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| − | Der '''Sportklub Bischofshofen''' ist ein Fußballverein aus der Stadt [[Bischofshofen]] im [[Pongau]]. In der aktuellen Saison spielt der Verein in der [[1. Landesliga]]. Unter seinem Sponsornamen tritt er auch als ''SK Casino Bischofshofen'' auf. | + | Der '''Sportklub Bischofshofen''' ist ein Fußballverein aus der Stadt [[Bischofshofen]] im [[Pongau]]. In der aktuellen Saison spielt der Verein in der [[Salzburger Liga]]. Unter seinem Sponsornamen tritt er auch als ''SK Casino Bischofshofen'' auf. |
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| | Der BSK, wie der Verein genannt wird, zählte neben [[Austria Salzburg]] und dem [[Salzburger AK 1914]] über drei Jahrzehnte lang zu den besten Fußballvereinen des [[Bundesland Salzburg|Bundeslandes]] und gehörte in der [[Fußballtabellen 1971/72|Saison 1971/72]] der Nationalliga, der damals höchsten österreichischen Spielklasse an. | | Der BSK, wie der Verein genannt wird, zählte neben [[Austria Salzburg]] und dem [[Salzburger AK 1914]] über drei Jahrzehnte lang zu den besten Fußballvereinen des [[Bundesland Salzburg|Bundeslandes]] und gehörte in der [[Fußballtabellen 1971/72|Saison 1971/72]] der Nationalliga, der damals höchsten österreichischen Spielklasse an. |
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| | Während die beiden Qualifikationsspiele zur Staatsliga gegen den Vizemeister der Südgruppe, ASK Klagenfurt jeweils mit 0:2 verloren gingen, gelang im selben Spieljahr als Trost der erstmalige Einzug in das Finale des [[Salzburger Fußballcup|Salzburger Landescups]], das allerdings knapp mit 2:3 gegen den Finalgegner [[SV Bürmoos]] verloren ging. Das [[Fußballtabellen 1956/57|Spieljahr 1956/57]] schloss der SK Bischofshofen erneut als Meister der Tauernliga Nord ab, verfehlte den Aufstieg in die Staatsliga aber wiederum in den Aufstiegsspielen, in denen die Salzburger ihr Heimspiel gegen den Wolfsberger AC mit 3:1 gewannen, auswärts in Kärnten aber 1:5 verloren. Dafür feierten die Bischofshofener ihren bis heute einzigen Gewinn des Landespokals mit einem 3:1 Finalerfolg über den [[ASV Blau-Weiß Salzburg]]. | | Während die beiden Qualifikationsspiele zur Staatsliga gegen den Vizemeister der Südgruppe, ASK Klagenfurt jeweils mit 0:2 verloren gingen, gelang im selben Spieljahr als Trost der erstmalige Einzug in das Finale des [[Salzburger Fußballcup|Salzburger Landescups]], das allerdings knapp mit 2:3 gegen den Finalgegner [[SV Bürmoos]] verloren ging. Das [[Fußballtabellen 1956/57|Spieljahr 1956/57]] schloss der SK Bischofshofen erneut als Meister der Tauernliga Nord ab, verfehlte den Aufstieg in die Staatsliga aber wiederum in den Aufstiegsspielen, in denen die Salzburger ihr Heimspiel gegen den Wolfsberger AC mit 3:1 gewannen, auswärts in Kärnten aber 1:5 verloren. Dafür feierten die Bischofshofener ihren bis heute einzigen Gewinn des Landespokals mit einem 3:1 Finalerfolg über den [[ASV Blau-Weiß Salzburg]]. |
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| − | Nach Spitzenplätzen in der Tauernliga, stiegen die Pongauer [[fußballtabellen 1962/63|1962/63]] überraschend aus der inzwischen eingeführten [[Regionalliga West]] in die drittklassige Landesliga ab, erreichten im folgenden Jahr aber sogleich die Rückkehr in die zweithöchste Spielklasse. [[Fußballtabellen 1964/65|1964/95]] kam Bischofshofen im ÖFB-Cup mit Erfolgen über SV Post Admira Linz (3:1) und SC Marchegg (1:0) bis in das Viertelfinale und trotzte dort dem 1. Wiener Neustädter SC zu Hause ein hochverdientes 0:0 ab. In dem dadurch erzwungenen Wiederholungsspiel – Elfmeterschießen gab es noch keines – hatten die Salzburger mit 1:6 in Wiener Neustadt gegen den späteren Pokalfinalisten aber das Nachsehen. | + | Nach Spitzenplätzen in der Tauernliga stiegen die Pongauer [[fußballtabellen 1962/63|1962/63]] überraschend aus der inzwischen eingeführten [[Regionalliga West]] in die drittklassige Landesliga ab, erreichten im folgenden Jahr aber sogleich die Rückkehr in die zweithöchste Spielklasse. [[Fußballtabellen 1964/65|1964/95]] kam Bischofshofen im ÖFB-Cup mit Erfolgen über SV Post Admira Linz (3:1) und SC Marchegg (1:0) bis in das Viertelfinale und trotzte dort dem 1. Wiener Neustädter SC zu Hause ein hochverdientes 0:0 ab. In dem dadurch erzwungenen Wiederholungsspiel – Elfmeterschießen gab es noch keines – hatten die Salzburger mit 1:6 in Wiener Neustadt gegen den späteren Pokalfinalisten aber das Nachsehen. |
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| | ===Auf dem Weg in die Erstklassigkeit === | | ===Auf dem Weg in die Erstklassigkeit === |
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| | ===Als Amateurverein in der Nationalliga=== | | ===Als Amateurverein in der Nationalliga=== |
| − | In der Profiliga konnte sich der SK Bischofshofen trotz hoher Ambitionen erwartungsgemäß nicht behaupten, immerhin vermochten die Pongauer aber mit einigen Resultaten Aufmerksamkeit zu erregen. Nach einer Auftaktniederlage beim FC Wacker Innsbruck erreichte der BSK im ersten Nationalliga-Heimspiel vor 4.000 Zuschauern ein respektables 1:1 gegen den Grazer AK. Der einzige Sieg gelang in der neunten Runde durch ein Tor Fleissners am eigenen BSK-Platz vor 2.000 Zusehern gegen den FC Admira/Wacker. Die weiteren Saisonhöhepunkte neben dem Erfolg gegen die Südstädter waren die beiden einzigen bisher in der ersten Liga zustande gekommenen Salzburger Derbies. Auf der eigenen Anlage führte Bischofshofen am [[3. Juni]] [[1972]] nach Toren von Gabriel und Hähn gegen den damals aktuellen Vizemeister Austria Salzburg völlig überraschend mit 2:0 ehe diese durch zwei Treffer von Grosser in der letzten Viertelstunde noch ein Remis schaffte. Im [[Lehener Stadion]] hingegen feierte die Salzburger Austria einen ungefährdeten 3:1 Erfolg über den SK Bischofshofen. | + | In der Profiliga konnte sich der SK Bischofshofen trotz hoher Ambitionen erwartungsgemäß nicht behaupten, immerhin vermochten die Pongauer aber mit einigen Resultaten Aufmerksamkeit zu erregen. Nach einer Auftaktniederlage beim FC Wacker Innsbruck erreichte der BSK im ersten Nationalliga-Heimspiel vor 4.000 Zuschauern ein respektables 1:1 gegen den Grazer AK. Der einzige Sieg gelang in der neunten Runde durch ein Tor Fleissners am eigenen BSK-Platz vor 2.000 Zusehern gegen den FC Admira/Wacker. Die weiteren Saisonhöhepunkte neben dem Erfolg gegen die Südstädter waren die beiden einzigen bisher in der ersten Liga zustande gekommenen Salzburger Derbies. Auf der eigenen Anlage führte Bischofshofen am [[3. Juni]] [[1972]] nach Toren von Gabriel und Hähn gegen den damals aktuellen Vizemeister Austria Salzburg völlig überraschend mit 2:0 ehe diese durch zwei Treffer von Grosser in der letzten Viertelstunde noch ein Remis schaffte. Im [[Lehener Stadion]] hingegen feierte die Salzburger Austria einen ungefährdeten 3:1-Erfolg über den SK Bischofshofen. |
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| − | Insgesamt eroberten die Pongauer nur acht Punkte aus einem Sieg und sechs Remis (2:2 Vienna, 3:3 LASK, 1:1 Eistenstadt, 0:0 Simmering) und belegten mit acht Punkten abgeschlagen den letzten Tabellenrang. Abgesehen von der höchsten Saisonniederlage gegen Eisenstadt (0:6), fielen die Niederlagen der Pongauer gegen die großen Vereine aber durchaus knapp aus (0:1 auswärts gegen den Rekordmeister Rapid Wien und Grazer AK, 1:2 gegen Austria Wien, Sturm Graz und VÖEST Linz). | + | Insgesamt eroberten die Pongauer nur acht Punkte aus einem Sieg und sechs Remis (2:2 Vienna, 3:3 LASK, 1:1 Eisenstadt, 0:0 Simmering) und belegten mit acht Punkten abgeschlagen den letzten Tabellenrang. Abgesehen von der höchsten Saisonniederlage gegen Eisenstadt (0:6), fielen die Niederlagen der Pongauer gegen die großen Vereine aber durchaus knapp aus (0:1 auswärts gegen den Rekordmeister Rapid Wien und Grazer AK, 1:2 gegen Austria Wien, Sturm Graz und VÖEST Linz). |
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| | '''Vereinsverantwortliche und Kader des BSK in der Nationalliga 1971/72''': <br> | | '''Vereinsverantwortliche und Kader des BSK in der Nationalliga 1971/72''': <br> |