| | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie== | | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie== |
| − | Aus der [[Stadt Salzburg]] (Zone Ia nach Embacher et al. 2011) liegen einige Minen- und Raupenfunde aus rund 440 [[M ü. A.|m Höhe]] vor, die auf Grund ihrer Morphologie und Phänologie zu ''A. petryi'' zu ziehen wären, obwohl die Zucht der Imagines noch aussteht. ''A. petryi'' wird trotz der verschiedenen Generationsfolge zur Zeit als Synonym zu ''[[Antispila treitschkiella]]'' betrachtet, doch deuten genetische Untersuchungen darauf hin, dass ''A. treitschkiella'' möglicherweise keine homogene Art darstellt. Es wäre daher möglich, dass ''A. petryi'' in Zukunft wieder Artrecht erhält, allerdings sind die Untersuchungen dazu noch nicht abgeschlossen. Lebensraum des Taxons in Salzburg ist jedenfalls ein schattiger Gebüschstreifen am [[Alterbach]], wo eine Generation im Jahr auftritt (mit Raupen Ende Juli, Anfang August). Im Gegensatz dazu weist die ebenfalls bei uns heimische ''[[Antispila treitschkiella]]'' zwei Generationen im Jahr auf (mit Raupen Anfang Juli, sowie im Septemer, siehe Kurz & Kurz 2015). | + | Aus der [[Stadt Salzburg]] (Zone Ia nach Embacher et al. 2011) liegen einige Minen- und Raupenfunde aus rund 440 [[M ü. A.|m Höhe]] vor, die auf Grund ihrer Morphologie und Phänologie zu ''A. petryi'' zu ziehen wären, obwohl die Zucht der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] noch aussteht. ''A. petryi'' wird trotz der verschiedenen Generationsfolge zur Zeit als Synonym zu ''[[Antispila treitschkiella]]'' betrachtet, doch deuten genetische Untersuchungen darauf hin, dass ''A. treitschkiella'' möglicherweise keine homogene Art darstellt. Es wäre daher möglich, dass ''A. petryi'' in Zukunft wieder Artrecht erhält, allerdings sind die Untersuchungen dazu noch nicht abgeschlossen. Lebensraum des Taxons in Salzburg ist jedenfalls ein schattiger Gebüschstreifen am [[Alterbach]], wo eine Generation im Jahr auftritt (mit Raupen Ende Juli, Anfang August). Im Gegensatz dazu weist die ebenfalls bei uns heimische ''[[Antispila treitschkiella]]'' zwei Generationen im Jahr auf (mit Raupen Anfang Juli, sowie im Septemer, siehe Kurz & Kurz 2015). |
| − | Die Imagines von ''A. petryi'' sind in Salzburg noch nicht nachgewiesen, sodass über ihre Lebensweise nichts bekannt ist. Die Raupen fressen in Platzminen, wobei als Nahrungspflanze in Salzburg bisher nur ''[[Cornus sanguinea australis]]'' belegt ist. Erwachsen scheiden sie ein Loch aus den Blatthäuten aus, formen daraus einen ovalen, flachen Kokon und lassen sich damit zu Boden fallen, wo auch die Verpuppung erfolgt. Mangels Daten zu Lebensweise und Gesamtvorkommen im Land, ist zur Zeit eine Beurteilung einer eventuellen Gefährdung nicht möglich. | + | Die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] von ''A. petryi'' sind in Salzburg noch nicht nachgewiesen, sodass über ihre Lebensweise nichts bekannt ist. Die Raupen fressen in Platzminen, wobei als Nahrungspflanze in Salzburg bisher nur ''[[Cornus sanguinea australis]]'' belegt ist. Erwachsen scheiden sie ein Loch aus den Blatthäuten aus, formen daraus einen ovalen, flachen Kokon und lassen sich damit zu Boden fallen, wo auch die Verpuppung erfolgt. Mangels Daten zu Lebensweise und Gesamtvorkommen im Land, ist zur Zeit eine Beurteilung einer eventuellen Gefährdung nicht möglich. |