| | * Pfingstler bekennen sich zur klassischen Pfingstbewegung, ein weltweiter christlicher Hauptstrom, der 1906 aus einer Erweckung in der Azuza Street (Los Angeles, USA) entsprang. Die World Christian Encyclopedia rechnet der pfingstlich-charismatischen Bewegung folgende Angehörigenzahlen zu: im Jahr 1970 waren weltweit 72.223.000 Anhänger zugehörig, 1995 477.378.000 Anhänger, 2000 523.767.390 Anhänger in 236 Ländern und 21.080 Denominationen. | | * Pfingstler bekennen sich zur klassischen Pfingstbewegung, ein weltweiter christlicher Hauptstrom, der 1906 aus einer Erweckung in der Azuza Street (Los Angeles, USA) entsprang. Die World Christian Encyclopedia rechnet der pfingstlich-charismatischen Bewegung folgende Angehörigenzahlen zu: im Jahr 1970 waren weltweit 72.223.000 Anhänger zugehörig, 1995 477.378.000 Anhänger, 2000 523.767.390 Anhänger in 236 Ländern und 21.080 Denominationen. |
| − | * Erst 1923 wurde die Pfingstbotschaft durch Missionare aus Schweden nach Österreich gebracht, deren Arbeit sich hauptsächlich auf Wien beschränkte. Die Schwedenmissionare kamen aus der Filadelfiaförsamlingen in Stockholm und gründeten die Freie Christengemeinde Philadelfia und die Freie Christengemeinde Salem, die sich später wieder vereinten. Die Schweizer Pfingstmission wirkte aber auch schon ab 1928 im Salzkammergut. Gemeinden entstanden in [[Fuschl am See]], St. Wolfgang und Bad Ischl. Die Klassische Pfingstbewegung in Österreich war von Anfang an besonderen Härten (Diskriminierung, keine klare rechtliche Stellung vor Behörden und Staat, etc.) ausgesetzt. Im von den Christlichsozialen lange Jahre in den Händen des röm.-kath. Geistlichen Prälat Ignaz Seipel (1876-1932) geprägten Österreich, hatten Freikirchen keine leichten Bedingungen. In einer Zuspitzung wurde es beispielsweise den Pfingstgläubigen in Fuschl am See vom röm.-kath. Pfarrer verwährt verstorbene Gemeindeglieder am Ortsfriedhof zu bestatten und erst nach einem klärenden Schreiben der Bezirkshauptmannschaft (vom 18.11.1930) wurde dies erst wieder erlaubt. Das auf das von dem christlichsozialen Bundeskanzler Dollfuß (1932-1934) eingeleitete und von Schuschnigg (1934-1938) fortgeführte Experiment eines christlichen Ständestaats brachte zudem ein Versammlungsverbot für nicht staatlich anerkannte Kirchen mit sich, das den Pfingstgemeinden damals verbat sich öffentlich zu versammeln. Die Pfingstgemeinden bekamen auch später den Druck des Naziregimes und die Folgen des Krieges hart zu verspüren, so dass auch im Salzburger Land die Gemeinden bis nach dem 2. Weltkrieg verschwanden. | + | * Erst 1923 wurde die Pfingstbotschaft durch Missionare aus Schweden nach Österreich gebracht, deren Arbeit sich hauptsächlich auf Wien beschränkte. Die Schwedenmissionare kamen aus der Filadelfiaförsamlingen in Stockholm und gründeten die Freie Christengemeinde Philadelfia und die Freie Christengemeinde Salem, die sich später wieder vereinten. Die Schweizer Pfingstmission wirkte aber auch schon ab 1928 im Salzkammergut. Gemeinden entstanden in [[Fuschl am See]], St. Wolfgang und Bad Ischl. Die Klassische Pfingstbewegung in Österreich war von Anfang an besonderen Härten (Diskriminierung, keine klare rechtliche Stellung vor Behörden und Staat, etc.) ausgesetzt. Im lange Jahre in den Händen des röm.-kath. Geistlichen Prälat Ignaz Seipel (1876-1932) geprägten Österreich, hatten Freikirchen keine leichten Bedingungen. In einer Zuspitzung wurde es beispielsweise den Pfingstgläubigen in Fuschl am See vom röm.-kath. Pfarrer verwährt verstorbene Gemeindeglieder am Ortsfriedhof zu bestatten und erst nach einem klärenden Schreiben der Bezirkshauptmannschaft (vom 18.11.1930) wurde dies erst wieder erlaubt. Das auf das von dem christlichsozialen Bundeskanzler Dollfuß (1932-1934) eingeleitete und von Schuschnigg (1934-1938) fortgeführte Experiment eines christlichen Ständestaats brachte zudem ein Versammlungsverbot für nicht staatlich anerkannte Kirchen mit sich, das den Pfingstgemeinden damals verbat sich öffentlich zu versammeln. Die Pfingstgemeinden bekamen auch später den Druck des Naziregimes und die Folgen des Krieges hart zu verspüren, so dass auch im Salzburger Land die Gemeinden bis nach dem 2. Weltkrieg verschwanden. |
| | * Erst am 14.12.1946 wurde die FCGÖ in einer Flüchtlingswohnung in Sattledt (Oberösterreich) von 26 mehrheitlich deutschstämmig-jugoslawischen und österreichischen Predigern gegründet. Von da an gründete die Pfingstgemeinde von Salzburg aus inetwa zehn weiter lokale Pfingstgemeinden in anderen Städten Österreichs. | | * Erst am 14.12.1946 wurde die FCGÖ in einer Flüchtlingswohnung in Sattledt (Oberösterreich) von 26 mehrheitlich deutschstämmig-jugoslawischen und österreichischen Predigern gegründet. Von da an gründete die Pfingstgemeinde von Salzburg aus inetwa zehn weiter lokale Pfingstgemeinden in anderen Städten Österreichs. |
| | * 7.186 Personen bekennen sich zur Freien Christengemeinde - Pfingstgemeinde (davon 5.061 mit österreichischer Staatsbürgerschaft und 2.125 mit anderer Staatsbürgerschaft). Quelle: Statistik AUSTRIA, Bevölkerung 2001 nach Religionsbekenntnis und Staatsangehörigkeit. (Weblink unten). | | * 7.186 Personen bekennen sich zur Freien Christengemeinde - Pfingstgemeinde (davon 5.061 mit österreichischer Staatsbürgerschaft und 2.125 mit anderer Staatsbürgerschaft). Quelle: Statistik AUSTRIA, Bevölkerung 2001 nach Religionsbekenntnis und Staatsangehörigkeit. (Weblink unten). |