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| | [[Datei:Landeskrankenhaus-Panorama.jpg|thumb|450px|Landeskrankenhaus-Panorama, Ansicht vom Mönchsberg aus]]{{googlemapsort|Müllner_Hauptstraße_48+5020+Salzburg}} | | [[Datei:Landeskrankenhaus-Panorama.jpg|thumb|450px|Landeskrankenhaus-Panorama, Ansicht vom Mönchsberg aus]]{{googlemapsort|Müllner_Hauptstraße_48+5020+Salzburg}} |
| | [[Bild:Chirurgie West.jpg|thumb|Chirurgie West]] | | [[Bild:Chirurgie West.jpg|thumb|Chirurgie West]] |
| − | Das '''Landeskrankenhaus Salzburg''' (auch: ''St. Johanns-Spital'') in [[Salzburg]] [[Mülln]] ist in funktional-organisatorischem Verbund mit der [[Christian-Doppler-Klinik]] in der Gesundheitsversorgung eine Zentral-[[Krankenanstalt]], sowie auch ein Universitätsklinikum auf Grund der Kooperation mit der [[Paracelsus Medizinische Privatuniversität]]. Rechtsträger ist das Land Salzburg. Die Betriebsführung erfolgt durch die gemeinnützige [[Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH|Salzburger Landeskliniken]] Betriebsführungs-GmbH (SALK). | + | Das '''Landeskrankenhaus Salzburg''' (auch ''St. Johanns-Spital'') ist eine [[Krankenanstalt]] in [[Salzburg]]-[[Mülln]] |
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| | + | == Einleitung == |
| | + | Das Landeskrankenhaus Salzburg ist in funktional-organisatorischem Verbund mit der [[Christian-Doppler-Klinik]] in der Gesundheitsversorgung eine Zentral-Krankenanstalt, sowie auch ein [[Universitätsklinikum Salzburg|Universitätsklinikum]] auf Grund der Kooperation mit der [[Paracelsus Medizinische Privatuniversität]]. |
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| | + | Rechtsträger ist das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]]. Die Betriebsführung erfolgt durch die gemeinnützige [[Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH|Salzburger Landeskliniken]] Betriebsführungs-GmbH (SALK). |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
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| | [[Datei:Salzburg Kupferstich 1740 Detail Nr 24 St. Johanns-Spital.jpg|thumb|[[Salzburg (Kupferstich) Friedrich Bernhard Werner|Werner, Friedrich Bernhard ; Stadtansicht von 1740, Detail Nr 24 ]]]] | | [[Datei:Salzburg Kupferstich 1740 Detail Nr 24 St. Johanns-Spital.jpg|thumb|[[Salzburg (Kupferstich) Friedrich Bernhard Werner|Werner, Friedrich Bernhard ; Stadtansicht von 1740, Detail Nr 24 ]]]] |
| | [[Datei:Salzburg Kupferstich 1750 Detail Nr 32 St. Johanns-Spital.jpg|thumb|[[Salzburg (Kupferstich) Johann Friedrich Probst|Probst, Johann Friedrich ; Stadtansicht von 1750, Detail Nr 32 ]]]] | | [[Datei:Salzburg Kupferstich 1750 Detail Nr 32 St. Johanns-Spital.jpg|thumb|[[Salzburg (Kupferstich) Johann Friedrich Probst|Probst, Johann Friedrich ; Stadtansicht von 1750, Detail Nr 32 ]]]] |
| − | Die ursprüngliche [[Barock|barocke]] Spitalsanlage mit der zentralen [[Krankenhauskirche St. Johannes]], heute die Pfarrkirche des Spitals-Pfarrsprengels, wurde im Auftrag von Stifter [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]], dem die soziale Arbeit ein besonderes Anliegen war, auf den Fundamenten des älteren [[Schloss Müllegg|Grimmingschlosses]] von [[Fischer von Erlach]] erbaut und [[1704]] eingeweiht. Johann Ernst von Thun belebte mit dem neuen Spitalnamen einen alten Namen wieder, hieß doch schon das alte [[Armen- und Krankenfürsorge (historisch)#Domkapitelspital St. Johann in Stubenberg|Spital]] der [[ Pfarrkirche St. Erhard |Erhardkirche]] nach dem heiligen Johannes d. T. Die gesamte Anlage, Kirche, Männertrakt und Frauentrakt finanzierte Johann Ernst aus seinen eigenen Mitteln privat! Im Stifterbrief vom [[15. Oktober]] [[1699]] richtete er einen Stiftungsfond mit 100.00 [[Gulden]] ein. Ferner spendete er noch einmal 12.000 Gulden zur Bezahlung der Krankenwärter und spendete bis an sein Lebensende monatlich weitere 1.000 Gulden an das Spital. | + | Die ursprüngliche [[barock]]e Spitalsanlage mit der zentralen [[Krankenhauskirche St. Johannes]], heute die Pfarrkirche des Spitals-Pfarrsprengels, wurde im Auftrag von Stifter [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]], dem die soziale Arbeit ein besonderes Anliegen war, auf den Fundamenten des älteren [[Schloss Müllegg|Grimmingschlosses]] von [[Fischer von Erlach]] erbaut und [[1704]] eingeweiht. Johann Ernst von Thun belebte mit dem neuen Spitalnamen einen alten Namen wieder, hieß doch schon das alte [[Armen- und Krankenfürsorge (historisch)#Domkapitelspital St. Johann in Stubenberg|Spital]] der [[ Pfarrkirche St. Erhard |Erhardkirche]] nach dem heiligen Johannes d. T.. Die gesamte Anlage - Kirche, Männertrakt und Frauentrakt - finanzierte Johann Ernst aus seinen eigenen Mitteln privat! Im Stifterbrief vom [[15. Oktober]] [[1699]] richtete er einen Stiftungsfond mit 100.00 [[Gulden]] ein. Ferner spendete er noch einmal 12.000 Gulden zur Bezahlung der Krankenwärter und spendete bis an sein Lebensende monatlich weitere 1.000 Gulden an das Spital. |
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| − | [[1754]] wurde eine [[Landesapotheke|Apotheke]] eingerichtet, die auch öffentlich zugänglich war und sich großer Beliebtheit erfreute. Ganz im Geiste der Aufklärung wurde [[1791]] der letzte Pilger aufgenommen. [[1796]] erfolgte dann, auf Betreiben des damaligen Leibarztes des EB Hartenkeil, zur Trennung von Medizin und Chirugie. | + | [[1754]] wurde eine [[Landesapotheke|Apotheke]] eingerichtet, die auch öffentlich zugänglich war und sich großer Beliebtheit erfreute. Ganz im Geiste der Aufklärung wurde [[1791]] der letzte Pilger aufgenommen. [[1796]] erfolgte dann, auf Betreiben des damaligen Leibarztes des Fürsterzbischofs, [[Johann Jacob Hartenkeil]], zur Trennung von Medizin und Chirurgie. |
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| | Von [[1891]] bis [[1899]] wurde das erste Kinderspital, und von [[1897]] bis [[1899]] die "Geburtshilfliche und Frauen - Abteilung", als Vorläufer der heutigen Frauenklinik, errichtet. | | Von [[1891]] bis [[1899]] wurde das erste Kinderspital, und von [[1897]] bis [[1899]] die "Geburtshilfliche und Frauen - Abteilung", als Vorläufer der heutigen Frauenklinik, errichtet. |
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| − | Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] kam es zu einem großzügigen Ausbau des St. Johanns-Spitals. Als bislang letztes großes Bauprojekt wurde [[2001]] die [[Chirurgie West]] eingeweiht. [[2009]] entstand am [[Aiglhof]] die [[S-Bahn Salzburg|S-Bahn]]-Station Mülln, die [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]]-Benutzer direkt vor die Tore des Spitals bringt.
| + | Bis [[31. Dezember]] [[1997]] war das Landeskrankenhaus Salzburg ein Regiebetrieb des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]], der im Wege der [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport#Geschichte|Anstaltenverwaltung]] geführt wurde. Mit Wirkung vom [[1. Jänner]] [[1998]] wurde die Betriebsführung an die [[Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH#Geschichte|Holding der Landeskliniken (LKS)]] übertragen. Mit Wirkung vom [[1. Jänner]] [[2004]] sind Rechtsträgerschaft und Betriebsführung des Landeskrankenhauses Salzburg an die Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH - [[SALK]] übertragen worden. |
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| − | Bis [[31. Dezember]] [[1997]] war das Landeskrankenhaus Salzburg ein Regiebetrieb des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]], der im Wege der [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport#Geschichte|Anstaltenverwaltung]] geführt wurde. Mit Wirkung vom [[1. Jänner]] [[1998]] wurde die Betriebsführung an die [[Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH#Geschichte|Holding der Landeskliniken (LKS)]] übertragen. Mit Wirkung vom [[1. Jänner]] [[2004]] sind Rechtsträgerschaft und Betriebsführung des Landeskrankenhauses Salzburg an die Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH - [[SALK]] übertragen worden.
| + | Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] kam es zu einem großzügigen Ausbau des St. Johanns-Spitals. Als bislang letztes großes Bauprojekt wurde [[2001]] die [[Chirurgie West]] eingeweiht. |
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| | [[2003]] nahm die Paracelsus Medizinische Privatuniversität auf dem Gelände des Landeskrankenhaus ihren Studienbetrieb auf. | | [[2003]] nahm die Paracelsus Medizinische Privatuniversität auf dem Gelände des Landeskrankenhaus ihren Studienbetrieb auf. |
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| | + | [[2009]] gingen westlich des Geländes die [[S-Bahn Salzburg|S-Bahn]]-{{Symbol-S-Bahn|S3|#19B24B}}-[[Salzburg Aiglhof (Haltestelle)|Station Aiglhof]] und östlich des Geländes die {{Symbol-S-Bahn|S3|#19B24B}}-[[Salzburg Mülln-Altstadt (Haltestelle)|Station Mülln]] in Betrieb, die [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]]-Benutzer nahe an das Spital bringen. |
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| | === Krankenhauskirche St. Johannes === | | === Krankenhauskirche St. Johannes === |
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| | *Universitätsinstitut für Medizinisch-Chemische Labordiagnostik der PMU | | *Universitätsinstitut für Medizinisch-Chemische Labordiagnostik der PMU |
| | *Forschungsinstitut für Grund- und Grenzfragen der Medizin und Biotechnologie | | *Forschungsinstitut für Grund- und Grenzfragen der Medizin und Biotechnologie |
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| − | == Adresse ==
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| − | :''[[Müllner Hauptstraße]] 48''
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| − | :''5020 Salzburg''
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| − | :''Telefon: 06 62 - 44 82-0''
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| | == Vorstand == | | == Vorstand == |
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| | ;Pflegedirektorin : DGKS Margret Hader | | ;Pflegedirektorin : DGKS Margret Hader |
| | ;Wirtschaftsdirektor : Dr. Klaus Offner | | ;Wirtschaftsdirektor : Dr. Klaus Offner |
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| | + | == Weitere Personen == |
| | + | * [[Albert Gruber]] ist (2014) Pflegeexperte am Landeskrankenhaus Salzburg. |
| | + | * [[Heinrich Magometschnigg]] (2014) ist ärztlicher Direktor des Landeskrankenhauses und des Universitätsklinikums Salzburg. |
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| | + | == Adresse == |
| | + | :''[[Müllner Hauptstraße]] 48'' |
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| | + | :''Telefon: (06 62) 44 82-0'' |
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| | == Daten & Fakten == | | == Daten & Fakten == |
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| | * Tätigkeitsberichte, Landeskrankenanstalten Salzburg, Jahre 2000, 1995, 1994, 1993, 1991, 1990, 1989, 1988 | | * Tätigkeitsberichte, Landeskrankenanstalten Salzburg, Jahre 2000, 1995, 1994, 1993, 1991, 1990, 1989, 1988 |
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| − | == Personen ==
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| − | * [[Albert Gruber]] ist (2014) Pflegeexperte am Landeskrankenhaus Salzburg.
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| − | * [[Heinrich Magometschnigg]] (2014) ist ärztlicher Direktor des Landeskrankenhauses und des Universitätsklinikums Salzburg.
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| | == Weblinks == | | == Weblinks == |