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| | Maria Emhart wuchs in einer Barackensiedlung in St. Pölten als ältestes von fünf Kindern einer Landarbeiterin und eines Eisenbahners auf. | | Maria Emhart wuchs in einer Barackensiedlung in St. Pölten als ältestes von fünf Kindern einer Landarbeiterin und eines Eisenbahners auf. |
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| − | Sie besuchte die fünfklassige Volksschule und die Bürgerschule. | + | Sie besuchte die fünfklassige Volksschule und die Bürgerschule und arbeitete ab 1915 als Textilarbeiterin in der Glanzstofffabrik in St. Pölten. |
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| | Im Alter von 17 Jahren trat sie der [[SDAP|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei]] bei. 20-jährig heiratete sie den Eisenbahner Karl Emhart, mit dem sie zu dessen Tod (1965) glücklich verbunden blieb. | | Im Alter von 17 Jahren trat sie der [[SDAP|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei]] bei. 20-jährig heiratete sie den Eisenbahner Karl Emhart, mit dem sie zu dessen Tod (1965) glücklich verbunden blieb. |
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| | Maria Emhart schloss sich den Revolutionären Sozialisten an, die den Widerstand gegen das [[Ständestaat]]sregime aufrechterhielten. Als im August 1934 die führende Aktivistin Rosa Jochmann verhaftet wurde, übernahm Maria Emhart deren Position, wurde jedoch verraten und neuerlich verhaftet. Im März 1936 wurde sie zu 18 Monaten Kerker verurteilt, kam jedoch bereits im Juli 1936 in den Genuss einer Amnestie. Ihr Mann sah sich damals gezwungen, sich von ihr scheiden zu lassen, um seine Arbeit bei der Bundesbahn nicht zu verlieren. | | Maria Emhart schloss sich den Revolutionären Sozialisten an, die den Widerstand gegen das [[Ständestaat]]sregime aufrechterhielten. Als im August 1934 die führende Aktivistin Rosa Jochmann verhaftet wurde, übernahm Maria Emhart deren Position, wurde jedoch verraten und neuerlich verhaftet. Im März 1936 wurde sie zu 18 Monaten Kerker verurteilt, kam jedoch bereits im Juli 1936 in den Genuss einer Amnestie. Ihr Mann sah sich damals gezwungen, sich von ihr scheiden zu lassen, um seine Arbeit bei der Bundesbahn nicht zu verlieren. |
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| − | Mittlerweile in Bischofshofen ansässig, trat sie nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]s am 11. Mai 1945 in die Salzburger Landesparteileitung der SPÖ bei ein. Bei den [[Landtagswahlen]] des 25. November 1945 wurde sie – als einzige Frau – in den Salzburger Landtag gewählt.
| + | Seit 1937 in Bischofshofen ansässig, trat sie nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]s am 11. Mai 1945 in die Salzburger Landesparteileitung der SPÖ bei ein. Bei den [[Landtagswahlen]] des 25. November 1945 wurde sie – als einzige Frau – in den Salzburger Landtag gewählt und blieb dort bis 1953. 1945-1966 war sie [[Landesfrauenvorsitzende der [[SPÖ Salzburg]]. |
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| | Maria Emhart wurde am 18. April 1946 in Bischofshofen zur Vize[[bürgermeister]]in gewählt, als erste Frau, die in Österreich ein solches Amt bekleidete. Sie füllte es 20 Jahre lang aus. | | Maria Emhart wurde am 18. April 1946 in Bischofshofen zur Vize[[bürgermeister]]in gewählt, als erste Frau, die in Österreich ein solches Amt bekleidete. Sie füllte es 20 Jahre lang aus. |
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| | * de.[[wikipedia]]: [http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Emhart Maria Emhart] | | * de.[[wikipedia]]: [http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Emhart Maria Emhart] |
| | * www.parlament.gv.at: [http://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_00264/index.shtml Biografie von Maria Emhart] | | * www.parlament.gv.at: [http://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_00264/index.shtml Biografie von Maria Emhart] |
| | + | * [https://www.salzburg.gv.at/00201lpi/15Gesetzgebungsperiode/allgemeine_Dokumente/Starke%20Frauen%20im%20Chiemseehof_1918-2015.pdf Starke Frauen im Chiemseehof 1918-2015. Die weiblichen Seiten der Salzburger Landespolitik. Salzburg 2015.] |
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