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Der '''Hirschbichl''' ist ein Bichl, Pass sowie der Ortsname der kleinen Ortschaft am Hirschbichl im [[Pinzgau]].

== Pass ==

Am Fuße des [[Hochkalter]]massives liegt der Hirschbichl in der Nähe des Pinzgauer [[Saalachtal]]es, nahe an der Grenze zum [[Berchtesgadener Land]], und zwar an der Landesgrenze von [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] zu [[Bayern]]. Der Hirschbichl-Pass führt durch den [[Nationalpark Berchtesgadener Land]] und ist für Kraftfahrzeuge gesperrt.

Vom [[Hintersee (Bayern)|Hintersee]] bei [[Ramsau (Bayern)|Ramsau]] geht es das [[Klausbachtal]] erst flach, dann sehr steil hinauf zur Hirschbichler Passhöhe, welche auf der Salzburger Landesseite, ungefähr einen Kilometer nach der Landesgrenze, liegt. Die Auffahrt liegt meist im Wald, doch es gibt immer wieder Blickmöglichkeiten auf die [[Reiteralm]] und das Hochkaltermassiv.

Die Passhöhe des Hirschbichls beträgt 1148 Höhenmeter.

== Geschichte (Pass) ==

Der Pass spielte einst eine sehr wichtige Rolle: Er war die Verbindung von Pinzgau und [[Rupertiwinkel]]. Besonders für den [[Salztransport]] des [[Salzhandel]]s war der Pass eine wichtige Transportstrecke. Das Salz wurde von Bayern über den Hirschbichl nach [[Tirol]] und in den [[Oberpinzgau]] geschaffen.

Im Jahre [[1809]], als die [[Befreiungskriege (Überblick)|Freiheitskämpfe]] um Tirol und Salzburg gegen die Bayern stattfanden, verteidigten die [[Salzburger Schützen|Pinzgauer Schützen]] unter [[Anton Wallner]] am [[Luftenstein]] und Hirschbichl den Eingang in den Pinzgau, um den Widerstand aufrecht zu erhalten. Doch wegen dem hinterhältigen Angriff der Bayern auf den in [[Melleck]] versteckten [[Josef Speckbacher]] und die blutigen Folgen dieses Angriffes, rief der Kaiser auf, die Waffen abzugeben um weiteres Blutvergießen zu vermeiden. So weigerten sich viele Schützen, weiter zu kämpfen und rückten ab. So mussten die Pinzgauer Schützen am [[19. Oktober]] [[1809]] bei [[Dießbach]] kapitulieren.

== Ortschaft ==

Die wunderschöne Ortschaft Hirschbichl, gehörig zur Gemeinde Weißbach bei Lofer, besteht aus wenigen Häusern und einer kleinen Kapelle. Auch ein Gasthaus befindet sich in der Ortschaft, welches von der Familie Hohenwarter bewirtschaftet wird. Es bietet auch ein sogenanntes ''Bergheim'' für Wanderer an, welches jährlich vom [[1. Mai]] bis ungefähr zum [[20. Oktober]] geöffnet ist. Es verfügt über sechs normale Zimmer (insgesamt 20 Betten) und zwei Schlaflagerräumen, welche mit 11 Betten und 16 Betten ausgestattet sind.

Die Ortschaft Hirschbichl ist ein beliebter Ausgangspunkt von vielen Wanderungen.

[[Kategorie:Befreiungskriege (Geschichte)]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Pass]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
[[Kategorie:Ort]]