Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
396 Bytes hinzugefügt ,  10:27, 4. Nov. 2017
Krebspest 2017, Quelle ORF
Zeile 5: Zeile 5:  
Der Steinkrebs gehört zu [[Glossar Biologie#F|Familie]] der Europäischen Flusskrebse (''Astacidae'').
 
Der Steinkrebs gehört zu [[Glossar Biologie#F|Familie]] der Europäischen Flusskrebse (''Astacidae'').
   −
Er ist wesentlich kleiner als der Edelkrebs; männliche Tiere können bis 10 cm Körperlänge erreichen, meist bleiben sie aber (wie die Weibchen) deutlich kleiner. Die Scheren sind kräftig. Die Färbung reicht von beigem bis zu bläulichem oder grünlichem Braun, daneben gibt es hellblaue Exemplare.
+
Er ist wesentlich kleiner als der [[Edelkrebs]]; männliche Tiere können bis 10 cm Körperlänge erreichen, meist bleiben sie aber (wie die Weibchen) deutlich kleiner. Die Scheren sind kräftig. Die Färbung reicht von beigem bis zu bläulichem oder grünlichem Braun, daneben gibt es hellblaue Exemplare.
 +
 
 +
Der Steinkrebs steht in der „Roten Liste der gefährdeten Tiere Österreichs“ auf Gefährdungsstufe 2 (stark gefährdet). Hauptgefahr ist für ihn die von den eingeschleppten nordamerikanischen Flusskrebsen verbreitete Krebspest.
    
== Der Steinkrebs im Land Salzburg ==
 
== Der Steinkrebs im Land Salzburg ==
Zeile 11: Zeile 13:     
Steinkrebse wurden in folgenden Gewässern gefunden:
 
Steinkrebse wurden in folgenden Gewässern gefunden:
*Flachgau: Ursprung des [[Angerbach]]s (nördlicher [[Haunsberg]]), [[Ehrenbach]], Zubringer zum [[Ragginger See]] (zwischen [[Anthering]] und [[Ursprung]]), [[Schlachterbach]] (Wallerseezufluss, [[Henndorf]]), [[Haldingerbach]], [[Aubach (Neumarkt am Wallersee)|Aubach]], Zubringer zum [[Klausbach (Neumarkt am Wallersee)|Klausbach]], Zubringer zum [[Steinbach (Neumarkt am Wallersee)|Steinbach]] (alles Zuflüsse zum [[Wallersee]], [[Neumarkt]]), Zubringer zum [[Eugenbach]], Zubringer zum [[Burgstallbach]], [[Kraiwiesenbach]], Zubringer zum Kraiwiesenbach, [[Reitbach]], Zubringer zum Reitbach, Bach ohne Namen, Zubringer zum [[Scherenbach]] (alle zwischen [[Eugendorf]] und [[Thalgau]]), Zubringer zum [[Alterbach]] ([[Guggenthal]]), Zubringer zum [[Sandbach]], Zubringer zum [[Moosbach]] (alle [[Großgmain]]), [[Klausbach (Elsbehten)|Klausbach]] ([[Elsbethen]]);
+
*Flachgau: Ursprung des [[Angerbach]]s (nördlicher [[Haunsberg]]), [[Ehrenbach]], Zubringer zum [[Ragginger See]] (zwischen [[Anthering]] und [[Ursprung]]), [[Schlachterbach]] (Wallerseezufluss, [[Henndorf]]), [[Haldingerbach]], [[Aubach (Neumarkt am Wallersee)|Aubach]], Zubringer zum [[Klausbach (Neumarkt am Wallersee)|Klausbach]], Zubringer zum [[Steinbach (Neumarkt am Wallersee)|Steinbach]] (alles Zuflüsse zum [[Wallersee]], [[Neumarkt]]), Zubringer zum [[Eugenbach]], Zubringer zum [[Burgstallbach]], [[Kraiwiesenbach]], Zubringer zum Kraiwiesenbach, [[Reitbach]], Zubringer zum Reitbach, Bach ohne Namen, Zubringer zum [[Scherenbach]] (alle zwischen [[Eugendorf]] und [[Thalgau]]), Zubringer zum [[Alterbach]] ([[Guggenthal]]), Zubringer zum [[Sandbach]], Zubringer zum [[Moosbach]] (alle [[Großgmain]]), [[Klausbach (Elsbethen)|Klausbach]] ([[Elsbethen]]);
 
* Tennengau: [[Steingrubbach]], [[Staudenführerbach]], [[Gasteigbach]], [[Oberthurnbach]], [[Golsbach]] (alle [[Puch bei Hallein]]), [[Mitterbach]] ([[Golling]]), [[Lienbach]], Wiesenbach beim Lienbachbauern, [[Weitenaubach]], [[Tanngraben]] (alles Zuflüsse der [[Lammer]]).
 
* Tennengau: [[Steingrubbach]], [[Staudenführerbach]], [[Gasteigbach]], [[Oberthurnbach]], [[Golsbach]] (alle [[Puch bei Hallein]]), [[Mitterbach]] ([[Golling]]), [[Lienbach]], Wiesenbach beim Lienbachbauern, [[Weitenaubach]], [[Tanngraben]] (alles Zuflüsse der [[Lammer]]).
   −
Noch in den [[1950er]]-Jahren war der Steinkrebs in vielen Bächen des [[Lungau]]s sehr häufig. Dass er hier verschwand, ist zumindest teilweise auf harte Verbauung und Verrohrung der Gewässer zurückzuführen.
+
Zuletzt gab es nur noch in der [[Glasenbachklamm]] bei Elsbethen und auf dem Gelände des [[Salzburger Freilichtmuseum|Freilichtmuseums Großgmain]] nennenswerte Vorkommen. Im Jahr [[2017]] brach in Großgmain in dem Vorkommen im Sandbach die Krebspest aus.
   −
Der Steinkrebs steht in der „Roten Liste der gefährdeten Tiere Österreichs“ auf Gefährdungsstufe 2 (stark gefährdet). Hauptgefahr ist für ihn die von den eingeschleppten nordamerikanischen Flusskrebsen verbreitete Krebspest.
+
Im [[Lungau]] war der Steinkrebs noch in den [[1950er]]-Jahren in vielen Bächen sehr häufig. Dass er hier verschwand, ist zumindest teilweise auf harte Verbauung und Verrohrung der Gewässer zurückzuführen.
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==
Zeile 22: Zeile 24:  
*[http://www.wirbellose.de/arten.cgi?action=show&artNo=071  wirbellose.de: Steinkrebs]
 
*[http://www.wirbellose.de/arten.cgi?action=show&artNo=071  wirbellose.de: Steinkrebs]
 
*[[Robert Patzner|Patzner, Robert  A.]]: [http://www.uni-salzburg.at/fileadmin/multimedia/Organismische%20Biologie/documents/Flusskrebse_und_Gro%C3%9Fmuscheln.PDF ''Flusskrebse und Großmuscheln im Bundesland Salzburg''.] Universität Salzburg, Oktober 2003. S. 18 f.
 
*[[Robert Patzner|Patzner, Robert  A.]]: [http://www.uni-salzburg.at/fileadmin/multimedia/Organismische%20Biologie/documents/Flusskrebse_und_Gro%C3%9Fmuscheln.PDF ''Flusskrebse und Großmuscheln im Bundesland Salzburg''.] Universität Salzburg, Oktober 2003. S. 18 f.
 +
*[[ORF Salzburg]], 3. November 2017: [http://salzburg.orf.at/news/stories/2874864/ ''Pilzinfektion droht heimische Krebse auszurotten]
 
{{mehr}}
 
{{mehr}}
 
[[Kategorie:Biologie]]
 
[[Kategorie:Biologie]]

Navigationsmenü