| − | Obwohl bisher keine Imagines gezüchtet oder gefangen werden konnten, ist der Nachweis von ''S. tiliae'' aus dem Land Salzburg über die Minen (Fraßspuren) der Raupen einfach und zweifelsfrei. Die Art wurde bisher im [[Flachgau]] und nördlichen [[Tennengau]], sowie in der [[Stadt Salzburg]] gefunden (Zonen I, Ia und II nach Embacher et al.) und scheint im Flachland mit der Futterpflanze der Raupen, Linden-Arten, verbreitet zu sein. Sie könnte im [[Salzachtal]] auch noch weiter südlich zu finden sein, ebenso in der Gegend um [[Zell am See]]. Die Höhenverbreitung reicht, soweit bisher bekannt, nur von rund 400 - 840 m Höhe. Lebensraum sind sonnige und halbschattige Waldränder, besonders von Laubmischwäldern. Hier findet man die Raupen im Juli, während die verlassenen Minen bis in den Herbst hinein festgestellt werden können ([[Michael Kurz|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]]2010). Die Imagines fliegen vermutlich im Mai in einer Generation. | + | Obwohl bisher keine [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] gezüchtet oder gefangen werden konnten, ist der Nachweis von ''S. tiliae'' aus dem Land Salzburg über die Minen (Fraßspuren) der Raupen einfach und zweifelsfrei. Die Art wurde bisher im [[Flachgau]] und nördlichen [[Tennengau]], sowie in der [[Stadt Salzburg]] gefunden (Zonen I, Ia und II nach Embacher et al.) und scheint im Flachland mit der Futterpflanze der Raupen, Linden-Arten, verbreitet zu sein. Sie könnte im [[Salzachtal]] auch noch weiter südlich zu finden sein, ebenso in der Gegend um [[Zell am See]]. Die Höhenverbreitung reicht, soweit bisher bekannt, nur von rund 400 - 840 m Höhe. Lebensraum sind sonnige und halbschattige Waldränder, besonders von Laubmischwäldern. Hier findet man die Raupen im Juli, während die verlassenen Minen bis in den Herbst hinein festgestellt werden können ([[Michael Kurz|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]]2010). Die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] fliegen vermutlich im Mai in einer Generation. |
| − | Über die Lebensweise der Imagines ist nichts bekannt. Die Raupen fressen im Juli in Gangminen an Blättern von Linden-Arten, besonders an der Winterlinde (''[[Tilia cordata]]''), aber auch der Sommerlinde (''[[Tilia platyphyllos]]''), sowie des Hybrids aus beiden Arten. Außerhalb Salzburgs wurde ''S. tiliae'' aber auch schon an weiteren Linden-Arten festgestellt, darunter auch fremdländischen Arten (''Tilia tomentosa'', ''Tilia petiolaris'', siehe Kurz & Kurz 2010). Die Fraßspur ist sehr charakteristisch, eine schmale Gangmine auf engem Raum gewunden, und kann bei uns nur mit den etwas ähnlichen Minen von ''[[Bucculatrix thoracella]]'' verwechselt werden, die ebenfalls auf Linden-Arten zu finden sind. Letztere sind aber kürzer, mehr gerade (oft einer Blattader folgend und dann rechtwinkelig geknickt) und insgesamt zarter. Die Puppe von ''S. tiliae'' ruht in einem kleinen, ovalen Seidenkokon. Auf Basis der bisherigen Funde kann die Art als ungefährdet angesehen werden, da sie mit den Futterpflanzen ihrer Raupe offensichtlich weit, wenn auch nur in niedrigen Lagen verbreitet ist. | + | Über die Lebensweise der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] ist nichts bekannt. Die Raupen fressen im Juli in Gangminen an Blättern von Linden-Arten, besonders an der Winterlinde (''[[Tilia cordata]]''), aber auch der Sommerlinde (''[[Tilia platyphyllos]]''), sowie des Hybrids aus beiden Arten. Außerhalb Salzburgs wurde ''S. tiliae'' aber auch schon an weiteren Linden-Arten festgestellt, darunter auch fremdländischen Arten (''Tilia tomentosa'', ''Tilia petiolaris'', siehe Kurz & Kurz 2010). Die Fraßspur ist sehr charakteristisch, eine schmale Gangmine auf engem Raum gewunden, und kann bei uns nur mit den etwas ähnlichen Minen von ''[[Bucculatrix thoracella]]'' verwechselt werden, die ebenfalls auf Linden-Arten zu finden sind. Letztere sind aber kürzer, mehr gerade (oft einer Blattader folgend und dann rechtwinkelig geknickt) und insgesamt zarter. Die Puppe von ''S. tiliae'' ruht in einem kleinen, ovalen Seidenkokon. Auf Basis der bisherigen Funde kann die Art als ungefährdet angesehen werden, da sie mit den Futterpflanzen ihrer Raupe offensichtlich weit, wenn auch nur in niedrigen Lagen verbreitet ist. |