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'''Prof.h.c. Erwin Gimmelsberger''' (* [[8. September]] [[1923]] in Eberschwang, [[Oberösterreich]]; † [[19. Juni]] [[2003]] in [[Salzburg]]) war Schriftsteller, Journalist und Gründer der [[Rauriser Literaturtage]].

==Leben==
Geboren im Bezirk Ried zog Gimmelsberger als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Salzburg. Er wurde Journalist, später Leiter der Austria Presse Agentur (APA) Redaktion in Salzburg. Bereits in der Nachkriegszeit nahm Gimmelsberger regelmäßig an Lesungen in Salzburg teil, so zum Beispiel an den ''Wochen österreichischer Dichtung'' auf der [[Festung Hohensalzburg]] ab [[18. Juli]] [[1955]], wo er gemeinsam mit [[Maria Zittrauer]], [[Erich Landgrebe]], [[Gerhard Amanshauser]] oder [[Thomas Bernhard]] auftrat. <ref>Magistrat Salzburg [http://www.stadt-salzburg.at/internet/themen/bildung_forschung/t2_89747/t2_166675/t2_166678/t2_166140/t2_158813/t2_158879/p2_159105.htm]</ref>

[[1970]] verkündete er die Gründung der Rauriser Literaturtage, die vom [[17. Februar|17.]] bis [[21. Februar]] [[1971]] erstmals in der [[Pinzgau]]er Gemeinde stattfanden. "Der Literatur neue Räume erschließen", lautete der Slogan, der Literatur war es in den Städten zu eng geworden, sie drängte aufs Land. <ref name="sn">Salzburger Nachrichten</ref>

Gimmelsberger versicherte sich der Mithilfe [[Hans Weigel]]s und schon im ersten Jahr gehörten [[Ilse Aichinger]], [[Thomas Bernhard]] und [[Gerhard Amanshauser]] zu den Gästen. Die Veranstaltung etablierte sich als eines der bekanntesten Literaturfestivals in Österreich und im deutschsprachigen Raum überhaupt.

Besonders die Nachwuchsautoren waren Gimmelsbergers Anliegen. Der Journalist und Schriftsteller war ein besonderer Freund des Rauriser Tales und wollte zeitgenössische Literatur in die Pinzgauer Gemeinde [[Rauris]] holen. Er fand dafür aufgeschlossene Gemeindeväter, eine Mitstreiterin, die vor Ort alles organisierte - nämlich Dorothea Granegger -, Unterstützung durch Bund und Land sowie die Mitarbeit der Universitäten.

Bis [[1988]] leitete Gimmelsberger selbst die Literaturtage. Er war auch Präsident des [[P.E.N.-Club Salzburg|P.E.N.-Clubs Salzburg]].

==Werke==
In Gimmelsbergers literarischem Werk nehmen Lyrikbände einen bedeutenden Platz ein. Die wichtigsten: ''"Auf Segeln verlorener Schiffe'' (1976, Oberösterreichischer Landes-Kulturpreis 1976), ''Momentaufnahmen fremder Landschaften'' (1977), ''Rauriser Texte'' (1979) und ''Träume über weißem Papier'' (1986). 1983 erschien auch ein Prosaband von ihm, nämlich ''Laufen gegen den Wind''.<ref name="sn" />

==Auszeichnungen==
*[[Günter-Eich-Preis]] (1988)
*Rauriser Bürgerpreis für Literatur (1985)
*Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst (1982)
*Lux Literaturpreis für Prosa (1980)
*Theodor-Körner-Preis für Literatur (1976)
*Literaturpreis des Landes Oberösterreich (1976)
*Ehrenring der [[Rauriser Literaturtage]] (1975)
*Theodor-Körner-Preis für Literatur (1971)<ref>Salzburger Literaturnetz [http://www.literaturnetz.at/salzburg/db/Person.asp?tab=pers&id=389]</ref>

==Quellen==
<references />

[[Kategorie:Person|Gimmelsberger, Erwin]]
[[Kategorie:Schriftsteller|Gimmelsberger, Erwin]]

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