| − | Das '''Hagengebirge''' ist Teil der Nördlichen Kalkalpen und wird innerhalb derselben zur Gruppe der [[Salzburger Kalkalpen]] im allgemeinen wie der [[Berchtesgadener Alpen]] im besonderen gerechnet. Es befindet sich etwa zu gleichen Teilen im [[Tennengau]] und im [[Pongau]]. Es ist Teil vom [[Naturschutzgebiet Kalkhochalpen]]. | + | Das '''Hagengebirge''' ist Teil der [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] und wird innerhalb derselben zur Gruppe der [[Salzburger Kalkalpen]] im allgemeinen wie der [[Berchtesgadener Alpen]] im besonderen gerechnet. Es befindet sich etwa zu gleichen Teilen im [[Tennengau]] und im [[Pongau]]. Es ist Teil vom [[Naturschutzgebiet Kalkhochalpen]]. |
| − | Wie alle Kalkberge ist das Hagengebirge aus abgelagerten Sedimentschichten, abgestorbenen Muschelkalken und mächtigen Korallenriffen ursprünglich im Meer entstanden. Ungeheuren Auffaltungsprozessen während des Erdmittelalters vor etwa 165 Mio. Jahren sowie den Vorgängen während der Glazialzeiten verdankt es seine heutige Gestalt. Das Gebirge besteht in seinem Kern aus zwar harten, gleichwohl oftmals fragilen Dolomitgesteinen (Ramsaudolomit) und wird von stark gebankten Dachsteinkalken überlagert. Ein häufiges Charakteristikum der berchtesgadnischen Plateaugebirge findet in den steilen Südabstürzen, wo der erosions- und korrosionsfähige Dachsteinriffkalk jenen kühnen und schroffen Formenreichtum ausbildet, der uns an den Kalkalpen vorzüglich charakteristisch erscheint, seinen Ausdruck; einen ähnlichen Aufbau erkennen wir z. B. auch an [[Untersberg]], [[Tennengebirge]], [[Hochkönig]], [[Reiteralm]] und dem flächenmäßig größten jener Plateaugebirge, dem [[Steinernes Meer|Steinernen Meer]]. Im Hagengebirge befinden sich ferner einige der größten, bekannten Höhlensysteme überhaupt, so etwa die berühmte [[Tantalhöhle]] oberhalb des [[Schloss Blühnbach|Jagdschlosses Blühnbach]] oder die Eishöhle am Jägerbrunntrog. | + | Wie alle Kalkberge ist das Hagengebirge aus abgelagerten Sedimentschichten, abgestorbenen Muschelkalken und mächtigen Korallenriffen ursprünglich im Meer entstanden. Ungeheuren Auffaltungsprozessen während des Erdmittelalters vor etwa 165 Mio. Jahren sowie den Vorgängen während der Glazialzeiten verdankt es seine heutige Gestalt. Das Gebirge besteht in seinem Kern aus zwar harten, gleichwohl oftmals fragilen [[Dolomit]]gesteinen (Ramsaudolomit) und wird von stark gebankten Dachsteinkalken überlagert. Ein häufiges Charakteristikum der berchtesgadnischen Plateaugebirge findet in den steilen Südabstürzen, wo der erosions- und korrosionsfähige Dachsteinriffkalk jenen kühnen und schroffen Formenreichtum ausbildet, der uns an den Kalkalpen vorzüglich charakteristisch erscheint, seinen Ausdruck; einen ähnlichen Aufbau erkennen wir z. B. auch an [[Untersberg]], [[Tennengebirge]], [[Hochkönig]], [[Reiteralm]] und dem flächenmäßig größten jener Plateaugebirge, dem [[Steinernes Meer|Steinernen Meer]]. Im Hagengebirge befinden sich ferner einige der größten, bekannten Höhlensysteme überhaupt, so etwa die berühmte [[Tantalhöhle]] oberhalb des [[Schloss Blühnbach|Jagdschlosses Blühnbach]] oder die Eishöhle am Jägerbrunntrog. |