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Die '''Telefonseelsorge''' ist eine besondere Form der Lebens- und Krisenhilfe.

== Allgemeines ==
Die Telefonseelsorge steht an jeden Tag rund um die Uhr zur Verfügung. Sie ist ein Angebot für Menschen, die einen kompetenten, einfühlsamen und verschwiegenen Gesprächspartner suchen.

Österreichweit sind es (2017) 860 ehrenamtlich tätige Personen (zu 80 Prozent Frauen), im [[Bundesland Salzburg|Land Salzburg]] 120. Zukünftige Telefonseelsorger absolvieren zunächst eine einjährige Ausbildung und werden laufend betreut. Es besteht ein Mangel an Mitarbeitern, die Beratung auch in nicht-deutscher Sprache anbieten können.

Die Telefonseelsorge ist eng vernetzt mit zahlreichen Stellen, die Menschen in scheinbar ausweglosen Situationen weiterhelfen können.

Die Telefonseelsorge hat ihren Anteil daran, dass in Österreich die Selbstmordrate seit den [[1980er]]-Jahren um 40 Prozent gesunken ist.

Einer der häufigsten Gründe, warum die Telefonseelsorge angerufen wird, ist Einsamkeit. Weitere Hauptthemen sind Beziehungsprobleme, psychische Störungen und Erkrankungen. In jüngerer Zeit kamen Themen wie Mobbing am Arbeitsplatz oder das Gefühl, von einer beschleunigten Gesellschaft abgehängt zu werden, hinzu.

Die Telefonseelsorge Salzburg bietet Beratung speziell auch für Kinder und Jugendliche („[[kids-line]]“) sowie Chat- und E-Mail-Beratung an.

== Leitung ==
Leiter der Telefonseelsorge Salzburg ist Mag. [[Gerhard Darmann]].

== Geschichte ==
Die Telefonseelsorge Österreich wurde im Jahr [[1967]] als ökumenisches Projekt ins Leben gerufen, um eine erste Anlaufstelle für Menschen in Not zu bieten.

Am [[21. Jänner]] [[1975]] beschloss der Pastoralrat der [[Erzdiözese Salzburg]] die Errichtung eines telefonischen Notdienstes der [[Katholische Kirche|Katholischen]] und der [[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|Evangelischen]] Kirche in Salzburg. Das gesteckte Ziel lautete: „Tag und Nacht können Ratsuchende befähigte und verschwiegene Gesprächspartner erreichen, die sie in ihrer jeweiligen Situation ernst nehmen, ihnen im Krisenfall beistehen und ihre Anonymität achten.“ Zu [[Weihnachten]] [[1976]] und [[1977]] nahm die Telefonseelsorge Salzburg Probebetriebe auf.

Zum geistlichen Leiter wurde am [[20. September]] 1977 Dr. [[Johannes Neuhardt]], zum psychologischen Leiter am [[1. Februar]] [[1978]] [[Thomas Rudolph]] bestellt.

Am [[6. November]] 1978 nahm die „Telefonseelsorge der katholischen und evangelischen Kirche Salzburgs" ihren Betrieb auf.
Bis 1989 hatte sie ihren Standort in der Salzburger [[Bergstraße|Berggasse]].

Seit [[1. April]] [[1998]] ist die Telefonseelsorge in ganz Österreich unter der Notrufnummer 142 erreichbar. In demselben Jahr wurden Außenstellen im [[Pinzgau]] und im [[Lungau]] errichtet.

Im Jahr [[1999]] wurde die „kids-line Salzburg“ geschaffen – eine Einrichtung des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]], mit der Durchführung wurde die Telefonseelsorge betraut.

Im Jahr [[2003]] ging Thomas Rudolph nach 25 Jahren in Pension, ihm folgte Mag. Gerhard Darmann.

Mit [[1. Jänner]] [[2004]] folgte [[Johann Wilhelm Klaushofer]] als geistlicher Assistent auf Johannes Neuhardt.

Am 10. Oktober [[2016]] nahm die Chatberatung der Telefonseelsorge Österreich ihre Tätigkeit auf.

== Kontakt==
:Telefonseelsorge Salzburg
: 5010 [[Salzburg]], Postfach 5
:Tel. 0662 / 62 77 03
:Tel 142 (Notrufnummer)
:E-Ma.il: salzburg@ts142.at

:[[kids-line]]
:5010 Salzburg, Postfach 5
:Tel. 0800 / 234 123 (täglich von 13.00 bis 21.00 Uhr)

== Quellen ==
{{Homepage|http://www.ts142.at/}}
* Wiener Zeitung online, 03.10.2017: [http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtleben/920770_Wer-spricht-dem-wird-geholfen.html :Telefonseelsorge : Wer spricht, dem wird geholfen]

== Weblinks ==
*[http://www.telefonseelsorge.at Telefonseelsorge Österreich]
{{Homepage|http://www.ts142.at/}}
* [http://www.kids-line.at www.kids-line.at]

[[Kategorie:Beratungsstelle]]
[[Kategorie:Soziales]]
[[Kategorie:Religion]]

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