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| | ====Nach dem Zweiten Weltkrieg in Gmünd, Kärnten==== | | ====Nach dem Zweiten Weltkrieg in Gmünd, Kärnten==== |
| − | Porsche war dann im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] aufgrund der Bombardierungen gezwungen, seine Firma nach Gmünd in Kärnten und [[Zell am See]] auszulagern. In Gmünd entstanden nach dem Krieg die ersten echten ''Porsche''-Modelle, schon von seinem Sohn [[Ferry Porsche|Ferry]] konstruiert. Denn Vater Porsche wurde nach Kriegsende mit List in die französisch besetzte Zone nach Baden Baden in Deutschland gelockt. Man versprach ihm die Mitarbeit an den französischen Citroen-Werken, in Wahrheit wollte man einen möglichen in Deutschland aufkommenden Konkurrenten entfernen. Porsche wurde unter fadenscheinigen Begründungen festgenommen und nach Frankreich in Haftlager gebracht. Zwar arbeitete er tatsächlich am Aufbau der Citroen-Werke, dies aber höchst unfreiwillig. Die Familie Porsche versuchte indes alles Mögliche, um Porsche frei zu bekommen, jedoch blieb Porsche bis [[1947]] in Haft und erholte sich nie mehr von diesen Strapazen. Er starb [[1951]] von 76 Jahren. | + | Porsche war dann im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] aufgrund der Bombardierungen gezwungen, seine Firma nach Gmünd in [[Kärnten]] und [[Zell am See]] auszulagern. In Gmünd entstanden nach dem Krieg die ersten echten ''Porsche''-Modelle, schon von seinem Sohn [[Ferry Porsche|Ferry]] konstruiert. Denn Vater Porsche wurde nach Kriegsende mit List in die französisch besetzte Zone nach Baden Baden in Deutschland gelockt. Man versprach ihm die Mitarbeit an den französischen Citroen-Werken, in Wahrheit wollte man einen möglichen in Deutschland aufkommenden Konkurrenten entfernen. Porsche wurde unter fadenscheinigen Begründungen festgenommen und nach Frankreich in Haftlager gebracht. Zwar arbeitete er tatsächlich am Aufbau der Citroen-Werke, dies aber höchst unfreiwillig. Die Familie Porsche versuchte indes alles Mögliche, um Porsche frei zu bekommen, jedoch blieb Porsche bis [[1947]] in Haft und erholte sich nie mehr von diesen Strapazen. Er starb [[1951]] von 76 Jahren. |
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| − | Doch zurück zu Gmünd, das in der britischen Zone lag. Es gab ein Intermezzo mit Italien, in dessen Verlauf die Konstruktion des Rennwagens ''Cisitalia'' fiel. Porsche gelang es immer wieder die Briten zu überzeugen, dass er Material benötigte, um in Gmünd Fahrzeuge herstellen zu können. Als schließlich die Firma aufgrund von mangelnden Entfaltungsmöglichkeiten ihren Sitz wieder nach Stuttgart-Zuffenhausen zurück verlegte, gründete er die älteste noch tätige Porsche-Werkstätte in Österreich, die Firma [[Porsche Alpenstraße]] in der Alpenstraße in [[Salzburg]], wo am [[28. Februar]] [[1949]] mit dem Werkstättenbetrieb begonnen wurde. | + | Doch zurück zu Gmünd, das in der britischen Zone lag. Es gab ein Intermezzo mit Italien, in dessen Verlauf die Konstruktion des Rennwagens ''Cisitalia'' fiel. Porsche gelang es immer wieder die Briten zu überzeugen, dass er Material benötigte, um in Gmünd Fahrzeuge herstellen zu können. Am [[15. Juni]] [[1948]] wurde dann der erste Porsche unter der Konstruktionsnummer 356 in Gmünd zugelassen. Im Herbst des selben Jahres am [[7. September]] erhält Porsche den Gewerbeschein für den Handel mit Kraftfahrzeugen und deren Ersatzteile, beschränkt auf Erzeugnisse der Wolfsburger Motorenwerke (die man später in "Volkswagenwerk" umnannte) durch die Bezirkshauptmannschaft Spittal an der Drau. |
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| | + | Als schließlich die Firma aufgrund von mangelnden Entfaltungsmöglichkeiten ihren Sitz wieder nach Stuttgart-Zuffenhausen zurück verlegte, gründete er die älteste noch tätige Porsche-Werkstätte in Österreich, die Firma [[Porsche Alpenstraße]] in der Alpenstraße in [[Salzburg]], wo am [[28. Februar]] [[1949]] mit dem Werkstättenbetrieb begonnen wurde. |
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| | Die Leitung des österreichischen Betriebs übergab er seiner Tochter [[Louise Piech|Louise]] (* [[1904]], † [[1999]] in [[Salzburg]]), die mit [[Ferdinand Piech|Dipl.-Ing. Dr. h.c. Ferdinand Piech]] (* [[1937]], † [[1952]]) verheiratet war. Schon bald übersiedelte die Firma von der Alpenstraße in Salzburg in den [[Porschehof]]. | | Die Leitung des österreichischen Betriebs übergab er seiner Tochter [[Louise Piech|Louise]] (* [[1904]], † [[1999]] in [[Salzburg]]), die mit [[Ferdinand Piech|Dipl.-Ing. Dr. h.c. Ferdinand Piech]] (* [[1937]], † [[1952]]) verheiratet war. Schon bald übersiedelte die Firma von der Alpenstraße in Salzburg in den [[Porschehof]]. |