1905 in Salzburg); aus der Ehe stammt der Sohn Adolf Stierle (* 28. Jänner 1906 in Salzburg, † 30. Juni 1970 in [[Vöcklabruck]]), Dr.rer.pol., Kommerzienrat und ebenfalls Buchhändler.<ref>''Stammbaum des Salzburger Zweiges der Familie Spängler aus Sand im Taufers'', bearbeitet von Theodor von Barchetti, Trude Widerin und Herbert Sacher, [Salzburg] 1977, Blatt 25.</ref> Adolf Stierles Sohn, Heinz Stierle (* 18. März 1940 in Salzburg) führte die Buchhandlung weiter und eröffnete 1988 mit seiner Frau eine eigene [[Buchhandlung Stierle|Buchhandlung Kaigasse 1 / Mozartplatz]]. Auch die beiden Kinder von Heinz Stierle sind gelernte Buchhändler, der Sohn ebenfalls im Buchhandel tätig [2008].
+
Anfang [[1902]] ging die Buchhandlung in den Besitz von [[Adolf Stierle]] und [[Otto Spinnhirn]] über.<ref>In ''105 Jahre Familie Stierle als Buchhändler in Salzburg'' (Heinz Stierle: Persönlicher Bericht über die Firmengeschichte, 2008) nach Wikipedia.de [April 2015], wird als Übernahmejahr dagegen 1903 angegeben.</ref> Beide führen diese unter dem Namen „Eduard Höllrigl, vorm. Herm. Kerber“ weiter. Nach etwa sieben Jahren erwarben die Besitzer das gesamte Ritzerbogenhaus. Adolf Stierle (* 31. August 1871 in Tamm in Württemberg; † 26. Juli 1945 in Salzburg) war mit der Schwester von Emilie Spängler, der Frau von Eduard Höllrigl, verheiratet, mit Bertha Spängler (* 29. Mai 1877 in Salzburg; † 16. September 1905 in Salzburg); aus der Ehe stammt der Sohn Adolf Stierle (* 28. Jänner 1906 in Salzburg; † 30. Juni 1970 in [[Vöcklabruck]]), Dr.rer.pol., Kommerzienrat und ebenfalls Buchhändler.<ref>''Stammbaum des Salzburger Zweiges der Familie Spängler aus Sand im Taufers'', bearbeitet von Theodor von Barchetti, Trude Widerin und Herbert Sacher, [Salzburg] 1977, Blatt 25.</ref> Adolf Stierles Sohn, Heinz Stierle (* 18. März 1940 in Salzburg) führte die Buchhandlung weiter und eröffnete 1988 mit seiner Frau eine eigene [[Buchhandlung Stierle|Buchhandlung Kaigasse 1 / Mozartplatz]]. Auch die beiden Kinder von Heinz Stierle sind gelernte Buchhändler, der Sohn ebenfalls im Buchhandel tätig [2008].
    
== Öffnungszeiten ==
 
== Öffnungszeiten ==

Navigationsmenü