Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 41: Zeile 41:  
Von 1990 bis 1995 übernahm Matthias Pöckl, langjähriger Vizekapellmeister, die Leitung der Kapelle. Besonders beliebt ist sein rhythmisch ansprechendes und harmonisches Arrangement des „Vater unser“. 1992 war wiederum eine Neueinkleidung nötig, 1994 wurde der Musikpavillon im ehemaligen Brunnengarten eingeweiht. Er dient seitdem als passender Ort für Platzkonzerte und Feiern aller Art. 1995 hat Matthias Pöckl die Leitung der Musikkapelle an  Josef Fagerer übergeben, der bis heute mit großem Erfolg für die musikalischen Belange verantwortlich zeichnet. Seit 1996 gibt es auch für die Sommersaison als quasi stehende Einrichtung die Zusammenarbeit Joghurt (= Jugendtreff) - Prangerschützen - Musikkapelle für eine sommerliche Festfolge. Ab 1997 liefen die Planungen für das große, 150-jährige Gründungsjubiläum im Jahre 2000!<ref name="Leitich"></ref>
 
Von 1990 bis 1995 übernahm Matthias Pöckl, langjähriger Vizekapellmeister, die Leitung der Kapelle. Besonders beliebt ist sein rhythmisch ansprechendes und harmonisches Arrangement des „Vater unser“. 1992 war wiederum eine Neueinkleidung nötig, 1994 wurde der Musikpavillon im ehemaligen Brunnengarten eingeweiht. Er dient seitdem als passender Ort für Platzkonzerte und Feiern aller Art. 1995 hat Matthias Pöckl die Leitung der Musikkapelle an  Josef Fagerer übergeben, der bis heute mit großem Erfolg für die musikalischen Belange verantwortlich zeichnet. Seit 1996 gibt es auch für die Sommersaison als quasi stehende Einrichtung die Zusammenarbeit Joghurt (= Jugendtreff) - Prangerschützen - Musikkapelle für eine sommerliche Festfolge. Ab 1997 liefen die Planungen für das große, 150-jährige Gründungsjubiläum im Jahre 2000!<ref name="Leitich"></ref>
   −
===Ein Exkurs: die Emaus-Jünger<ref>[http://www.emaus.at Emaus-Jünger]</ref>===
+
===Ein Exkurs: Die Emaus-Jünger===
Unter der Initiative eines Mitgliedes der Musik Ebenau, Andreas Zenker, fanden sich 1988 einige junge Musiker zusammen und musizierten mit viel Schwung auf den alten Instrumenten der „hohen“ Stimmung, in Regimentskapellen '''Türkischer Ton''' genannt.<ref>Wikipedia, Türkischer Ton: [https://de.wikipedia.org/wiki/Cornettton]</ref> Anfangs bereitete das Blasen auf den maroden Instrumenten einiges an Schwierigkeiten, das Instrumentarium wurde über die Jahre jedoch immer wieder verbessert, und durch intensive Probenarbeit kristallisierte sich dieses Ensemble als eine beliebte Blasmusikgruppe heraus. Ganz bewusst wurde neben der „hohen“ Stimmung auch in der alten Besetzung mit Helikon, Basstrompete, Es-Trompeten und Es-Klarinette gespielt. 1998 feierten die Emaus-Jünger ihr zehnjähriges Gründungsjubiläum. Es gab ein gelungenes Fest u.a. mit einem hochkarätig besetzten Emaus-Festorchester und einem Treffen der letzten „hochgestimmten“ Blaskapellen Österreichs. 1999 wurde für das österreichische Blasmusikmuseum in Oberwölz (Stmk.) der Radetzky Marsch von Johann Strauss sowohl in „hoher“ Stimmung als auch in Normalstimmung zum objektiven Vergleich beider Stimmungen aufgenommen.<ref name="Leitich"></ref>
+
Auf Initiative eines Mitgliedes der Ebenauer Musik, Andreas Zenker, gesellten sich 1988 junge Musiker und musizierten mit viel Schwung wieder auf den althergebrachten Instrumenten mit der „hohen“ Stimmung, nämlich a' = 461 Hz. Sie nannten sich ''Die Emaus-Jünger''.<ref>[http://www.emaus.at Emaus-Jünger]</ref> Den hohen Stimmton, der auch an alten Orgeln anzutreffen ist - wo er als ''Cornettton'' bezeichnet wird<ref>1820 z. B. berichtet der Komponist [[Franz Xaver Gruber]], dass die Orgel von [[Wallfahrtskirche Maria im Mösl|Arnsdorf]] um (vermutlich) zwei Halbtöne zu hoch wäre: „ […] ''schade,'' […] ''dass die Orgel'' […] ''hochkornet'' ist und jeweils zwei Pfeifen des ''transformierens wegen beÿgesetzt'' werden müssten“; Stiftsarchiv [[Benediktiner-Abteikirche Michaelbeuern|Michaelbeuern]]: ''Fach 54'', Franz Xaver Gruber: ''Kurze Schilderung von der Wallfahrts-Kirche zu Arnsdorf '', Nr. 72 (Handschrift, 1820). Zit. nach: [[Roman Schmeißner]]: ''Orgelbau in Salzburger Wallfahrtskirchen'', Duisburg & Köln: WiKu-Verlag 2015, ISBN 978-3-86553-446-0, S. 12 und S. 358f.</ref> - nennt man in Regimentskapellen '''Türkischer Ton'''.<ref>Wikipedia, Türkischer Ton: [https://de.wikipedia.org/wiki/Cornettton]</ref> Anfangs bereitete das Blasen auf den maroden Instrumenten Schwierigkeiten, das Instrumentarium wurde über die Jahre jedoch immer wieder verbessert, und durch intensive Probenarbeit kristallisierte sich dieses Ensemble als eine beliebte Blasmusikgruppe heraus. Ganz bewusst wurde neben der „hohen“ Stimmung auch in der alten Besetzung mit Helikon, Basstrompete, Es-Trompeten und Es-Klarinette gespielt. 1998 feierten die Emaus-Jünger ihr zehnjähriges Gründungsjubiläum. Es gab ein gelungenes Fest u.a. mit einem hochkarätig besetzten Emaus-Festorchester und einem Treffen der letzten „hochgestimmten“ Blaskapellen Österreichs. 1999 wurde für das österreichische Blasmusikmuseum in Oberwölz (Stmk.) der Radetzky Marsch von Johann Strauss sowohl in „hoher“ Stimmung als auch in Normalstimmung zum objektiven Vergleich beider Stimmungen aufgenommen.<ref name="Leitich"></ref>
    
=== Die Musikkapelle heute - eine kleine Zustandsanalyse - Stand 2008 ===
 
=== Die Musikkapelle heute - eine kleine Zustandsanalyse - Stand 2008 ===

Navigationsmenü